In Texas liegen Weimar, New Ulm und Muenster näher beieinander als ihre Namensvettern zu Hause.
Deutsche Orte in Texas: 21 Städte und Dörfer von Industry bis Muenster, mit Karte, Gründungsjahr und einem Weimar ohne Goethe
Teil des Leitfadens Die Deutschen & Amerika
Wer in Texas auf der Interstate 10 von San Antonio nach Houston fährt, kommt durch Schulenburg und Weimar, nicht weit von New Ulm und Industry. Westlich von Austin und nördlich von San Antonio liegen Fredericksburg, Boerne und Comfort, dazwischen New Braunfels. Dieser Leitfaden zeigt sie auf einer Karte und in einer Tabelle: 21 Städte und Dörfer, wann sie entstanden, wer sie gründete und wie viele Menschen dort heute leben.
Die Geschichte hinter den Orten, vom Briefschreiber Friedrich Ernst bis zum Adelsverein, erzählt der Leitfaden Deutsche in Texas. Hier geht es um die Landkarte: wo die deutschen Orte liegen, was jeden einzelnen besonders macht und wie deutsch die Counties heute noch sind. Alle Gründungsdaten stammen aus dem Handbook of Texas der Texas State Historical Association, alle Einwohnerzahlen vom U.S. Census Bureau.
1Die Karte: wo der German Belt liegt
Die deutschen Siedlungen in Texas liegen nicht zufällig verstreut. Der Historiker Terry G. Jordan beschreibt im Handbook of Texas einen breiten, zerklüfteten Gürtel quer durch das südliche Zentraltexas: von Galveston und Houston im Osten bis Kerrville, Mason und Hondo im Westen, von der feuchten Küstenebene bis ins halbtrockene Hill Country. In diesem German Belt lagen die meisten deutschen Siedlungen des Staates, auf dem Land wie in der Stadt.
Die Karte zeigt links ganz Texas und rechts vergrößert den Kern des Gürtels zwischen Mason im Nordwesten und Industry im Osten. Zwei Ausreißer liegen weit außerhalb: Muenster im Norden an der Grenze zu Oklahoma und Stanton, das frühere Marienfeld, im Westen auf den High Plains. Wer genauer hinsieht, erkennt zwei Achsen. Die eine folgt dem alten Weg der Siedler von der Küste über New Braunfels nach Fredericksburg und weiter nach Nordwesten; das Handbook beschreibt einen deutschen Korridor von rund 100 Meilen von New Braunfels und San Antonio bis Mason. Die andere liegt östlich von Austin rund um die ersten Siedlungen am Mill Creek.
Karte: eigene Darstellung. Umriss von Texas aus dem Census Bureau, Cartographic Boundary File cb_2024_us_state_20m; Lage der Orte aus dem Census Bureau, Gazetteer Files 2024 (Places, Texas). Orte ohne eigenen Census-Eintrag (etwa Cat Spring, Castell, Luckenbach, Serbin) sind nicht eingezeichnet. Gelesen am 24. Oktober 2026.
2Die ersten Dörfer: Industry, Cat Spring, Frelsburg, Shelby und New Ulm
Die ältesten deutschen Orte in Texas liegen nicht im Hill Country, sondern im hügeligen Bauernland zwischen Brazos und Colorado River, in Austin, Colorado und Fayette County. Hier erhielt Friedrich Ernst aus Oldenburg 1831 sein Land. 1838 legte er darauf die Ortschaft Industry an, die das Handbook als erste dauerhafte deutsche Siedlung in Texas führt. Heute zählt Industry 298 Einwohner.
Ganz in der Nähe gründeten 1834 Familien aus Oldenburg und Westfalen Cat Spring. Den Namen verdankt der Ort einem Puma, den ein Sohn der Familie von Roeder an einer Quelle erlegte. 1856 entstand hier die älteste Landwirtschaftsgesellschaft von Texas. Ihre Mitglieder hatten auch zu anderen Fragen eine klare Meinung: Bei einer Abstimmung 1911 über ein Alkoholverbot im County stimmte Cat Spring nach Angaben des Texas German Dialect Project mit 238 zu 0 dagegen, und die Landwirtschaftsgesellschaft trug die Prohibition anschließend symbolisch zu Grabe.
Frelsburg in Colorado County gründeten um 1837 die Brüder William und John Frels, die 1834 auf dem Schiff „Congress“ gekommen waren; die Siedler stammten aus Holstein und Oldenburg. 1870 wählte der Staat Frelsburg als Standort einer Hermann-Universität. Das Gebäude wurde fertig, doch es fanden sich nicht genug Unterstützer, um die Schule zu betreiben; das Haus ging an den örtlichen Schulbezirk. Shelby entstand Anfang der 1840er Jahre um eine Mühle von Otto von Röder und hieß zunächst Rödersmühl. Die Bewohner waren so gebildet, dass der Ort eine Zeit lang als Lateinische Siedlung galt; 1852 gründeten sie einen Gesangverein.
New Ulm hieß zuerst Duff's Settlement. Ab 1845 zogen deutschsprachige Siedler aus Industry, Shelby und der Nassau-Farm des Adelsvereins dorthin, 1852 bekam der Ort den Namen der Stadt in Württemberg, aus der viele stammten. In den 1850er Jahren hatte New Ulm sechs Läden, fünf Schmieden, drei Brauereien und eine Zigarrenfabrik, dazu einen Turnverein und einen Schützenverein in hellgrünen Uniformen. Round Top in Fayette County wurde zuerst von Engländern besiedelt; Deutsche kamen ab Anfang der 1840er Jahre und bauten 1867 eine Steinkirche mit einer Orgel aus heimischem Zedernholz. Round Top gilt als eine der kleinsten Gemeinden in Texas mit eigenem Stadtrecht: 95 Einwohner.
3Die Städte des Adelsvereins: New Braunfels, Fredericksburg und Castell
New Braunfels ist die erfolgreichste Gründung der deutschen Einwanderung nach Texas. Am 21. März 1845 erreichte der erste Wagenzug des Adelsvereins die Comal Springs, benannt wurde der Ort nach dem Stammsitz von Prinz Carl zu Solms-Braunfels an der Lahn. 1850 soll New Braunfels nach Angaben des Handbook die viertgrößte Stadt in Texas gewesen sein. Die „Neu Braunfelser Zeitung“ erschien von 1852 bis 1957 auf Deutsch. Seit 1961 feiert die Stadt jeden November das Wurstfest. Heute wächst New Braunfels rasant: Für April 2020 setzt das Census Bureau 90.394 Einwohner an, zum 1. Juli 2025 schätzt es 122.492. Mehr zum Boom steht im Beitrag New Braunfels: eine Stadt boomt.
Fredericksburg, 1846 von John O. Meusebach gegründet, ist mit 11.893 Einwohnern deutlich kleiner und das bekannteste Aushängeschild des deutschen Texas. Seit dem ersten Osterfest 1847 brennen am Samstag vor Ostern auf bis zu 22 Hügeln rund um die Stadt die Osterfeuer, nach dem Handbook die einzige erhaltene Tradition dieser Art im Hill Country. Was die Stadt sonst ausmacht, von der Vereinskirche bis zu den Sonntagshäusern, steht im Leitfaden Fredericksburg, Texas.
1847 gründete der Adelsverein am Llano fünf weitere Siedlungen: Bettina, Castell, Leiningen, Meerholz und Schoenburg. Nur Castell hat überlebt, im Jahr 2000 mit 72 Einwohnern, überwiegend Nachfahren der ersten Siedler. Die übrigen vier sind von der Landkarte verschwunden. Bettina war eine Kommune von Freidenkern, benannt nach der Schriftstellerin Bettina von Arnim, und hielt weniger als ein Jahr.
3.1Luckenbach und Gruene: zwei Dörfer, die der Tourismus rettete
Luckenbach bei Fredericksburg wurde in den späten 1840er und frühen 1850er Jahren von deutschen Bauern besiedelt, darunter die Brüder Jacob und August Luckenbach. 1971 kaufte der Schauspieler und Kolumnist Hondo Crouch das ganze Dorf, erklärte es zu einem „freien Staat des Geistes“ und machte es berühmt; 1977 wurde ein Countrysong über Luckenbach landesweit zum Hit. Das Handbook führt 25 Einwohner, das Schild am Ortseingang nannte drei. Die meisten Wegweiser nach Luckenbach, so das Handbook, wurden als Souvenirs gestohlen.
Gruene, einst drei Meilen nördlich von New Braunfels, besiedelten deutsche Baumwollfarmer in den 1850er Jahren; 1872 kaufte die Familie Gruene 6.000 Acres, 1878 eröffnete Henry D. Gruene einen Laden. Nach Baumwollkäfer und Weltwirtschaftskrise war Gruene um 1950 eine Geisterstadt. Seit den 1970er Jahren ist der Ort restauriert, die Tanzhalle gilt als älteste noch betriebene in Texas, und Gruene gehört heute zum Stadtgebiet von New Braunfels.
4Freidenker und Lateiner: Sisterdale, Comfort und Boerne
Nördlich von San Antonio, im Tal des Guadalupe, siedelten die politischsten Deutschen. Sisterdale gründete 1847 Nicolaus Zink, der zuvor New Braunfels vermessen hatte. In den folgenden zwei Jahren kamen Flüchtlinge der gescheiterten Revolution von 1848 dazu, unter ihnen Ernst Kapp, der Anführer der kleinen Farmergemeinschaft, und ein Schwager von Karl Marx. Sisterdale wurde eine der berühmten Lateinischen Siedlungen und ein Zentrum der deutschen Gegner der Sklaverei. 1990 lebten dort noch 60 Menschen. Wer die Forty-Eighters waren, erzählt der Leitfaden Die Forty-Eighters.
Comfort entstand 1852 aus einer Gruppe Deutscher aus New Braunfels und wurde 1854 von Ernst Hermann Altgelt angelegt. Freimaurer, Freidenker und Liberale aus Bettina und Sisterdale organisierten den Ort genossenschaftlich und lehnten eine förmliche Gemeindeverwaltung ab. Eine Schule gab es kurz nach der Gründung, eine Kirche erst 1892. Im Bürgerkrieg war Comfort ein Zentrum der Unionstreue; das Denkmal „Treue der Union“ erinnert an die Toten des Gefechts am Nueces 1862. In den 1940er und 1950er Jahren regierte hier Adolf Stieler als „Angoraziegen-König der Welt“, als das Hill Country ein internationales Zentrum für Wolle und Mohair war.
Boerne begann 1849 als Tusculum, ein Lager von Siedlern aus Bettina, benannt nach Ciceros Landsitz. 1852 erhielt der Ort den Namen des Schriftstellers Ludwig Börne. Der Gesangverein bestand von 1860 bis 1977, der Schützenverein von 1864 war 1990 noch aktiv, und seit 1967 feiert Boerne jedes Jahr sein Berges Fest. Mit 24.047 Einwohnern ist Boerne heute eine wachsende Kleinstadt im Pendlerbereich von San Antonio.
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5Elsässer, Wenden und Westfalen: Castroville, Serbin, Stanton und Muenster
Nicht jeder deutschsprachige Ort in Texas ist deutsch im heutigen Sinn. Castroville westlich von San Antonio gründete 1844 der Franzose Henri Castro mit katholischen Bauern aus dem Elsass. Der Ort heißt bis heute „Little Alsace“, seine Häuser mit steilen Dächern und ohne breite Veranden wirkten schon auf Besucher der 1850er Jahre „untexanisch“. Heute leben dort 3.444 Menschen.
Serbin in Lee County gründeten Wenden, also Sorben aus der Lausitz. Über 500 von ihnen kamen 1854 unter Pastor Johann Kilian nach Texas, 1855 kauften sie Land, 1860 bekam die Siedlung ihren Namen, der „wendisches Land“ bedeutet. Die St.-Pauls-Gemeinde in Serbin war die erste Gemeinde der lutherischen Missouri-Synode in Texas.
Die beiden entferntesten Orte entstanden spät. 1881 gründeten Deutsche auf den High Plains in Westtexas die Kolonie Marienfeld, das spätere Stanton, eine der ersten landwirtschaftlichen Siedlungen der Region. Ihre Weinberge vernichtete die Dürre. Muenster in Nordtexas, benannt nach der Hauptstadt Westfalens, gründeten 1889 die Brüder Flusche mit katholischen Familien aus Iowa und Kansas. Der Ort hat 1.742 Einwohner und feiert jedes Frühjahr ein Germanfest.
| Ort | County | Gründung | Wer kam | Einwohner |
|---|---|---|---|---|
| Industry | Austin | 1831 Land, 1838 Ortsplan | Friedrich Ernst und Nachzügler aus Oldenburg, Westfalen, Holstein | 298 |
| Cat Spring | Austin | 1834 | Familien aus Oldenburg und Westfalen | 76 (2000) |
| Frelsburg | Colorado | um 1837 | Brüder Frels; Siedler aus Holstein und Oldenburg | keine Schätzung |
| Shelby | Austin | Anfang der 1840er | Mitglieder des Adelsvereins um Otto von Röder | keine Schätzung |
| Round Top | Fayette | Deutsche ab Anfang der 1840er | Deutsche nach englischen Erstsiedlern | 95 |
| New Ulm | Austin | Zuzug ab 1845, Name 1852 | Siedler vor allem aus Württemberg | 650 (1990) |
| Castroville | Medina | 1844 | Elsässer unter Henri Castro | 3.444 |
| New Braunfels | Comal, Guadalupe | 1845 | Adelsverein unter Prinz Carl zu Solms-Braunfels | 122.492 |
| Fredericksburg | Gillespie | 1846 | Adelsverein unter John O. Meusebach | 11.893 |
| Castell | Llano | 1847 | Adelsverein | 72 (2000) |
| Sisterdale | Kendall | 1847 | Nicolaus Zink und Forty-Eighters | 60 (1990) |
| Boerne | Kendall | 1849 als Tusculum, 1852 Boerne | Freidenker aus Bettina | 24.047 |
| Luckenbach | Gillespie | späte 1840er und frühe 1850er | deutsche Bauern, darunter die Brüder Luckenbach | 25 (2010) |
| Comfort | Kendall | 1852 besiedelt, 1854 angelegt | Freidenker, Freimaurer, Liberale aus Bettina und Sisterdale | 2.358 (2000) |
| Gruene | Comal | 1850er, Name nach 1878 | deutsche Baumwollfarmer, Familie Gruene | Teil von New Braunfels |
| Serbin | Lee | 1855 | Wenden aus der Lausitz unter Pastor Johann Kilian | keine Schätzung |
| Pflugerville | Travis | Familie Pfluger 1849, Ort nach 1865 | Familie Pfluger und Nachbarn | 68.316 |
| Weimar | Colorado | 1873 | Bahnstadt, Name nach Weimar in Thüringen | 2.197 |
| Schulenburg | Fayette | 1873 | deutsche, österreichische und tschechische Siedler | 2.837 |
| Stanton (Marienfeld) | Martin | 1881 | deutsche Kolonie Marienfeld | 2.694 |
| Muenster | Cooke | 1889 | katholische Deutsche aus Iowa und Kansas, Brüder Flusche | 1.742 |
Gründung und Herkunft: TSHA, Handbook of Texas Online, Einträge der jeweiligen Orte und „Germans“. Einwohner ohne Jahresangabe: U.S. Census Bureau, City and Town Population Estimates, Vintage 2025 (Stand 1. Juli 2025, Datei sub-est2025_48). Für Orte ohne eigene Census-Schätzung steht die letzte Zahl aus dem Handbook mit Jahr. Gelesen am 24. Oktober 2026.
6Bahnstädte mit deutschem Namen: Weimar, Schulenburg und Pflugerville
Nach dem Bürgerkrieg entstanden entlang der Eisenbahn neue Orte, und manche bekamen deutsche Namen. Weimar in Colorado County hieß zuerst Jackson, nach einem Landbesitzer aus Georgia. Den heutigen Namen wählten die Einwohner; nach einer frühen Aufzeichnung hatte Thomas W. Peirce, der den Verkauf der Grundstücke genehmigte, das Weimar in Thüringen besucht und war beeindruckt. Weimar in Texas verdankt seinen Namen also nicht Goethe, sondern den Reiseerinnerungen eines Eisenbahnunternehmers. Heute zählt es 2.197 Einwohner.
Schulenburg, ebenfalls 1873 an der Bahnlinie gegründet, ist nach Louis Schulenburg benannt, der Land für die Bahn stiftete. Die Gegend besiedelten deutsche, österreichische und tschechische Siedler; zu den Landstiftern gehörte der Forty-Eighter John Christian Baumgarten. Eine der frühen Zeitungen des Ortes hieß „Texas Volksfreund“. Schulenburg hat 2.837 Einwohner. Wie Österreicher nach Amerika kamen, steht im Leitfaden Österreicher in Amerika.
Pflugerville nördlich von Austin trägt den Namen von Henry Pfluger, der 1849 mit seiner Familie aus Deutschland kam. Ein Ort entstand erst nach dem Bürgerkrieg, mit Schule ab 1872 und lutherischer Kirche ab 1875. In den 1980er Jahren war Pflugerville die am schnellsten wachsende Gemeinde in Texas; heute schätzt das Census Bureau 68.316 Einwohner. Vom Dorf mit deutschem Namen ist ein Vorort der Hauptstadt geworden.
7Wie deutsch diese Counties heute noch sind
1870 war die Bevölkerung von Gillespie County nach Terry G. Jordan zu 86 Prozent deutsch, Comal County zu 79 Prozent, Kendall County zu 62 und Mason County zu 56 Prozent. So deutsch ist heute kein County mehr. Im American Community Survey 2020–2024 gibt in Gillespie County noch fast jeder Dritte deutsche Abstammung an, in Comal County, wo New Braunfels so schnell wächst, knapp jeder Fünfte. Im Durchschnitt von Texas sind es 8,3 Prozent.
Die höchsten Anteile finden sich nicht in den großen Städten, sondern in ländlichen Counties: Mason, Fayette mit Round Top und Schulenburg, Lavaca, DeWitt und Washington. Die Tabelle zeigt beide Zeitpunkte nebeneinander. Die Zahlen messen Verschiedenes: 1870 zählte, wer deutsch war, heute zählt, wer eine deutsche Abstammung nennt, oft neben anderen. Der Trend ist trotzdem klar. Das deutsche Texas hat sich verdünnt, aber nicht aufgelöst.
| County | 1870: Anteil Deutsche | 2020–2024: Anteil mit deutscher Abstammung |
|---|---|---|
| Mason | 56 % | 39,7 % |
| Fayette | keine Angabe | 30,5 % |
| Gillespie (Fredericksburg) | 86 % | 30,2 % |
| Lavaca | keine Angabe | 28,8 % |
| DeWitt | keine Angabe | 25,8 % |
| Washington | keine Angabe | 25,1 % |
| Kendall (Boerne, Comfort) | 62 % | 19,0 % |
| Austin (Industry, Cat Spring) | keine Angabe | 18,9 % |
| Comal (New Braunfels) | 79 % | 18,6 % |
| Travis (Austin) | keine Angabe | 11,5 % |
| Bexar (San Antonio) | keine Angabe | 7,9 % |
| Harris (Houston) | keine Angabe | 5,7 % |
| Texas insgesamt | keine Angabe | 8,3 % |
1870: TSHA, Handbook of Texas Online, Eintrag „Hill Country“ (Terry G. Jordan), Anteil Deutscher an der Bevölkerung. 2020–2024: U.S. Census Bureau, American Community Survey, 5-Jahres-Schätzung 2020–2024, Tabelle B04006 (People Reporting Ancestry), eigene Berechnung: Personen mit Angabe „German“ geteilt durch Gesamtbevölkerung. Mehrfachnennungen sind möglich; bei kleinen Counties ist die Fehlermarge groß. Die beiden Spalten messen Verschiedenes und sind nicht direkt vergleichbar. Gelesen am 24. Oktober 2026.
8Hinfahren, bevor du dich festlegst
Zwischen New Braunfels und Fredericksburg liegen rund 60 Meilen, und dazwischen ein Hügelland mit Eichen, Flüssen und kleinen Städten, deren Namen Besuchern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vertraut vorkommen. Die Siedler von damals kamen mit dem Wagenzug, wer heute kommt, kommt mit Visum, Firma und Familie. Unsere Mandanten schreiben das jüngste Kapitel dieser Geschichte.
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- Die deutschen Orte in Texas liegen fast alle im German Belt, einem Gürtel quer durch Zentraltexas vom Hill Country bis an den Colorado River und das Küstenland.
- Die ältesten Siedlungen wie Industry und Cat Spring entstanden in den 1830ern, die bekanntesten Städte New Braunfels und Fredericksburg 1845 und 1846 durch den Adelsverein.
- Zur deutschen Siedlungsgeschichte gehören auch elsässische, wendische, schweizerische und österreichische Spuren, etwa in Castroville, Serbin und Schulenburg.
- New Braunfels ist mit rund 122.500 Einwohnern die größte Stadt deutschen Ursprungs in Texas, Round Top und Luckenbach zählen nur einige Dutzend.
- In Gillespie County waren 1870 laut Handbook 86 Prozent der Bevölkerung deutsch; heute nennt dort fast jeder Dritte deutsche Abstammung.
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