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November-Arbeitsmarktbericht sendet gemischte Signale

Zwar wurden deutlich weniger neue Stellen geschaffen als erwartet, trotzdem stieg die Anzahl der Beschäftigten um über ein Millionen Menschen.

Die amerikanischen Arbeitgeber melden für den November einen unerwartet niedrigen Stellenaufbau, saisonbereinigt wurden 210.000 neue Stellen geschaffen. Eine Umfrage unter amerikanischen Arbeitnehmern ergab jedoch einen sprunghaften Anstieg der Zahl der Neueinstellungen. Während des gesamten Herbstes wurde die wirtschaftliche Entwicklung durch widersprüchliche Signale gekennzeichnet. Das Verbrauchervertrauen ist auf einem Tiefpunkt angelangt, trotzdem befinden sich die Amerikaner weiterhin im Kaufrausch. Die Inflation ist so hoch wie seit Jahrzehnten nicht mehr, die Preise sind im Vergleich zum Vorjahr um über sechs Prozent gestiegen, doch die Anleger lassen sich davon nicht beunruhigen.

Zwei Umfragen, zwei Ergebnisse

Der rätselhafte Bericht des Arbeitsministeriums basiert auf zwei Umfragen. Eine wurde unter den Haushalten und die andere unter den Arbeitgebern durchgeführt. Die Umfrage bei den Arbeitgebern ergab für die Neueinstellungen den schwächsten Wert des Jahres. Ökonomen hatten mit einem Zuwachs von mehr als 500.000 Stellen gerechnet. Weitaus positiver gestaltete sich die Haushaltsbefragung, aus der hervorging, dass die Gesamtzahl der Beschäftigten saisonbereinigt um mehr als 1,1 Millionen gestiegen ist. Die Arbeitslosenquote sank von 4,6 Prozent auf 4,2 Prozent. Gleichzeitig befindet sich die Kündigungsrate auf einem Rekordhoch, was auf die Zuversicht der Arbeitnehmer schließen lässt, eine bessere Beschäftigung zu finden.

Diane Swonk, Chefvolkswirtin der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Grant Thornton, geht so weit und spricht davon vielleicht noch nie zwei so konträre Umfrageergebnisse gesehen zu haben. Die allgemeine Erwerbsquote, die den Anteil der Amerikaner misst, die entweder einen Arbeitsplatz haben oder einen suchen, stieg um 0,2 Prozentpunkte auf 61,8 Prozent und erreichte damit den höchsten Stand seit dem Ausbruch der Pandemie.

Der Wirtschaft fehlen rund vier Millionen Arbeitsplätze im Vergleich zum Stand vor der Pandemie. Arbeitsmarktanalysten sehen weiterhin viel Spielraum für ein Beschäftigungswachstum, da zahlreiche Menschen noch in den Arbeitsmarkt zurückkehren müssen und weil sich die Unternehmen insgesamt in einer soliden finanziellen Lage befinden. Dadurch könnten sie sowohl das Angebot als auch die Zahl ihrer Beschäftigten erhöhen. Die Schlüsselfrage lautet: Wie werden Unternehmen die Arbeitsplätze verbessern, um die Menschen dazu zu bewegen, wieder in den Arbeitsmarkt zurück zu kehren.

Neuer Fokus auf Preisstabilisierung?

Die wichtigsten Aktienindizes haben in diesem Jahr einen beeindruckenden Wertanstieg verzeichnet. Die Anleiherenditen, die in einem inflationären Umfeld tendenziell steigen, befinden sich nach wie vor auf einem Rekordtief, was darauf hindeutet, dass die Anleger die Inflation nicht als längerfristige Bedrohung für die Wirtschaft oder die Finanzstabilität ansehen.

In den letzten Tagen wurde der Vorsitzende der Federal Reserve, Jerome Powell, trotzdem von verschiedenen politischen Lagern unter Druck gesetzt, sich stärker auf die Bekämpfung des Preisanstiegs zu konzentrieren. Fed-Beamte sehen weiterhin pandemische Fehlentwicklungen als Ursache für den Preisanstieg, welcher daher nur temporär sei. Powell signalisierte allerdings Bereitschaft für eine Abkehr von der Wiederbelebung der Wirtschaft und für eine Politik hin zur Begrenzung der Preise. Er sieht die Zeit gekommen, um über eine Reduzierung der Anleihekäufe nachzudenken.

Uneinigkeit herrscht bei den Ökonomen über die möglichen Auswirkungen einer Coronavirus-Welle in den Wintermonaten. Einige sind der Auffassung, die Wirtschaft würde abkühlen und die Inflation sinken, andere sagen, eine neue Welle könnte die Preise weiter in die Höhe treiben, weil sie die Logistik der Lieferketten erschweren würde.

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