Vertrauen der US-Verbraucher auf eineinhalb Jahres Hoch
Das Verbrauchervertrauen in den USA stieg im Juli auf ein 17-Monats-Hoch. Die Ausgabenpläne der Haushalte nahmen zu, obwohl die Besorgnis über eine höhere Inflation anhielt.
Ein weiterer Punkt, der für ein anhaltendes Wirtschaftswachstum spricht, ist der solide Anstieg an Auftragseingängen für Investitionsgüter im Juni. Diese fanden den Versorgungsengpässen zum Trotz statt. Die Sorgen über eine drastische Verlangsamung des Wachstums in der zweiten Jahreshälfte könnten durch die aktuellen Berichte verringert werden. Prognostiker sehen für das zweite Quartal weiterhin das zweitschnellste Wachstumstempo seit 1983.
Höchststand widerspricht den Prognosen
Der Index des Conference Board für das Verbrauchervertrauen erreichte im Juli mit 129,1 den höchsten Stand seit Februar 2020. Im Vergleich zum Juni ist es ein minimaler Anstieg um 0,2 Punkte. Reuters befragte vorab Ökonomen, die von einem Rückgang des Indexwerts auf 123,9 ausgingen.
Das Verbrauchervertrauen stieg trotz der Delta-Variante des Coronavirus. Diese führte zu einem sprunghaften Anstieg der Neuinfektionen, vor allem unter den nicht geimpften Menschen. Das Vertrauen sank dementsprechend in den Bundesstaaten West South Central und West North Central sowie in der Gebirgsregion, die niedrige Impfraten aufweisen und einen Anstieg der Infektionen zu verzeichnen haben.
Sehr hohes Arbeitsmarktdifferential
Die Inflationserwartungen der Verbraucher für die nächsten zwölf Monate sanken von 6,7 Prozent im Vormonat auf 6,6 Prozent. Die Umfrage des Conference Board legt den Schwerpunkt stärker auf den Arbeitsmarkt. Die Verbraucherumfrage der Universität Michigan zeigte Anfang Juli einen Stimmungsrückgang aufgrund von Inflationsängsten.
Das Arbeitsmarktdifferential der Umfrage ergibt sich aus der Einschätzung der Befragten, ob Arbeitsplätze im Überfluss vorhanden oder schwer zu bekommen sind. Der Wert stieg im Juli auf 44,4. Das ist der höchste Stand seit über zwanzig Jahren und eine Veränderung des Juniwertes um 0,2. Dieses Maß korreliert eng mit der Arbeitslosenquote im vielbeachteten Beschäftigungsbericht des Arbeitsministeriums.
Haushalte wollen weiterhin investieren
Der Umfrage zufolge beabsichtigten mehr Haushalte, langlebige Industriegüter wie Kraftfahrzeuge und Haushaltsgeräte wie Kühlschränke und Fernsehgeräte zu kaufen. Die Verbraucherausgaben sollten damit weiterhin hoch bleiben und das Gewerbe stützen. Auch sind die Verbraucher bestrebt, Immobilien zu erwerben. Den US-Haushalten stehen mindestens 2,5 Billionen Dollar an überschüssigen Ersparnissen zur Verfügung, die sie während der Pandemie angesammelt haben.
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