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Mit der richtigen Strategie findest du schnell qualifiziertes Personal für deine Firmenneugründung

Fakt Nr. 7 zum US-Markteintritt

Dieser Artikel ist Teil unserer Serie rund um den Geschäftseintritt in die USA. In dieser widmen wir uns den wichtigsten Informationen rund um die Expansion von nicht-amerikanischen Unternehmen in die Staaten. Da der Arbeitsmarkt dort in vielerlei Hinsicht anders funktioniert als etwa in Deutschland, gilt es hier einiges zu beachten. 

In diesem Teil soll es um die beste Strategie zur Gewinnung neuer Mitarbeiter in den USA gehen. Wir sehen uns genau an, wie ausländische Unternehmer am besten vorgehen und was es sonst noch zu beachten gilt. 

Recruiting von Mitarbeitern in den USA

Das erste, was man bei der Jobsuche in den USA beachten sollte, sind die Unterschiede des Arbeitsmarktes zu anderen Ländern, bspw. Deutschland. Dies beginnt mit einfachen Aspekten wie, dass man in den USA am ehesten Jobbörsen wie Glassdoor und Indeed benutzt, während LinkedIn auch hier eine der größten Seiten ist. Bei Jobanzeigen in den USA wird in der Regel weniger Wert auf Layout und Fotos gelegt. Dafür sind die Inhalte in den USA oft detaillierter, so wird beispielsweise oft ein exaktes Jahresgehalt inklusive weiterer Boni angegeben. Bei der Stellenbeschreibung solltest du darauf achten, dass du diese möglichst präzise gestaltest und alltägliche Aufgaben umschreibst. 

Bevor du Bewerbungen bekommst, solltest du dich informieren, inwieweit sich Anschreiben und Lebenslauf von deutschen unterscheiden. So sind in den USA Fotos nicht üblich und oftmals fehlen detaillierte persönliche Informationen und jene zur Schulbildung. Stattdessen liegt der Fokus eher auf arbeitsrelevanten Angaben. Dazu gehören oft auch Referenzpersonen. Zögere nicht, mit diesen in Kontakt zu treten und auch direkte Fragen zu stellen. Um allzu allgemeine Antworten zu vermeiden, erkundige dich nach Beispielen und frage nach Einzelheiten. 

Allgemein ist der Jobmarkt aufgrund der kürzeren Kündigungsfristen schneller als in Europa. Stelle also sicher, dass du die Einstellungsphasen entsprechend anpasst.  

Hast du einen Kandidaten gefunden, solltest du in der Kommunikation und im Bewerbergespräch darauf achten, einen genauen Karriereweg aufzuzeichnen. Je besser sich der potenzielle Mitarbeiter langfristig in die Stelle hineindenken kann, desto leichter findest du einen passenden Kandidaten. 

Heutzutage ist es üblich, sich über Suchmaschinen über Bewerber zu informieren. Sollten sich hierbei Eindrücke ergeben, die diesen in einem schlechten Licht erscheinen lassen, bspw. wenn die Person online abwertend über Kollegen oder Vorgesetzte spricht, mach hiervon Screenshots, um die Entscheidungsprozesse gut zu dokumentieren. Sei aber vorsichtig mit negativen Kommentaren Dritter über den Kandidaten. Diese können sehr subjektiv sein und entsprechen nicht immer der Wahrheit. Trenne außerdem bei deiner Beurteilung ganz klar zwischen persönlichen Meinungen und stellenrelevanten Eindrücken. Andersherum wird fast jeder Bewerber versuchen, online Informationen über deine Firma zu bekommen. Sorge (nicht nur) deshalb dafür, dass deine Online-Präsenzen inklusive Social Media repräsentativ und aktuell sind. Dies gilt natürlich insbesondere für Seiten wie LinkedIn oder andere Berufsnetzwerke.

Ein wichtiger Schritt kann auch die Einbeziehung von zukünftigen Teamleitern und Kollegen in die Kandidatensuche sein. Um eine weitere Einschätzung zu haben und einen besseren Eindruck von der zukünftigen Zusammenarbeit zu bekommen, könnten diese bspw. an einem Bewerbergespräch teilnehmen oder vorab Fragen formulieren.  

Je größer die Firma und wichtiger die Position ist, desto näher liegt die Beauftragung eines Headhunters oder einer Agentur. Diese haben mehr Expertise bei der Kandidatensuche und verfügen meist schon über einen Pool an Bewerbern. Normalerweise erfolgt die Bezahlung als Anteil am ersten Jahresgehalt des letztlich eingestellten Mitarbeiters. Die Rate liegt, je nach Anbieter, zwischen 15 und 30 %. Viele Agenturen haben zudem eine sogenannte Replacement Guarantee Period, in der du dich ggf. noch für einen anderen Kandidaten entscheiden kannst. Genaue Dauer und Bedingungen werden mit der Recruiting-Agentur ausgehandelt. Scheue dich übrigens nicht, über diese Replacement Guarantee zu verhandeln. Gleiches gilt für die Höhe des Honorars, was nicht unüblich ist. Ob du selbst suchst oder jemanden beauftragst, ist letztendlich eine Kosten-Nutzen-Kalkulation. Wenn du schätzt, wie viel Zeit du oder deine Mitarbeiter aktiv mit der Suche beschäftigt wären, kannst du die Kosten leicht gegenrechnen. 

Neben den oben genannten Möglichkeiten gibt es auch die Option, auf Jobportalen und in beruflichen Netzwerken aktiv potenzielle Kandidaten oder erfahrene Geschäftspartner direkt anzuschreiben. Nicht selten kommen hierbei Verbindungen zustande, die dir direkt oder vielleicht auch später noch von Nutzen sein können. 

Fazit zum Recruiting in den USA

Wie du siehst, läuft die Mitarbeitersuche in den USA mitunter ein wenig anders ab als in Europa. Mit ein wenig Vorbereitung ist diese aber leichter als meist angenommen und du kannst dir so mit der Zeit eine gewinnbringende US-Präsenz aufbauen. Willst du stattdessen Mitarbeiter aus Deutschland in die Staaten schicken, liest du auf unserer Seite zur Entsendung von Mitarbeitern in die USA weiter; alle Bausteine deiner Expansion findest du im Überblick zum US-Markteintritt.

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