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Kanzlei Mount Bonnell

Der Shop ist in einer Stunde für Amerika freigeschaltet. Die Sales Tax, der Zoll und das Konto brauchen etwas länger.

Shopify für US-Kunden: Sales Tax nach Bundesstaat, Zoll ab dem ersten Dollar und die Frage, wer in Amerika eigentlich verkauft

Teil des Leitfadens Erfolgreich in die USA expandieren

Ein Shop auf einer Plattform wie Shopify ist schnell für amerikanische Kunden freigeschaltet: Versandzone USA anlegen, Preise in Dollar, fertig. Was danach kommt, ist der Teil, der Händler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz überrascht. In den USA gibt es keine bundesweite Umsatzsteuer, sondern eine Sales Tax je Bundesstaat. Die zollfreie Einfuhr kleiner Sendungen bis 800 Dollar, auf der viele Versandmodelle aufgebaut waren, ist ausgesetzt. Und wer Zahlungen in Dollar auf ein US-Konto haben möchte, braucht ein amerikanisches Konto, oft auch eine amerikanische Gesellschaft.

15 MIN
27. September 2023
US Sales Tax: Das musst du wissen, wenn du Produkte in den USA verkaufst

Dieser Leitfaden ordnet die Pflichten eines eigenen Onlineshops für US-Kunden: wer rechtlich verkauft, wann die Sales Tax greift, was der Zoll verlangt, wann eine US-Gesellschaft sinnvoll wird, wie Zahlungen und Auszahlungen laufen und was für Lieferfristen und Retouren gilt. Für den Verkauf über Marktplätze gelten teils andere Regeln; die erklärt der Leitfaden Marketplace-Verkäufer und Sales Tax, und für Amazon im Besonderen Amazon USA: verkaufen aus Deutschland.

1Wer in deinem Shop eigentlich verkauft

Auf einem Marktplatz übernimmt oft der Betreiber die Sales Tax. Texas etwa verlangt von einem Verkäufer, der nur über einen Marktplatz verkauft, dessen Betreiber die Steuer nachweislich für ihn einzieht und erklärt, keine eigene Genehmigung; die Unterlagen über diese Verkäufe muss er trotzdem mindestens vier Jahre aufbewahren. Im eigenen Shop ist das anders. Dort bist du der Verkäufer, gegenüber dem Kunden und gegenüber dem Bundesstaat. Die Plattform stellt die Technik.

Shopify beschreibt das in seinem Help Center selbst. Die Plattform hilft, die Sales Tax automatisch zu berechnen; sie führt die Steuer aber nicht ab und reicht keine Erklärungen ein, es sei denn, du nutzt Shopify Tax mit automatischer Abgabe. Ob du in einem Bundesstaat Steuer verlangen musst, zu bestimmen, ist nach den Worten von Shopify deine Verantwortung. Eine Ausnahme gilt für den Verkaufskanal Shop: Bei Bestellungen über ihn zieht der Kanal die Steuer nach den Angaben von Shopify selbst ein und führt sie ab, unabhängig von deinen eigenen Registrierungen.

Daraus folgt die erste Grundregel: Für die Bestellungen in deinem Shop trägst du die Sales Tax, nicht die Plattform. Das gilt für eine GmbH, die direkt aus Europa verkauft, ebenso wie für eine US-Tochter, die den Shop betreibt.

2Sales Tax: Nexus je Bundesstaat

Die Sales Tax ist eine Steuer der Bundesstaaten, oft ergänzt um Steuern von Countys und Städten. Pflichtig wird ein Verkäufer in einem Bundesstaat, wenn er dort Nexus hat. Lange setzte das eine physische Präsenz voraus. Seit der Entscheidung des Supreme Court in South Dakota v. Wayfair von 2018 dürfen Bundesstaaten die Pflicht auch Verkäufern ohne physische Präsenz auferlegen, wenn sie dort eine wirtschaftliche Präsenz haben; so fasst es der Comptroller von Texas zusammen. Die Staaten haben dafür Umsatzschwellen eingeführt; Kalifornien nennt Verkäufer außerhalb der USA ausdrücklich, und auch Shopify weist darauf hin, dass die Regeln für Händler innerhalb und außerhalb der USA gelten.

Die Schwellen unterscheiden sich. In Texas muss sich ein Verkäufer ohne Präsenz registrieren, wenn er in den vorangegangenen zwölf Kalendermonaten 500.000 Dollar Umsatz in Texas erzielt hat, steuerpflichtige und steuerfreie Verkäufe zusammengerechnet, und zwar spätestens ab dem ersten Tag des vierten Monats nach dem Überschreiten. Kalifornien verlangt die Registrierung bei Verkäufen von mehr als 500.000 Dollar im laufenden oder vorangegangenen Kalenderjahr, Florida ab 100.000 Dollar steuerpflichtiger Fernverkäufe im vorangegangenen Kalenderjahr. Die Tabelle fasst die drei Staaten zusammen; alle Staaten zeigt der Leitfaden Nexus und Sales Tax nach Bundesstaat.

Zwei Fallen gibt es dabei. Erstens zählen Verkäufe über Marktplätze nach dem Recht mancher Staaten bei der Schwelle mit, auch wenn der Marktplatz die Steuer abführt; Shopify berücksichtigt sie in seiner Anzeige der Steuerpflicht dort, wo das Recht des Staates es verlangt. Zweitens kann Ware in einem Lager physischen Nexus begründen. Shopify weist darauf hin, dass Fulfillment-Center als physische Präsenz zählen können und du dann in den Staaten steuerpflichtig sein kannst, in denen dein Logistikdienstleister lagert. Wie die Sales Tax im Einzelnen funktioniert, erklärt der Leitfaden Die Sales Tax in den USA.

Schwellen für Verkäufer ohne Präsenz in drei Bundesstaaten
BundesstaatSchwelleZeitraum
Texas500.000 Dollar Umsatz in Texas, steuerpflichtige und steuerfreie Verkäufe zusammenvorangegangene zwölf Kalendermonate; Registrierung spätestens ab dem ersten Tag des vierten Monats nach Überschreiten
Kalifornien500.000 Dollar Verkäufe nach Kalifornienlaufendes oder vorangegangenes Kalenderjahr
Florida100.000 Dollar steuerpflichtige Fernverkäufevorangegangenes Kalenderjahr

Quelle: Texas Comptroller of Public Accounts, Remote Sellers; California Department of Tax and Fee Administration, Wayfair-Seite zu AB 147; Florida Statutes § 212.0596 (Fassung 2025). Gelesen am 24. Oktober 2026.

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Registrierung und Erklärungen in den Bundesstaaten, in denen du Nexus hast.

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3Zoll: keine Freigrenze mehr für kleine Sendungen

Lange durften kleine Sendungen bis zu einer Freigrenze, zuletzt 800 Dollar je Person und Tag, zollfrei in die USA. Die Grundlage, 19 U.S.C. 1321(a)(2)(C), erlaubt eine solche Freigrenze, schreibt sie aber nicht vor; nach § 1321(b) darf die Regierung Waren davon ausnehmen. Davon hat sie Gebrauch gemacht. Executive Order 14324 setzte die zollfreie De-minimis-Behandlung am 30. Juli 2025 für die meisten Einfuhren aus allen Ländern aus. Nachdem der Supreme Court am 20. Februar 2026 entschieden hatte, dass das Notstandsgesetz IEEPA keine Zölle erlaubt, hielt Executive Order 14388 vom selben Tag die Aussetzung aufrecht. Die Zollbehörde CBP hat sie dann in ihren eigenen Vorschriften verankert: seit dem 24. Juni 2026 auf unbestimmte Zeit für alle Wege außer der Post, seit dem 24. Juli 2026 auch für Postsendungen, mit einem neuen Verfahren der informellen Zollanmeldung.

Was das für deinen Shop bedeutet, beschreibt die CBP in ihren Fragen und Antworten zum E-Commerce. Die Aussetzung gilt für Waren aller Länder und aller Arten im Wert von 800 Dollar oder weniger, auf allen Wegen. Jede Sendung braucht eine formelle oder informelle Zollanmeldung; informell geht es in der Regel bis 2.500 Dollar, darüber ist die formelle Anmeldung Pflicht. Unverändert begünstigt bleiben echte Geschenke und das persönliche Gepäck von Reisenden. Ein Geschenk ist dabei nur, was ohne Gegenleistung verschenkt wird, nicht eine Zugabe zu einem Kauf.

Für dein Versandmodell heißt das: Zoll und Abgaben fallen ab dem ersten Dollar an, und jemand muss die Anmeldung abgeben und die Abgaben zahlen. Lieferst du verzollt, trägst du sie und rechnest sie in den Preis ein. Lieferst du unverzollt, zahlt dein Kunde bei Zustellung, und mit ihm wächst das Risiko, dass er die Annahme verweigert. Welche Zollsätze für deine Waren gelten und wie die Anmeldung läuft, steht im Leitfaden Export in die USA: Zölle, Ursprung, Zollabwicklung. Die Einordnung für Händler beschreibt außerdem der Beitrag De-minimis-Ende und E-Commerce-Strategie. Alle Daten in diesem Abschnitt hat die Redaktion am 24. Oktober 2026 im Federal Register und bei der CBP geprüft.

Die De-minimis-Freigrenze von 800 Dollar: die Schritte bis Oktober 2026
DatumSchritt
30. Juli 2025Executive Order 14324 setzt die zollfreie De-minimis-Behandlung für die meisten Einfuhren aus allen Ländern aus.
20. Februar 2026Der Supreme Court entscheidet, dass der International Emergency Economic Powers Act keine Zölle erlaubt. Am selben Tag beendet Executive Order 14389 die darauf gestützten Zusatzzölle; Executive Order 14388 hält die Aussetzung der De-minimis-Regel aufrecht.
24. Juni 2026Die CBP setzt die Freigrenze in ihren eigenen Vorschriften auf unbestimmte Zeit aus, sofort für alle Wege außer der Post (91 FR 37789).
24. Juli 2026Für Postsendungen gilt die Aussetzung mit einem neuen Verfahren der informellen Zollanmeldung (91 FR 37801).
22. Oktober 2026Die CBP verlängert Übergangsfristen für bestimmte Postsendungen (91 FR 66638); die Aussetzung selbst bleibt.

Quelle: Federal Register 91 FR 37789 und 91 FR 37801 vom 24. Juni 2026, 91 FR 9433 vom 25. Februar 2026, 91 FR 66638 vom 22. Oktober 2026; CBP, E-Commerce Frequently Asked Questions. Stand geprüft am 24. Oktober 2026.

4Aus Europa verkaufen oder mit einer US-Gesellschaft

Für die Bundessteuer auf den Gewinn ist der Direktverkauf aus Europa einfach. Nach Artikel 7 der Doppelbesteuerungsabkommen mit Deutschland, Österreich und der Schweiz darf die USA den Gewinn eines Unternehmens aus diesen Ländern nur besteuern, wenn es in den USA eine Betriebsstätte hat. Ein Lager, das nur der Lagerung und Auslieferung eigener Ware dient, ist nach Artikel 5 Absatz 4 keine Betriebsstätte. Die Sales Tax ist davon unberührt, denn die Abkommen erfassen auf US-Seite nur die Bundeseinkommensteuern, und für die Sales Tax kann dasselbe Lager physischen Nexus begründen.

Eine US-Gesellschaft wird trotzdem oft sinnvoll, und zwar aus praktischen Gründen. Sie kann als Importeur auftreten, die Ware verzollt einführen und aus einem US-Lager verschicken, sodass deine Kunden keine Zollrechnung an der Haustür bekommen. Sie hat eine eigene EIN, ein US-Konto und eine eigene Bonität. Sie trennt Haftung, Verträge und Rücksendungen des US-Geschäfts von der Firma zu Hause. Und sie macht deinen Shop für amerikanische Kunden zu einem amerikanischen Shop, mit amerikanischer Adresse für Rückfragen und Retouren.

Dann kommen allerdings Pflichten der US-Gesellschaft hinzu: Bundessteuererklärung, Form 5472 für eine Gesellschaft in ausländischem Besitz und gegebenenfalls Steuern des Bundesstaats, in dem sie tätig ist. Welche Form passt und wie die Verbindung zur Firma zu Hause aussieht, zeigt der Leitfaden Niederlassung oder Tochtergesellschaft; die Pflichten des Importeurs bei Produktsicherheit beschreibt der Leitfaden Produkthaftung und Produktzulassung in den USA.

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Die US-Corporation (Inc) für Wachstum, Investoren und Visum.

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5Zahlungen und Auszahlungen

Shopify Payments, der eingebaute Zahlungsdienst der Plattform, steht nach dem Help Center Unternehmen in einer Liste unterstützter Länder offen, darunter Deutschland, Österreich, die Schweiz und die USA. Ausschlaggebend ist der Sitz deines Unternehmens. Wer nicht in einem dieser Länder sitzt oder in einer ausgeschlossenen Branche arbeitet, muss einen externen Zahlungsanbieter einbinden. Eine GmbH kann Shopify Payments also über ihren Sitz zu Hause nutzen; welche Zahlungsarten und Auszahlungswege dabei zur Verfügung stehen, beschreibt Shopify auf der Seite des jeweiligen Landes.

Für Shopify Payments in den USA nennt Shopify eigene Bedingungen. Auszahlungen gehen auf ein Shopify-Balance-Konto oder auf ein volles Girokonto bei einer Bank in den USA in Dollar, das Überweisungen im ACH-Verfahren annimmt. Nicht unterstützt werden Sparkonten, Konten nur für Auslandsüberweisungen, Konten mit mehreren Währungen und Geldtransferdienste, die ein Bankkonto nachahmen. Wer eine EIN hat, meldet sich als Unternehmen an; wer nur eine Sozialversicherungs- oder ITIN-Nummer hat, als Einzelperson. Die Bezeichnung auf der Kartenabrechnung deiner Kunden muss zwischen 2 und 19 Zeichen lang sein und deinen Shop- oder Firmennamen oder die Adresse des Shops enthalten.

Ein US-Geschäftskonto für deine Gesellschaft, etwa bei Mercury, ist damit oft der zweite Schritt nach der Gründung und der EIN. Wie die Eröffnung bei Mercury abläuft, beschreibt der Leitfaden Mercury für deine US-LLC. Ob ein bestimmtes Konto die Bedingungen von Shopify erfüllt, prüfst du vor der Verknüpfung; Shopify selbst rät zu einem vollen Girokonto bei einer Bank, weil Auszahlungen auf virtuelle Konten häufiger scheitern können.

6Lieferfristen und Retouren

Für den Versandhandel gibt es in den USA eine Bundesregel, die viele Händler aus Europa nicht kennen: die Mail, Internet, or Telephone Order Merchandise Rule der Federal Trade Commission. Nach 16 CFR 435.2 darfst du eine Bestellung nur annehmen, wenn du begründet erwarten kannst, innerhalb der im Shop klar angegebenen Frist zu versenden, oder, wenn du keine Frist angibst, innerhalb von 30 Tagen nach Eingang der vollständigen Bestellung. Kannst du die Frist nicht halten, musst du dem Kunden nach 16 CFR 435.2(b) von dir aus anbieten, der Verzögerung zuzustimmen oder die Bestellung gegen umgehende Erstattung zu stornieren, spätestens bis zum Ablauf der ursprünglichen Frist. Wer aus Europa mit Zollabfertigung verschickt, sollte die Lieferzeit deshalb ehrlich angeben.

Ein allgemeines Widerrufsrecht für Onlinekäufe wie in der EU kennt das Bundesrecht nicht. Die Widerrufsregel der FTC in 16 CFR Teil 429 gilt für Verkäufe an der Haustür und an vorübergehenden Verkaufsorten, bei denen der Verkäufer den Kunden persönlich anspricht, nicht für den Onlineshop. Wie lange und unter welchen Bedingungen deine Kunden zurückgeben dürfen, legst du deshalb in deinen eigenen Bedingungen fest, und an diese Bedingungen bist du dann gebunden.

Rücksendungen nach Europa haben eine Zollseite. Wer Waren in die USA eingeführt und verzollt hat, kann nach 19 U.S.C. 1313(c) einen Teil der gezahlten Zölle zurückbekommen, wenn Kunden die Ware zurückgeben und sie innerhalb von fünf Jahren nach der Einfuhr unter Aufsicht der Zollbehörde wieder ausgeführt oder vernichtet wird. Das lohnt sich vor allem bei größeren Mengen. Eine Rücksendeadresse in den USA erspart deinen Kunden den teuren Weg über den Atlantik, kann aber, wenn dort Ware gelagert wird, wiederum Nexus für die Sales Tax begründen.

7Produkte, Marke und Etiketten

Ein Onlineshop ändert nichts an den Pflichten für die Ware selbst. Jede Ware ausländischen Ursprungs muss nach 19 U.S.C. 1304 den englischen Namen ihres Ursprungslands tragen. Für Verbraucherprodukte mit Sicherheitsregeln der CPSC muss der Importeur Zertifikate ausstellen und bei der Einfuhr elektronisch einreichen. Funkgeräte brauchen vor jeder Vermarktung eine Genehmigung der FCC, und die Vorschrift nennt dabei ausdrücklich Angebote im Onlinehandel. Diese Pflichten erklärt der Leitfaden Produkthaftung und Produktzulassung in den USA.

Auch der Name deines Shops verdient Aufmerksamkeit, bevor du in den USA wirbst. Eine Marke, die in Deutschland, Österreich oder der Schweiz eingetragen ist, schützt dich in den USA nicht. Wie du sie beim US-Markenamt anmeldest und warum dabei die Benutzung in den USA zählt, zeigt der Leitfaden Marke in den USA anmelden.

Schließlich lohnt ein Blick auf die Preise. Welche Sales Tax anfällt, hängt nach den Angaben von Shopify in vielen Staaten vom Ort des Kunden ab, in manchen auch vom Ort deiner Niederlassung oder deines Lagers, und dort, wo du keinen Nexus hast, wird keine Steuer berechnet. Ein europäischer Bruttopreis mit eingerechneter Umsatzsteuer passt zu dieser Logik nicht; für den US-Shop kalkulierst du Nettopreise.

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8Checkliste für den Start

  • In welchen Bundesstaaten hast du Nexus, durch ein Lager, durch Mitarbeiter oder durch Umsatz über der Schwelle, und wo musst du dich registrieren?
  • Rechnet dein Shop die Sales Tax nur in den Staaten ab, in denen du registriert bist, und wer reicht die Erklärungen ein?
  • Lieferst du verzollt oder unverzollt, und wer gibt für jede Sendung die Zollanmeldung ab?
  • Verkaufst du direkt aus Europa, oder führt eine US-Gesellschaft ein, lagert und verschickt?
  • Hast du für Auszahlungen in Dollar ein volles US-Girokonto, das die Bedingungen deines Zahlungsdienstes erfüllt?
  • Steht im Shop eine ehrliche Lieferfrist, und sind deine Rückgabebedingungen klar formuliert?
  • Tragen alle Produkte die Ursprungsangabe, und hast du die Zertifikate und Genehmigungen, die deine Produkte brauchen?

Den Rahmen für alle Schritte gibt der Überblick Erfolgreich in die USA expandieren. Wer zusätzlich über Marktplätze verkauft, findet die Regeln für Marktplatzverkäufer im Leitfaden Marketplace-Verkäufer und Sales Tax, wer ohne eigenes Lager über Lieferanten verschickt, im Leitfaden Dropshipping in den USA.

Zusammengefasst
  • Im eigenen Shop bist du der Verkäufer: Shopify hilft beim Berechnen der Sales Tax, registriert dich aber nicht und führt die Steuer nur mit Shopify Tax und automatischer Abgabe für dich ab.
  • Die Pflicht zur Sales Tax entsteht je Bundesstaat durch Präsenz, auch durch Ware in einem Lager, oder durch Umsatz über der Schwelle, in Texas und Kalifornien 500.000 Dollar, in Florida 100.000 Dollar.
  • Die zollfreie Einfuhr bis 800 Dollar ist für alle Länder ausgesetzt, seit dem 24. Juni 2026 auch in den Vorschriften der CBP; jede Sendung braucht eine Zollanmeldung, Zoll fällt ab dem ersten Dollar an.
  • Für Auszahlungen in den USA verlangt Shopify Payments ein volles US-Girokonto in Dollar mit ACH; Spar-, Mehrwährungs- und Geldtransferkonten gehen nicht.
  • Ohne angegebene Lieferzeit musst du nach der FTC innerhalb von 30 Tagen versenden; Rückgaberechte bestimmst du in deinen eigenen Bedingungen.

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Sebastian Sauerborn
Sebastian Sauerborn
Gründer der Kanzlei Mount Bonnell, Austin, Texas
10 Minuten Lesezeit · Stand: Oktober 2026

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