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Finanzministerium: Die reichsten Amerikaner vermeiden 163 Milliarden Dollar an Steuerzahlungen

Das reichste Prozent der Amerikaner ist für 28 Prozent der zu zahlenden, aber nicht eingezogenen Steuern verantwortlich. Die Demokraten diskutieren über neue Wege in der Besteuerung.

Das Finanzministerium behauptet, die wohlhabendsten ein Prozent der Amerikaner würden jährlich 163 Milliarden Dollar an Steuern nicht zahlen, während die ärmsten 50 Prozent der Bevölkerung lediglich 36 Milliarden Dollar zu wenig zahlen.

Nach Schätzungen des Finanzministeriums entfallen 28 Prozent aller geschuldeten, aber nicht eingezogenen Einkommenssteuern auf das oberste ein Prozent der Einkommensbezieher. Um dieser Gruppe anzugehören muss das Jahreseinkommen 758.000 Dollar oder mehr betragen.

Natasha Sarin, stellvertretende Sekretärin des Finanzministeriums für Wirtschaftspolitik, stellte diese Behauptung in einem Blogbeitrag auf. In diesem macht sie sich für die Vorschläge von Präsident Joe Biden zur Ausweitung des Budgets und der Durchsetzungsbefugnisse der IRS stark.

IRS ist überfordert

Aktuell sei die IRS laut Sarin nicht in der Lage 15 Prozent der geschuldeten Steuern einzutreiben. Sie sprach sich für eine zusätzliche Finanzierung der IRS in Höhe von 80 Milliarden Dollar über ein Jahrzehnt sowie für Befugnisse für neue Initiativen zur Einhaltung der Vorschriften aus.

Die Wirtschaftswissenschaftlerin der Biden-Administration behauptete, diese Änderungen würden zusätzliche Steuereinnahmen in Höhe von 780 Milliarden Dollar generieren, die andernfalls in den nächsten zehn Jahren nicht eingezogen werden könnten. Sie schrieb des Weiteren, die Einnahmen würden auf höchst progressive Art und Weise erhoben, da sich die Steuerlücke stärker auf die oberen Einkommensschichten konzentrieren würde.

Unter Berufung auf akademische Schätzungen nicht gezahlter Steuern sagte Sarin, die Differenz zwischen geschuldeten und eingezogenen Steuern belaufe sich auf rund 600 Milliarden Dollar jährlich, was etwa sieben Billionen Dollar an entgangenen Steuereinnahmen im nächsten Jahrzehnt bedeute.

Demokraten diskutieren über Besteuerung

Der Blogeintrag erscheint zu einem Zeitpunkt, an dem die Demokraten darüber diskutieren, ob und wie sie die reichsten Amerikaner mit höheren Steuern belasten sollen. Ein ProPublica-Bericht vom Juni, der sich auf Steuerunterlagen stützte, die von einem anonymen Informanten zur Verfügung gestellt wurden, untermauerte die von einigen Demokraten vorgebrachte Forderung nach einer Vermögenssteuer.

In dem ProPublica-Bericht wurde behauptet, einige der reichsten Amerikaner würden Einkommenssteuern nur auf ihre Bareinnahmen zahlen. Daher sollte es laut Bericht beispielsweise eine Möglichkeit geben, den steigenden Wert von Aktien zu besteuern, bevor sie verkauft werden. Sarin hat sich öffentlich gegen eine Vermögenssteuer ausgesprochen, da sie zu umständlich zu erheben und zu verwalten wäre und wahrscheinlich nicht die Steuereinnahmen generieren würde, die ihre Befürworter fordern.

IRS Haushalt steigt

Stattdessen haben sowohl Sarin als auch der IRS-Beauftragte Charles Rettig dafür plädiert, gegen Steuervermeider vorzugehen, um die Steuereinnahmen bei den reichsten Amerikanern zu erhöhen. Rettig erklärte im Juni vor dem Kongress, die Behörde sei angesichts immer ausgeklügelterer Steuervermeidungsmethoden überfordert. Aufgrund jahrelanger Haushaltskürzungen stehen ihr, für die Durchsetzung der Steuerpflicht, etwa 17.000 Mitarbeiter weniger zur Verfügung als noch vor zehn Jahren.

Neue Einnahmequellen wie der Handel mit Kryptowährungen würden der Besteuerung entgehen, ebenso wie steigende Einkünfte aus dem Ausland und auch der Missbrauch von Unternehmenseinkünften, die als persönliche Einkünfte deklariert werden. Rettig fordert daher vom Kongress eine konsistente, angemessene und mehrjährige Finanzierung bereitzustellen.

Der Haushaltsantrag von Präsident Joe Biden für das Haushaltsjahr 2022 beträgt 13,2 Milliarden Dollar und würde den IRS-Haushalt um etwa 1,3 Milliarden Dollar oder 10,4 Prozent gegenüber dem derzeitigen Stand aufstocken.

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