US-Broker für Deutsche, Österreicher und Schweizer: Depot in den USA eröffnen
Wie finde ich den besten US-Broker für mich als nicht in den USA ansässiger Anleger? Welche Faktoren sind wichtig bei der Auswahl eines Brokers? In diesem Artikel stellen wir dir die 10 besten US-Broker und Depots vor und zeigen dir, worauf du achten solltest. Lies jetzt weiter und triff die beste Entscheidung für dein Investment-Portfolio.
Welcher US-Broker & Depot ist der beste für nicht in den USA ansässige Anleger? Diese Frage stellen sich viele Investoren, die den US-amerikanischen Aktienmarkt betreten wollen, aber aufgrund ihrer Wohnsitzlage vor einigen Herausforderungen stehen.
Wir haben für dich recherchiert und präsentieren dir in diesem Blogartikel die Top 10 US-Broker & Depots für nicht in den USA ansässige Anleger.
Ob du ein erfahrener Investor oder ein Neuling im US-Aktienmarkt bist, hier findest du alle Informationen, die du benötigst, um erfolgreich in US-Aktien zu investieren.
Unsere Kanzlei unterstützt dich bei Fragen zu deinem Investitionsportfolio und der Optimierung deiner Steuerstrategie. Kontaktiere uns hier für eine individuelle Beratung und lass uns gemeinsam deine Investitionsziele erreichen.
Der US-Aktienmarkt: Warum mit US-Aktien handeln?
Der US-Aktienmarkt ist ein Magnet für Investoren aus der ganzen Welt, die auf der Suche nach rentablen Anlageoptionen sind. Mit der NYSE und der NASDAQ als den beiden Top-Börsen der USA gibt es keine Knappheit an Möglichkeiten für Händler und Investoren, um in börsennotierte Unternehmen zu investieren. Namen wie Alibaba, GameStop, Coca Cola, Pinterest und Twitter haben sich in der Welt des US-Aktienhandels einen Namen gemacht und sind bei Anlegern weltweit bekannt.
Aber was ist mit den Nicht-US-Bürgern? Haben auch sie die Möglichkeit, an diesen lukrativen Märkten teilzunehmen? Ja. Es gibt derzeit keine Einschränkungen für ausländische Online-Händler, die an den US-Börsen handeln möchten.
Was ist bei der Auswahl eines US-Brokers zu beachten?
Bei der Auswahl eines US-Brokers gibt es mehrere Faktoren zu berücksichtigen, um sicherzustellen, dass du den richtigen Broker für deine Bedürfnisse auswählst. Hier sind einige wichtige Punkte, die du beachten solltest:
-
Erfülle die Anforderungen: Als Nicht-US-Bürger gibt es viele Regeln und Vorschriften, die für die Eröffnung eines Maklerkontos gelten. Stell sicher, dass du die Anforderungen des Brokers erfüllst, bevor du ein Konto eröffnest. Einige Broker erlauben Online-Anträge, während andere Papieranträge verlangen. Darüber hinaus können Brokerlegitime Visa-Informationen und das Formular W-8BEN verlangen.
-
Handelsplattform und Funktionen: Ein guter Online-Broker sollte Handelsplattformen mit erstklassigen Funktionen bieten. Überprüfe, ob die Plattform einfach zu bedienen ist, ob sie auf verschiedenen Geräten verfügbar ist und ob sie eine schnelle Ausführung von Aufträgen ermöglicht.
-
Mindestanlagebetrag und Gebühren: Achte auf das Mindestguthaben des Brokers, die Gebühren, die du pro Handel zahlen musst, und die Gebühren, die bei Inaktivität anfallen. Weitere zusätzliche Gebühren könnten Abhebungsgebühren und Provisionen sein.
-
Handelsmöglichkeiten: Der Broker sollte dir den Handel mit allen US-Aktien sowie mit Investmentfonds, Devisen und Futures ermöglichen.
-
Sicherheit: Das Unternehmen muss über ein echtes SSL-Zertifikat verfügen, um sicherzustellen, dass deine persönlichen Daten und Finanzinformationen sicher sind.
-
Passend zu den eigenen Bedürfnissen:
Für aktive Händler sind Online-Broker mit niedrigen oder gar keinen Provisionen und mobilen Hightech-Handelsplattformen am besten geeignet.
Für Personen, die sich zum ersten Mal in den Online-Handel wagen, wurden Online-Broker in die Liste aufgenommen, die Bildungsressourcen, Recherchen und Kundendienste wie Chat und Telefon-Support anbieten.
Welche Brokerfirmen haben es auf unsere Liste der 10 besten Online-Broker für Nicht-US-Bürger geschafft, basierend auf den genannten Kriterien?
Warum wir hier keine Gebührenrangliste mehr führen
Diese Seite trug jahrelang eine Rangliste von zehn Brokern mit Bewertungen, Mindesteinlagen und Gebührensätzen. Wir haben sie entfernt, und zwar aus einem sachlichen Grund: Diese Angaben veralten schneller, als eine Seite gepflegt werden kann. Broker ändern Gebühren mehrmals im Jahr, sie verschwinden vom Markt, und sie ändern still, aus welchen Ländern sie überhaupt noch Kunden annehmen. Der prominenteste Fall in unserer alten Liste war TD Ameritrade: vollständig in Charles Schwab aufgegangen, Neukonten dort seit Jahren nicht mehr möglich. Eine Zahl, die falsch ist, hilft dir weniger als gar keine Zahl.
Was wir dir stattdessen geben, ist das, was sich nicht jedes Quartal ändert: die steuerlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen, unter denen du als in Deutschland, Österreich oder der Schweiz ansässiger Anleger ein US-Depot führst. Die entscheiden über deine Rendite deutlich stärker als ein Unterschied von einem Dollar bei der Ordergebühr.
Die vier Punkte, die wirklich zählen
1. Kursgewinne besteuern die USA bei dir in der Regel gar nicht
Wenn du keine US-Person bist, dich nicht über den Substantial Presence Test in den USA aufhältst und dein Depot nicht zu einem US-Gewerbebetrieb gehört, erhebt der amerikanische Fiskus auf deine Kursgewinne aus US-Aktien grundsätzlich keine Steuer. Versteuert wird in deinem Wohnsitzstaat, in Deutschland also über die Abgeltungsteuer. Eine Ausnahme greift, wenn du dich in einem Kalenderjahr mindestens 183 Tage in den USA aufhältst; dann besteuern die USA bestimmte Kapitalgewinne mit 30 Prozent.
2. Auf Dividenden wird einbehalten, und der Satz hängt am Formular
Auf US-Dividenden behalten die USA gesetzlich 30 Prozent Quellensteuer ein. Die Doppelbesteuerungsabkommen mit Deutschland, Österreich und der Schweiz senken diesen Satz für Streubesitzdividenden auf 15 Prozent, und dieser reduzierte Satz wird auf deine heimische Steuer angerechnet. Voraussetzung ist, dass beim Broker ein gültiges Formular W-8BEN vorliegt. Es gilt für das Ausstellungsjahr plus drei Kalenderjahre und muss danach erneuert werden. Läuft es ab, zieht der Broker wieder 30 Prozent ab, und die Differenz holst du dir nur mühsam zurück. Wie die W-8-Formulare funktionieren, erklären wir unter Die W-8-Formulare der IRS verstehen und Wer muss ein W-8-Formular ausfüllen.
3. Der teure blinde Fleck: die US-Erbschaftsteuer
Das ist der Punkt, den fast alle Broker-Vergleiche auslassen. US-Aktien und Anteile an US-Fonds gelten als US-Vermögen. Stirbt ein Anleger ohne US-Bezug, gewährt das US-Recht ihm nur einen Freibetrag von 60.000 Dollar, nicht die 15 Millionen Dollar, die US-Personen 2026 zustehen. Alles darüber unterliegt der US-Erbschaftsteuer mit einem Spitzensatz von 40 Prozent. Deutschland, Österreich und die Schweiz haben mit den USA eigene Erbschaftsteuerabkommen, die diese Lage erheblich entschärfen, aber nur, wenn man sie kennt und in Anspruch nimmt. Wer ein sechsstelliges US-Depot aufbaut, sollte das vorher geklärt haben. Ausführlich dazu: Die US-Erbschaftsteuer für Nicht-US-Bürger.
4. Wash-Sale-Regeln und Meldepflichten
Wer Verluste realisiert und dieselbe Position kurz darauf zurückkauft, läuft in die amerikanische Wash-Sale-Regel. Und wer neben dem Depot ein US-Bankkonto führt, hat je nach Ansässigkeit Meldepflichten. Beides ist billiger zu vermeiden als zu heilen.
Welche Broker für Anleger aus dem deutschsprachigen Raum überhaupt infrage kommen
Statt einer Rangliste die ehrliche Systematik. Für dich sind drei Wege möglich:
- Ein international aufgestellter US-Broker. Interactive Brokers ist hier der Standard: eigene europäische Gesellschaft, deutschsprachige Kontoeröffnung, Zugang zu US-Börsen und sehr niedrige Ordergebühren. Über die Plattform von Interactive Brokers laufen auch mehrere White-Label-Angebote anderer Anbieter.
- Ein europäischer Broker mit US-Marktzugang. Anbieter wie Saxo Bank oder Swissquote bieten Zugang zu NYSE und NASDAQ aus einem europäischen Depot heraus. Die Gebühren liegen höher, dafür ist die Abwicklung im Heimatrecht einfacher.
- Ein rein US-amerikanischer Discount-Broker. Einige nehmen weiterhin Kunden ohne US-Wohnsitz an, andere haben das eingestellt. Ob dein Wohnsitzland akzeptiert wird, steht in der jeweiligen Kontoeröffnungsstrecke und ändert sich ohne Ankündigung.
Prüfe die aktuellen Konditionen immer beim Anbieter selbst, unmittelbar bevor du eröffnest. Frage dabei drei Dinge ab: Wird mein Wohnsitzland angenommen? Wird das W-8BEN elektronisch erfasst und automatisch an Ablauf erinnert? Und gibt es eine Inaktivitäts- oder Depotführungsgebühr?
Welcher Online Broker in den USA ist der richtige für mich?
Abschließend lässt sich sagen, dass es für nicht in den USA ansässige Anleger viele Optionen gibt, wenn es um die Auswahl eines geeigneten US-Brokers oder Depots geht. Welcher Anbieter für dich der richtige ist, hängt weniger von der Ordergebühr ab als davon, ob dein Wohnsitzland angenommen wird, wie sauber das W-8BEN verwaltet wird und wie du die erbschaftsteuerliche Seite deines US-Depots geregelt hast. Es ist wichtig, sich Zeit zu nehmen, um die verschiedenen Angebote zu vergleichen und sicherzustellen, dass man einen Broker findet, der die persönlichen Anlageziele und -strategien am besten unterstützt. Mit der richtigen Wahl eines US-Brokers oder Depots können nicht in den USA ansässige Anleger den Zugang zu einer breiten Palette von Finanzinstrumenten und Investmentmöglichkeiten erhalten und ihr Portfolio diversifizieren.
Selbst mit den besten Online Brokern und Depots kann das Investieren in den US-Markt für nicht in den USA ansässige Anleger eine Herausforderung sein. Auch Steuerfragen sind ein wichtiger Aspekt beim Investieren und können große Auswirkungen auf deine Rendite haben. Daher ist es unerlässlich, eine kompetente und erfahrene Steuerberatung an deiner Seite zu haben.
Unsere Kanzlei verfügt über langjährige Erfahrung und Expertise in der Beratung von internationalen Anlegern in Steuerfragen im Zusammenhang mit US-Investitionen. Kontaktiere uns jetzt, um sicherzustellen, dass du deine Investitionsentscheidungen auf solide steuerliche Grundlagen stellst. Kontaktiere uns jetzt für eine individuelle Beratung und lass uns gemeinsam deine Investitionsziele erreichen. Als Anleger ohne US-Wohnsitz solltest du außerdem die W-8-Formulare des IRS und die US-Erbschaftsteuer für Nicht-US-Bürger auf dem Schirm haben. Geht es dir um die Verwahrung von Vermögen außerhalb des Bankensystems insgesamt, lohnt ein Blick auf unsere Schwesterseite assetprotection.plus. Weitere Beiträge findest du unter Aktuelles.
Hier erfährst du mehr über das W-8-Formular und darüber, wer es ausfüllen muss.
Rechtsstand: 31. August 2026. Diese Seite nennt bewusst keine Gebührensätze, Mindesteinlagen oder Bewertungen einzelner Broker, weil solche Angaben zwischen zwei Aktualisierungen veralten. Maßgeblich sind stets die Preis- und Leistungsverzeichnisse der Anbieter selbst.
Beratung & Umsetzung
Wenn du prüfen möchtest, was das für deine persönliche Situation bedeutet, vereinbare am besten ein Beratungsgespräch.