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US-Firmengründung

Ford baut vier Fabriken für Elektrofahrzeuge

Ford und der südkoreanische Zulieferer SK Innovation werden 11,4 Milliarden Dollar für drei Batteriefabriken und ein Lkw-Werk ausgeben. 11.000 Arbeitsplätze sollen daraus entstehen. Ford bezeichnete die Investition als größte seiner Geschichte. Nach eigenen Angaben könnten in der zweiten Hälfte dieses Jahrzehnts mehr als eine Million Elektrofahrzeuge jährlich produziert werden.

29. September 2021 | 2 Min. Lesezeit | Kanzlei Mount Bonnell, Austin TX

Der Automobilhersteller kündigte an, zwei Batteriewerke in Kentucky und eines in Tennessee zu bauen, die alle in einem Joint Venture mit seinem Hauptlieferanten für Batteriezellen, SK Innovation, entstehen sollen. Darüber hinaus wird das Unternehmen am Standort Tennessee ein Montagewerk für die Produktion von Elektro-Pickups errichten. Ford investiert sieben Milliarden Dollar und SK Innovation 4,4 Milliarden Dollar, so die Mitteilung der Unternehmen.

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Bereits heute enorme Nachfrage

Das neue Lkw-Werk und die Batteriefabrik von Ford in Tennessee werden in Stanton, etwa 50 Meilen nordöstlich von Memphis, angesiedelt. Der sechs Quadratmeilen große Campus, der den Namen Blue Oval City bekommt, wird wesentlich größer sein als das Werk Ford Rouge, welches Henry Ford vor einem Jahrhundert in der Region Detroit errichtete. Der Campus in Tennessee wird voraussichtlich 6.000 Menschen beschäftigen und neben den Lkw- und Batteriefabriken auch Zulieferer und einen Batterierecyclingbetrieb beherbergen. Ford und SK Innovation werden in diesen Standort 5,6 Milliarden Dollar investieren. In dem Lkw-Werk soll ein neuer batteriebetriebener Pickup der F-Serie hergestellt werden, der auf den bereits angekündigten F-150 Lightning folgen soll.

Die beiden Werke in Kentucky werden in Glendale, etwa 50 Meilen südlich von Louisville, angesiedelt und sollen 5.000 Arbeitsplätze schaffen. Die Kosten belaufen sich auf 5,8 Milliarden Dollar. Die dort hergestellten Batterien werden in nordamerikanischen Werken für die Produktion von Elektrofahrzeugen der Marken Ford und Lincoln eingesetzt.

Der Vorstandsvorsitzende von Ford, Jim Farley, spricht von einer enormen Nachfrage und davon, dass die getätigten Investitionen dabei helfen sollen, diese zu befriedigen. In diesem Jahr begann Ford mit dem Verkauf eines elektrischen Geländewagens, des Mustang Mach-E, der Tesla Marktanteile abgenommen hat. Das Unternehmen plant bis Ende des Jahres einen elektrischen Lieferwagen und im nächsten Frühjahr den elektrischen F-150 Lightning auf den Markt zu bringen. Nach Angaben des Unternehmens haben Privatpersonen und Unternehmen 150.000 Reservierungen für den F-150 Lightning getätigt. Ford geht davon aus, dass bis 2030 40 Prozent seiner produzierten Fahrzeuge Elektromodelle sein werden.

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Investitionen in Elektrofahrzeuge boomen

Fords Ankündigung ist der jüngste milliardenschwere Schritt eines Automobilherstellers, der schnell auf Elektrofahrzeuge umsteigen und benzinbetriebene Pkw und Lkw ausmustern will.

Etablierte Autohersteller versuchen, zu Tesla aufzuschließen, das in diesem Jahr mehr als 800.000 Elektroautos verkaufen wird. Tesla ist mit einer Marktkapitalisierung von fast 800 Milliarden Dollar zum mit Abstand wertvollsten Autohersteller der Welt geworden. Fords Marktwert liegt bei 56 Milliarden Dollar.

Auch andere große Autohersteller investieren Milliarden in Batterie- und Elektroautofabriken. G.M. erklärte beispielsweise in diesem Jahr, die Produktion von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor bis 2035 einstellen zu wollen. Das Unternehmen plant, in den nächsten Jahren vier Batteriewerke in den Vereinigten Staaten zu bauen.

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