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Sechs Wochen nach der Niederlage unterschreibt er wieder, und das Geburtsrecht steht erneut zur Debatte

Am 6. August ist eine neue Anordnung zum Geburtsrecht unterzeichnet worden, sechs Wochen nach dem Urteil des Obersten Gerichtshofs. Was daraus folgt und was für dein Kind heute gilt.

11. August 2026 | 8 Min. Lesezeit | Kanzlei Mount Bonnell, Austin TX

Am 30. Juni hatte der Oberste Gerichtshof entschieden, dass in den Vereinigten Staaten geborene Kinder Staatsbürger sind, auch wenn ihre Eltern nur vorübergehend oder unrechtmäßig im Land sind. Sechs zu drei, unmissverständlich.

Am 6. August 2026 wurde eine neue Anordnung unterzeichnet, die denselben Zweck auf anderem Weg verfolgt. Sie trägt einen Titel über den Schutz von Bedeutung und Wert der amerikanischen Staatsbürgerschaft.

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Was heute gilt

Das Wichtigste zuerst, weil es Familien beunruhigt: Die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs steht. Sie ist die höchste Instanz, sie legt den vierzehnten Zusatzartikel aus, und keine Anordnung der Exekutive kann sie aufheben.

Wer heute in den Vereinigten Staaten ein Kind bekommt, hat ein amerikanisches Kind. Unabhängig vom eigenen Status, unabhängig von der Aufenthaltsdauer.

Was eine neue Anordnung bewirken kann, ist Verwaltungshandeln: Anweisungen an Behörden, wie sie Dokumente ausstellen, welche Nachweise sie verlangen, wie sie in Zweifelsfällen verfahren. Und genau daran wird sich der nächste Rechtsstreit entzünden.

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Warum dieser Streit überhaupt geführt wird

Der vierzehnte Zusatzartikel stammt aus dem Jahr 1868 und wurde nach dem Bürgerkrieg geschrieben, um sicherzustellen, dass die Kinder befreiter Sklaven Bürger sind. Sein Wortlaut ist knapp: Wer hier geboren und der Hoheitsgewalt unterworfen ist, ist Bürger.

Der Streit dreht sich um die zweite Hälfte dieses Satzes. Die Befürworter einer Einschränkung argumentieren, wer sich nur vorübergehend oder unrechtmäßig im Land aufhalte, sei nicht in dem gemeinten Sinn der Hoheitsgewalt unterworfen.

Das Gericht ist dem nicht gefolgt, und es hat sich dabei auf eine Auslegung gestützt, die seit über hundert Jahren gilt.

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Was Familien konkret tun sollten

Dokumente sichern. Wenn dein Kind in den Vereinigten Staaten geboren ist, besorge die Geburtsurkunde mehrfach beglaubigt und beantrage den amerikanischen Pass. Beides ist heute unproblematisch, und ein vorhandenes Dokument ist in jeder künftigen Auseinandersetzung mehr wert als ein Anspruch.

Die deutsche Seite ordnen. Die Geburt im Ausland kann beim Standesamt beurkundet werden, und der deutsche Kinderreisepass gehört ebenfalls dazu. Ein Kind mit beiden Pässen hat in jeder Lage einen Weg.

Und die steuerliche Seite mitdenken. Ein amerikanischer Staatsbürger ist lebenslang erklärungspflichtig, weltweit. Wer seinem Kind mit achtzehn ein Depot mit europäischen Fonds einrichtet, richtet ihm ein teures Problem ein, weil das amerikanische Recht diese Anlageform hart behandelt.

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Wie dieser Streit ausgehen wird

Niemand weiß es, und jeder, der es behauptet, rät. Was man sagen kann, ist Folgendes.

Eine Verfassungsauslegung des Obersten Gerichtshofs lässt sich nicht durch eine Anordnung ändern. Sie lässt sich nur durch eine Verfassungsänderung ändern, und die verlangt Zweidrittelmehrheiten in beiden Kammern und die Zustimmung von drei Vierteln der Bundesstaaten. Das ist in der gegenwärtigen politischen Lage ausgeschlossen.

Was möglich ist, sind Auseinandersetzungen an den Rändern: über Nachweispflichten, über Verwaltungsverfahren, über die Frage, welche Dokumente ausgestellt werden. Das kann Familien Aufwand machen und wird Gerichte beschäftigen.

Am Kern ändert es nichts. Wer heute in den Vereinigten Staaten geboren wird, ist Staatsbürger.

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Und die zweite Nachricht dieser Woche

Fast unbemerkt kam am 10. August eine Regel, die Arbeitgeber unmittelbar trifft. Sie betrifft die Gebühr, die für bestimmte H-1B- und L-1-Visa erhoben wird und die aus einer Zeit nach den Anschlägen von 2001 stammt.

Bisher war umstritten, ob sie auch bei Verlängerungsanträgen anfällt. Die Behörde stellt jetzt klar, dass betroffene Arbeitgeber sie für alle Verlängerungsanträge zu entrichten haben, unabhängig davon, ob die zugehörige Betrugsbekämpfungsgebühr anfällt. Die Regel wird am 9. September wirksam.

Für ein Unternehmen mit mehreren entsandten Mitarbeitern summiert sich das. Wer Verlängerungen plant, sollte die Kalkulation anpassen, und zwar für alle Anträge ab September.

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Was das über dieses Jahr sagt

Elf Monate lang haben wir hier beschrieben, wie sich das amerikanische Einwanderungsrecht bewegt. Fast immer ging die Bewegung in eine Richtung: enger, teurer, formalisierter.

Zwei Ereignisse fallen aus dieser Reihe, und beide kamen von Gerichten. Im Februar hat der Oberste Gerichtshof entschieden, dass ein Notstandsgesetz keine Zölle trägt. Im Juni hat er entschieden, dass das Geburtsrecht gilt.

Für jemanden, der überlegt, sein Leben und sein Vermögen in dieses Land zu verlegen, sind diese beiden Urteile wichtiger als jede Verordnung dieses Jahres. Sie zeigen, dass es funktionierende Grenzen gibt und dass sie durchgesetzt werden.

Man muss die amerikanische Politik nicht mögen, um das zu schätzen. Man muss nur einmal versucht haben, in einem Land zu investieren, in dem es solche Grenzen nicht gibt.

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Und was Familien daraus mitnehmen sollten

Wenn ihr in den Vereinigten Staaten lebt und Kinder bekommt, dann bekommt ihr amerikanische Kinder. Das ist ein Geschenk mit einer Rechnung, und beides gehört zusammen.

Das Geschenk: ein Zugang zu diesem Land, den man nicht kaufen kann, für ein ganzes Leben, samt Studium zu den Gebühren für Landeskinder.

Die Rechnung: eine lebenslange steuerliche Erklärungspflicht, unabhängig davon, wo dieses Kind einmal lebt, und die Notwendigkeit, sein Vermögen so aufzustellen, dass das amerikanische Recht es nicht bestraft.

Wer beides von Anfang an mitdenkt, macht seinem Kind ein großes Geschenk. Wer nur die erste Hälfte sieht, überlässt ihm mit achtzehn ein Problem.

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Was in dieser Woche sonst noch anstand

Neben der neuen Anordnung und der Gebührenregel für H-1B und L-1 lohnt ein Blick auf ein Datum, das für viele Betriebe wichtiger ist als beides: der 9. September, an dem die Gebührenregel wirksam wird.

Wer Verlängerungen für entsandte Mitarbeiter plant, sollte prüfen, ob eine Einreichung vor diesem Datum möglich ist. Bei mehreren Mitarbeitern geht es um vierstellige Beträge, und die Vorbereitung einer Verlängerung dauert ohnehin Wochen.

Das ist, nach elf Monaten dieser Serie, der Rat, der sich am häufigsten wiederholt hat: Wenn ein Datum bekannt ist und eine Verschlechterung bringt, arbeite auf dieses Datum hin. Es ist der einzige Vorteil, den man in einem sich ständig ändernden Rechtsgebiet zuverlässig hat.

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Was Eltern tun sollten, die noch planen

Wenn ihr in den kommenden Monaten in den Vereinigten Staaten ein Kind erwartet, ändert sich für euch durch die neue Anordnung nichts. Das Urteil steht.

Was ihr trotzdem tun solltet: die Dokumente früh besorgen und vollständig halten. Geburtsurkunde mehrfach, Sozialversicherungsnummer, amerikanischer Pass. In einer Phase, in der über Verwaltungsverfahren gestritten wird, ist ein bereits ausgestelltes Dokument die beste Absicherung, die es gibt.

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Was Deutschland dazu sagt

Ein Punkt, der viele beruhigt: Seit der Reform des deutschen Staatsangehörigkeitsrechts muss niemand mehr wählen. Ein in den Vereinigten Staaten geborenes Kind deutscher Eltern hat beide Staatsangehörigkeiten und behält beide.

Es gab Zeiten, in denen Familien in diesem Punkt eine folgenschwere Entscheidung treffen mussten, oft für ein Kind, das sie nicht fragen konnten. Diese Zeit ist vorbei, und das ist eine gute Nachricht.

Was bleibt, ist die steuerliche Seite, und sie wird von deutschen Eltern regelmäßig unterschätzt. Zwei Pässe heißen zwei Rechtsordnungen: eine, die nach Wohnsitz besteuert, und eine, die nach Staatsangehörigkeit besteuert.

Solange dieses Kind in den Vereinigten Staaten lebt, merkt es davon nichts. In dem Moment, in dem es nach Deutschland geht, wird aus dem zweiten Pass eine lebenslange Erklärungspflicht.

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Der Rat, den wir Familien geben

Sprecht früh darüber, und zwar mit dem Kind selbst, sobald es alt genug ist. Ein Zwanzigjähriger, der weiß, dass er amerikanischer Staatsbürger ist und was daraus folgt, trifft andere Entscheidungen über sein Depot, seine Altersvorsorge und seinen Arbeitsplatz als einer, der es mit vierzig von seiner Bank erfährt.

Und lasst die Struktur seines Vermögens einmal prüfen, bevor es aufgebaut wird. Es gibt Anlageformen, die für Amerikaner unproblematisch sind, und solche, die es nicht sind, und der Unterschied kostet über dreißig Jahre erhebliche Beträge.

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Was Arbeitgeber bis September erledigen sollten

Drei Dinge, konkret und mit Datum.

Bis 9. September: Verlängerungsanträge für entsandte Mitarbeiter einreichen, soweit möglich, um die neue Gebührenlage nicht mitzunehmen.

Bis 15. September: Prüfen, ob Praktikanten, Trainees oder Gastwissenschaftler im Betrieb sind, deren Status von der neuen Aufenthaltsfrist betroffen ist.

Bis 18. September: Bei laufenden Verfahren mit Public-Charge-Prüfung die Unterlagen zu Versicherung, Einkommen und Vermögen auf den neuesten Stand bringen.

Drei Fristen, ein Kalender, zwei Stunden Arbeit. Es ist die günstigste Vorsorge, die es in diesem Rechtsgebiet gibt.

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Und zum Schluss die praktische Seite

Wer in den Vereinigten Staaten ein Kind bekommt, sollte drei Dinge in den ersten sechs Wochen erledigen, weil sie danach ungleich schwerer werden.

Die Geburtsurkunde beim Landkreis anfordern, in mehreren beglaubigten Ausfertigungen. Man braucht sie über Jahre immer wieder, und aus dem Ausland nachzufordern ist eine mehrmonatige Übung.

Die Sozialversicherungsnummer sichern. Sie wird im Krankenhaus mit beantragt, wenn man das Feld ankreuzt. Wer es vergisst, muss später persönlich bei einer Behörde vorsprechen.

Und den amerikanischen Pass beantragen, auch wenn keine Reise ansteht. Er ist das praktischste Dokument, und ein vorhandener Pass beendet jede Diskussion über den Status.

Wenn du dabei Unterstützung brauchst oder die steuerliche Seite für deine Familie ordnen willst, sprich mit der Kanzlei Mount Bonnell in Austin, Texas.

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Ein Satz, der über dieses Thema hinausgeht

Es gibt in der amerikanischen Verfassung wenige Sätze, die so klar formuliert und so oft angegriffen worden sind wie dieser. Er hat den Bürgerkrieg überstanden, die Rassentrennung, mehrere Einwanderungswellen und die politischen Auseinandersetzungen von hundertfünfzig Jahren.

Dass er auch dieses Jahr übersteht, ist keine Selbstverständlichkeit, sondern das Ergebnis eines Verfahrens, das funktioniert hat. Eine Klage, ein Urteil, eine Bestätigung durch die höchste Instanz.

Für ein Kind, das heute in einem texanischen Krankenhaus zur Welt kommt, heißt das ganz konkret: Es gehört dazu, vom ersten Atemzug an, und niemand entscheidet darüber.

Beratung & Umsetzung

Wenn du prüfen möchtest, was das für deine persönliche Situation bedeutet, vereinbare am besten ein Beratungsgespräch.

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