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Ein Name, ein Schiff, ein Hafen. Damit beginnt fast jede Spur über den Atlantik.

Irgendwo auf einer Passagierliste steht dein Nachname: deutsche Vorfahren in Amerika finden

Teil des Leitfadens Die Deutschen & Amerika

Irgendwann stößt fast jede Familie im deutschsprachigen Raum auf jemanden, der gegangen ist. Ein Urgroßonkel, der nach Milwaukee schrieb. Eine Großtante, die in Texas heiratete. Die gute Nachricht: Die Spur über den Atlantik ist oft dokumentiert, auf beiden Seiten. Die schlechte: Ausgerechnet die Listen aus Bremen, dem größten Auswandererhafen, sind für das 19. Jahrhundert fast vollständig verloren. Dieser Leitfaden zeigt dir, welche Quellen es gibt, was davon kostenlos ist und wo du suchst, wenn ein Archiv schweigt.

1Warum so viele Familienspuren in Amerika enden

Zwischen 1815 und 1914 zogen weit mehr als fünf Millionen Deutsche in die Vereinigten Staaten. So beziffert es der Wirtschaftshistoriker Drew Keeling in der Enzyklopädie Immigrant Entrepreneurship des Deutschen Historischen Instituts in Washington. Das Ergebnis lässt sich bis heute zählen: In der American Community Survey 2024 gaben 40.218.028 Menschen in den USA eine deutsche Abstammung an, dazu 861.324 eine schweizerische und 575.672 eine österreichische. Deutsch ist damit die am häufigsten genannte Herkunft im ganzen Land.

Für dich heißt das: Die Wahrscheinlichkeit, dass in deiner Familie jemand ausgewandert ist, ist hoch. Und die Wahrscheinlichkeit, dass irgendwo in Amerika Menschen mit deinem Nachnamen leben, die von derselben Linie abstammen, ebenfalls. Wie die Deutschamerikaner zu einer der größten und zugleich unauffälligsten Gruppen des Landes wurden, erzählt unser Beitrag über die Deutschamerikaner.

Bevor du in Datenbanken einsteigst, lohnt ein Blick auf die Wege. Anfang der 1850er Jahre schifften sich die meisten deutschen Auswanderer noch in Le Havre ein, Bremen kam an zweiter Stelle, Hamburg rang mit Antwerpen und Liverpool um Platz drei. In den frühen 1880er Jahren gingen dagegen schon über 80 Prozent über die beiden großen deutschen Häfen. Wer also einen Vorfahren aus den 1850ern sucht, findet ihn womöglich in französischen oder belgischen Häfen, nicht an der Weser.

2Erst zu Hause suchen: Name, Ort, Jahr

Die wichtigste Information ist nicht das Schiff. Es ist der Herkunftsort. Das Staatsarchiv Bremen rät ausdrücklich, zuerst Dokumente im Einwanderungsland zu sammeln, also Personenstandsurkunden, Einwohnerverzeichnisse und Einwanderungspapiere, und mit dem dort genannten Geburts- oder Herkunftsort dann das zuständige Archiv in Deutschland anzuschreiben. Denn viele fuhren zwar über Bremen, stammten aber aus Hessen, Westfalen oder Württemberg.

In der Schweiz ist der Schlüssel der Heimatort. Das Schweizerische Bundesarchiv verweist Familienforschende in erster Linie an die Archive des Heimatorts oder des Heimatkantons; Personendossiers im Bundesarchiv sind die Ausnahme, besonders für alle, die vor 1910 ausgewandert sind. Für die Jahre 1910 bis 1953 gibt es dort immerhin die Auswandererkartei des eidgenössischen Auswanderungsamts mit Namen, Geburtsdaten, Heimatorten sowie Abreise- und Zielhäfen.

In Österreich führt der Weg meist über die Pfarrbücher. Viele davon sind über das Portal Matricula digital einsehbar, das Kirchenbücher staaten- und konfessionsübergreifend zugänglich macht.

2.1Rechne mit anderen Schreibweisen

Die Deutsche Auswanderer-Datenbank in Bremerhaven warnt vor Anglisierungen wie „Muller“ statt Müller und vor abweichenden Notierungen wie „Petzold“ statt Pätzold oder „Cramer“ statt Kramer. Such also nach Varianten, lass den Vornamen weg, wenn du den Rufnamen nicht kennst, und gib das Auswanderungsjahr nur ein, wenn du dir ganz sicher bist.

Und wenn in der Familie erzählt wird, der Name sei auf Ellis Island „geändert“ worden: Die USCIS hält solche Geschichten für meist erfunden. Passagierlisten entstanden nicht auf Ellis Island, sondern im Abfahrtshafen, oft schon beim Ticketkauf nahe der Heimat. Die Inspektoren auf der Insel arbeiteten mit dieser fertigen Liste und durften Namen nur auf Wunsch oder bei nachgewiesenem Fehler ändern. Zwischen etwa 1892 und 1924 war ein Drittel von ihnen selbst im Ausland geboren, und im Schnitt sprachen sie drei Sprachen. Geändert haben sich die Namen meist später, durch die Familien selbst. Wie das heute geht, steht in unserem Beitrag zur Namensänderung in den USA.

3Bremen und Bremerhaven: die Listen, die es nicht mehr gibt

Bremen war früh dran. Die „Verordnung wegen der Auswanderer mit hiesigen oder fremden Schiffen“ vom 1. Oktober 1832 war das erste staatliche Gesetz in Deutschland zum Schutz der Auswanderer und schrieb Passagierlisten vor. 1851 gründete die Handelskammer das „Nachweisungsbureau für Auswanderer“, bei dem die Kapitäne ihre Listen abgeben mussten.

Dann kam die Bürokratie mit dem Aktenvernichter. 1875 erklärte sich die Bremer Behörde für das Auswanderungswesen einverstanden, alle Listen bis auf die der letzten drei Jahre zu vernichten, aus Raummangel im Archiv. So wurde bis 1907 verfahren. Die Namenslisten der Polizeidirektion ab 1898 und die Listen des Nachweisungsbüros ab Oktober 1905 fielen einem Bombenangriff im Zweiten Weltkrieg zum Opfer. Mehr als 7,2 Millionen Menschen schifften sich in Bremerhaven ein. Für die meisten von ihnen gibt es auf Bremer Seite keine Liste mehr.

Was überlebt hat, hat eine Reise hinter sich. Im Archiv der Handelskammer Bremen liegen 3.017 von ursprünglich mehr als 4.500 Passagierlisten der Jahre 1920 bis 1939. Sie wurden 1942 zum Schutz in ein Salzbergwerk in Bernburg an der Saale ausgelagert, gerieten nach dem Krieg in sowjetischen Besitz, lagen in Moskauer Archiven und kamen erst 1987 und 1990 zurück. Seit einer Vereinbarung vom Juli 1999 haben engagierte Familienforscher, die „Aus-Wanderer-Mäuse“, sie erfasst. Listen von 1907/08 und 1913/14, die 1941 für statistische Auswertungen nach Stuttgart gegangen waren, kamen 2007 aus dem Bundesarchiv Koblenz an das Staatsarchiv Bremen zurück und sind ebenfalls erfasst.

Alles zusammen ist auf passagierlisten.de durchsuchbar: 738.102 Passagiere, recherchierbar nach Familienname, Schiff, Abfahrtstag, Zielhafen und Heimatort. Kopien der Originale von 1920 bis 1939, etwa für einen Staatsangehörigkeitsantrag, gibt es nur über die Handelskammer.

3.1Die Passregister als Ersatz

Für das 19. Jahrhundert hilft ein Umweg. Wer in Bremen einen Pass für die Ausreise brauchte, steht unter Umständen in den Passregistern der Bremer Polizeidirektion. Erhalten sind sie für 1862 bis 1905 und 1910 bis 1921, für Bremen-Vegesack von Dezember 1924 bis September 1936. Auch sie sind über passagierlisten.de suchbar, mit einem Link zum Scan des Registerbands.

Wo die Spur deiner Vorfahren liegt
QuelleZeitraumWas du findestZugang
Bremer Passagierlisten (Handelskammer und Staatsarchiv Bremen)1832–1939, erhalten fast nur 1907/08, 1913/14 und 1920–1939Datenbank mit 738.102 Passagieren, suchbar nach Name, Schiff, Abfahrtstag, Zielhafen und Heimatortpassagierlisten.de, kostenlos
Bremer Passregister (Staatsarchiv Bremen)1862–1905, 1910–1921, Vegesack Dezember 1924 bis September 1936Ersatz für die verlorenen Listen des 19. Jahrhundertsüber passagierlisten.de mit Link zum Scan
Hamburger Auswandererlisten (Staatsarchiv Hamburg)1850–1934, 555 BändeKnapp sechs Millionen Einträge mit Name, Herkunftsort und ZielAncestry (kostenpflichtig), FamilySearch, BallinStadt, Staatsarchiv
Deutsche Auswanderer-Datenbank (Historisches Museum Bremerhaven)1820–1897, 1904, 1907 (teilweise)Namen aus den US-Einwanderungslisten und deutschen HafenquellenOnline-Recherche, Auftragsrecherche gegen Gebühr
US-Ankunftslisten (National Archives)etwa 1820 bis Dezember 1982, mit LückenGeburtsort, Beruf, letzter Wohnort, Verwandte in den USA, mitgeführtes GeldFamilySearch kostenlos, Ancestry und Fold3 im Abo, im Lesesaal frei
US-Volkszählung (Census)alle zehn Jahre seit 1790, öffentlich bis 1950Haushalt, Geburtsland, Einwanderungsjahr je nach Jahrgang1950 kostenlos bei den National Archives
Schweizer Auswandererkartei (Bundesarchiv)1910–1953Name, Geburtsdatum, Heimatort, Abreise- und Zielhafendigital in den Lesesälen in Bern

Quellen: passagierlisten.de (Bremer Passagierlisten); Staatsarchiv Bremen, Leitfaden zu den Auswanderungsquellen (Stand 27.02.2026); hamburg.de, Link to your Roots; Deutsche Auswanderer-Datenbank; National Archives, Passenger Arrival Records und 1950 Census; Schweizerisches Bundesarchiv, Auswandererland Schweiz. Gelesen am 24. Oktober 2026.

4Hamburg: fast sechs Millionen Einträge

Hamburg hat mehr Glück gehabt. Im Staatsarchiv Hamburg lagern 555 Bände mit den Listen der Passagiere, die zwischen 1850 und 1934 über den Hamburger Hafen ausgewandert sind, jeweils mit Name, Herkunftsort und Ziel. Im Projekt „Link to your Roots“ wurden sie gescannt und von Hand in eine Datenbank mit knapp sechs Millionen Einträgen übertragen.

Recherchieren kannst du im Auswanderermuseum BallinStadt, im Staatsarchiv und online beim Projektpartner Ancestry, dort kostenpflichtig. Das Staatsarchiv Bremen nennt als zweiten Weg FamilySearch. Hamburg ist auch für Österreicher wichtig: Zwischen 1899 und 1914 kam fast die Hälfte der europäischen Auswanderer in die USA aus Russland und Österreich-Ungarn, und der weitaus größte Teil von ihnen reiste durch Deutschland zu den Atlantikhäfen. Rund 60 Prozent dieser Durchreisenden gingen in Bremen oder Hamburg an Bord.

Wer die Orte selbst sehen will, an denen diese Listen entstanden sind, findet beide Museen in unserem Beitrag über das Deutsche Auswandererhaus und die Erinnerungsorte.

5Die amerikanische Seite: Ankunftslisten, Census und die großen Indizes

Weil die Bremer Listen fehlen, empfiehlt das Staatsarchiv Bremen selbst den Blick nach Washington. Die National Archives verwahren Ankunftslisten für Schiffe aus ausländischen Häfen von etwa 1820 bis Dezember 1982, mit Lücken, geordnet nach Ankunftshafen. Vor dem 1. Januar 1820 mussten Kapitäne keine Liste vorlegen; Ausnahmen sind New Orleans für 1813 bis 1819 und Philadelphia für 1800 bis 1819.

Je nach Jahrgang steht in den Listen erstaunlich viel: Nationalität und Geburtsort, Alter, Größe, Augen- und Haarfarbe, Beruf, letzter Wohnort, Name und Adresse der Verwandten, zu denen jemand reiste, sogar das mitgeführte Geld. Unterlagen, die jünger als 75 Jahre sind, gibt es nur über einen Antrag nach dem Freedom of Information Act.

5.1Was kostenlos ist

FamilySearch ist kostenlos. Ancestry und Fold3 sind Abodienste, erlauben aber freie Suchen in Teilen der Indizes, und in allen Lesesälen der National Archives ist der Zugang frei. Die Deutsche Auswanderer-Datenbank am Historischen Museum Bremerhaven bündelt Namen aus den Washingtoner Einwanderungslisten mit Hamburger Listen und Quellen aus Brake, Emden, Cuxhaven und Bremen; sie deckt die Jahre 1820 bis 1897, 1904 und Teile von 1907 ab. Für ganze Familien rät die Datenbank selbst zur kostenpflichtigen Auftragsrecherche. Die vielbändige Edition „Germans to America“ von Ira A. Glazier und P. William Filby mit Passagieren in US-Häfen von 1850 bis 1897 ist über einen Index erschlossen, auch auf FamilySearch.

5.2Der Census als Familienfoto

Die US-Volkszählung findet seit 1790 alle zehn Jahre statt. Ihre Bögen sind 72 Jahre gesperrt. Am 1. April 2022 gaben die National Archives den Census von 1950 frei, kostenlos und durchsuchbar. Wer seinen Auswanderer gefunden hat, kann ihn so Jahrzehnt für Jahrzehnt begleiten: Haushalt, Kinder, Beruf, Nachbarn. Und weil Nachbarn oft aus derselben Gegend kamen, lohnt auch ein Blick auf die Zeilen darüber und darunter.

6USCIS: Einbürgerungen und Ausländerregister

Die US-Einwanderungsbehörde betreibt ein eigenes Genealogy Program, gegen Gebühr und nur für Unterlagen verstorbener Einwanderer. Es öffnet fünf Aktenserien: die persönlichen Ausländerakten (A-Files) seit dem 1. April 1944, rund 5,5 Millionen Ausländer-Meldebögen (AR-2) aller Ausländer ab 14 Jahren aus der Zeit vom 1. August 1940 bis 31. März 1944, die Einbürgerungsakten (C-Files), die Registry Files für Einwanderer, die vor dem 1. Juli 1924 ankamen und für die später kein Ankunftsbeleg zu finden war, sowie die Visa Files nach dem Einwanderungsgesetz von 1924.

Die AR-2-Bögen sind für Familien mit deutschen oder österreichischen Wurzeln besonders interessant, weil 1940 jeder Ausländer ab 14 Jahren erfasst wurde, auch die Großmutter, die nie eingebürgert wurde. Der Einstieg ist eine Index-Suche mit Form G-1041; Kopien gefundener Akten bestellst du mit Form G-1041A. Beide kosten nach der Gebührentabelle G-1055 online 30 Dollar, auf Papier 80 Dollar.

Ein Hinweis für Ungeduldige: Eingebürgert haben in den USA seit 1790 die Gerichte. Erst der Basic Naturalization Act von 1906 schrieb einheitliche Formulare vor und verpflichtete die neue Bundesbehörde, ab dem 27. September 1906 Kopien aller Einbürgerungsakten zu sammeln. Wurde dein Vorfahr vorher eingebürgert, liegt die Akte nur beim Gericht, das sie aussprach, und nicht bei der USCIS.

USCIS Genealogy Program: Akten und Gebühren
AktenserieWas sie enthältZeitraum
A-FilesPersönliche Ausländerakten, in denen alle Einwanderungsunterlagen zusammenlaufenseit 1. April 1944
Alien Registration Forms (AR-2)Rund 5,5 Millionen Meldebögen aller Ausländer ab 14 Jahren1. August 1940 bis 31. März 1944
C-FilesKopien der Einbürgerungsunterlagen aller Gerichte, Citizenship-Urkunden27. September 1906 bis 31. März 1956
Registry FilesNachträglich angelegte Ankunftsnachweise für Einwanderer ohne auffindbaren AnkunftsbelegEinreise vor 1. Juli 1924
Visa FilesOriginale Ankunftsunterlagen von Einwanderern mit Daueraufenthaltnach dem Immigration Act von 1924
GebührOnlinePapier
Form G-1041, Index Search$30$80
Form G-1041A, Records Request$30$80

Quellen: USCIS, Genealogy (Historical Record Series); USCIS Form G-1055 Fee Schedule, Edition 10/16/26; USCIS, Certificate Files, September 27, 1906 to March 31, 1956. Gelesen am 24. Oktober 2026.

7Texas: wo die Spur im Hill Country weitergeht

Für Familien mit Texas-Bezug lohnt ein eigener Blick. Die Auswanderung nach Texas lief oft in Gruppen. Das Texas State Historical Association Handbook beschreibt das Muster als Kettenwanderung: Briefe der ersten Siedler zogen Nachbarn nach, und ganze Gemeinden siedelten wieder nebeneinander. Das hannoversche Dorf Gadenstedt schickte zwischen 1844 und 1847 mindestens 73 Menschen nach Texas; aus dem Dillkreis in Nassau, der Heimat von John O. Meusebach, beteiligten sich rund vierunddreißig Dörfer an der Auswanderung.

Der Adelsverein brachte zwischen 1844 und 1847 mehr als 7.000 Deutsche nach Texas und gründete New Braunfels und Fredericksburg. Gelandet wurde an einem Strandabschnitt der Matagorda Bay, den Prinz Carl zu Solms-Braunfels 1844 auswählte und der kurz „Karlshafen“ hieß. Daraus wurde der Hafen Indianola, über den die meisten europäischen Einwanderer nach Westtexas kamen, bis die Hurrikane von 1875 und 1886 die Stadt zerstörten. Nach dem Bürgerkrieg landeten die Schiffe wieder in Galveston: Von 1865 bis in die frühen 1890er Jahre kamen mehr Deutsche nach Texas als in den dreißig Jahren davor, wahrscheinlich rund 40.000.

Wenn du weißt, aus welchem Dorf deine Vorfahren stammten, lohnt also auch die Frage, wer aus demselben Dorf mitfuhr. Oft findet man die Nachbarn im selben County wieder. Die Geschichte dahinter erzählen unsere Beiträge zu den Deutschen in Texas und zu Fredericksburg.

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8Das neueste Kapitel deiner Familiengeschichte

Wer einmal die Liste mit dem eigenen Nachnamen vor sich hatte, versteht etwas, das in keiner Datenbank steht: Menschen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz bauen seit Jahrhunderten in Amerika. Höfe, Brauereien, Zeitungen, Firmen. Unsere Mandanten sind das neueste Kapitel dieser Geschichte, nur mit besseren Formularen als 1832 und meistens mit einem Flugticket statt einer Koje im Zwischendeck.

Wenn aus der Familienforschung ein eigener Plan wird, beginnt er heute mit der Frage nach dem richtigen Visum und nicht mit einem Platz auf einer Passagierliste. Und wer sehen will, wo die Texas-Deutschen ihre Spuren hinterlassen haben, lernt das Land auf der Investoren-Erlebnisreise Texas von innen kennen. Mehr zur ganzen Geschichte findest du im Überblick Die Deutschen und Amerika.

Zusammengefasst
  • Die Bremer Passagierlisten des 19. Jahrhunderts sind fast vollständig verloren; erhalten sind vor allem 1907/08, 1913/14 und 1920 bis 1939, kostenlos durchsuchbar auf passagierlisten.de.
  • Die Hamburger Listen von 1850 bis 1934 sind mit knapp sechs Millionen Einträgen weitgehend erhalten.
  • Auf der amerikanischen Seite liegen Ankunftslisten ab etwa 1820, Census-Bögen bis 1950 und die Einbürgerungs- und Ausländerakten der USCIS.
  • Ohne Herkunftsort kommt man selten weit: In der Schweiz führt der Weg über den Heimatort, in Deutschland und Österreich über das Archiv oder die Kirchenbücher vor Ort.
  • Texas hat eigene Spuren, von der Landestelle Karlshafen bei Indianola bis zu den Dörfern, aus denen ganze Gruppen gemeinsam aufbrachen.

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Sebastian Sauerborn
Sebastian Sauerborn
Gründer der Kanzlei Mount Bonnell, Austin, Texas
10 Minuten Lesezeit · Stand: Oktober 2026

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