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US-Steuerplanung für Unternehmer

Auf dieser Seite erfährst du mehr zum US-Steuerrecht und US-Steuersystem

Im Grundsatz sind die Steuersätze in den USA deutlich tiefer als in Europa und in Deutschland, wenigstens, wenn es um die Einkommensteuer geht. Auch die Sozialabgaben sind wesentlich geringer als in Deutschland.

Freilich hängt es davon ab, wo in den USA du lebst. Wer beispielsweise in New York lebt, wird deutlich mehr Steuern bezahlen als jemand, der in Texas wohnt. Nehmen wir an, du bist verheiratet, hast zwei Kinder und lässt dir ein Jahresgehalt von 400.000 $ von deinem Unternehmen bezahlen.

In Deutschland blieben dir netto davon 61% (Abzug für Steuer und Sozialabgaben 39%). Lebst du in New York, bleibt dir der gleiche Betrag wie in Deutschland: der Steuerabzug ist genauso hoch. Wenn du in Texas wohnst, wo es keine Einkommensteuer auf Bundesstaatsebene gibt, bleiben dir 71% des Bruttolohns (Abzug für Steuer und Sozialabgaben 29%).

Übrigens ist die Besteuerung in Deutschland in der Berechnung oben nur so „niedrig“, weil der Betroffene in unserem Beispiel verheiratet ist und Kinder hat. Singles ohne Kinder würden rund 20% mehr Abgaben bezahlen. In Texas dagegen würdest du auch als Single nur rund zwei Prozent mehr Steuern bezahlen (31%).

Kapitalerträge werden in den USA zum Teil noch weit günstiger besteuert als in Europa. Die Kapitalertragssteuer für langfristige Anlagen fängt bei nur 0% an und der Höchstsatz liegt bei 20%.

Auf die richtige Vorbereitung und Umsetzung kommt es an

Bei Umzug in die USA ist daher eine genaue Planung notwendig, welche die einzelnen Einkommensarten berücksichtigt und diese optimal für dich strukturiert. Dies wird dann auch zu Fragen der besten US-Rechtsform für dich führen. Traditionell kann eine US LLC die steuerlich günstigste Rechtsform sein, da anders als bei einer Corporation keine Steuer auf Ebene der Gesellschaft anfällt, sondern nur beim Gesellschafter.

Auch kann beispielsweise deine EU-Gesellschaft Dividenden an dich ausschütten. Bei richtiger Gestaltung kannst du auch für diese ausländischen Dividenden die günstige US-Kapitalertragssteuer für langfristige Anlagen geltend machen, die bei maximal 20% liegt.

Stell dir z.B. vor, dass du eine Gesellschaft in Malta besitzt und in den USA lebst. Die Gesellschaft in Malta bezahlt effektiv 5% Steuern und du bezahlst nochmals 20% auf die erhaltenen Dividenden in den USA. Das ist schon eine ganz akzeptable Steuerbelastung, wenn auch keine Nullsteuerlösung.

US-Erklärungspflichten beachten

Beachte außerdem, dass die Bearbeitung von Steuererklärungen in den USA enorm komplex sein kann. Selbst wenn also die Steuersätze für dich günstiger sind, sind die Deklarationspflichten ggf. weit umfangreicher. Diese betreffen auch deine Einkommen im Ausland, z.B. aus ausländischen Beteiligungen.

Problematisch ist, dass die in den USA geltenden Geldbußen für zu spät eingereichte Erklärungen zum Teil horrend sind. Wir sprechen von Minimalstrafen in Höhe von 25.000 $. Dies ist z.B. beim Formular 5472 der Fall, mit dem du Zahlungen deines US-Unternehmens an nahestehende Personen an die IRS berichten musst.

Gerne unterstützt dich unsere Kanzlei bei allen Aspekten rund um deine US-Steuerplanung. Wir haben jede Menge praktische Erfahrung und ziehen hochkompetente US-Steuerberater und Steuer-Anwälte aus unserem Netzwerk hinzu, um dich umfassend zu beraten.

Auf dieser Seite erfährst du mehr zu US-Steuerarten und US-Steuersystem. Welche Folgen der Wegzug zu Hause hat, liest du auf der Seite zu den steuerlichen Konsequenzen im Herkunftsland. Alle weiteren Themen findest du in der Übersicht zum Umzug in die USA.

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