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Wirtschaftswachstum sinkt auf zwei Prozent

Das Ergebnis des dritten Quartals ist schlechter als erwartet. Ursachen sind der Lieferkettenstau und das zwischenzeitliche Hoch von Corona-Delta-Fällen.

Die US-Wirtschaft wuchs im dritten Quartal mit einer Rate von zwei Prozent und damit so langsam wie seit dem zweiten Quartal 2020 nicht mehr. Probleme in der Lieferkette und eine deutliche Verlangsamung der Verbraucherausgaben bremsten das Wachstum, wie das Handelsministerium am Donnerstag mitteilte. Von Dow Jones befragte Ökonomen hatten zuletzt mit einem Wirtschaftswachstum von 2,8 Prozent gerechnet.

Paul Ashworth, leitender US-Ökonom bei Capital Economics, ordnet das Ergebnis als große Enttäuschung ein, da die Erwartungshaltung für das Wachstum im Juli zwischen 3,5 und sieben Prozent lag. Aufgrund der Rückgänge der Corona-Delta-Fallzahlen erwartet er einen Aufschwung im vierten Quartal.

Verbraucherausgaben mit geringem Wachstum

Die Verbraucherausgaben, die über zwei Drittel der US-Wirtschaft ausmachen, stiegen im jüngsten Zeitraum nur um 1,6 Prozent, nachdem sie im zweiten Quartal um zwölf Prozent zugelegt hatten.

Die Ausgaben für Waren gingen um 9,2 Prozent zurück, was auf einen Einbruch der Ausgaben für langlebige Güter, wie Haushaltsgeräte und Autos, zurückzuführen ist. Dieser betrug 26,2 Prozent. Die Ausgaben für Dienstleistungen stiegen um 7,9 Prozent, was einen Rückgang gegenüber dem Anstieg von 11,5 Prozent im zweiten Quartal bedeutet.

Die Abschwächung erfolgte vor dem Hintergrund eines Rückgangs des verfügbaren persönlichen Einkommens um 0,7 Prozent. Im zweiten Quartal sind die staatlichen Konjunkturprogramme um 25,7 Prozent gesunken. Die Ausgaben der Bundesregierung sanken um 4,7 Prozent. Die persönliche Sparquote sank von 10,5 auf 8,9 Prozent.

Lieferkettenstau bremst den Aufschwung

In der Zeit von Juli bis September kam es zu einem erheblichen Stau der nationalen Versorgungskette, was wiederum die Erholung dämpfte, die im April 2020 nach der kürzesten, aber steilsten Rezession in der Geschichte der USA eingesetzt hatte. Arbeitskräftemangel und die steigende Nachfrage nach Gütern im Vergleich zu Dienstleistungen trugen zu dem Engpass bei, der sich voraussichtlich erst nach der Urlaubssaison lösen wird.

Vielfach haben Unternehmen auf die Probleme mit den Lieferketten hingewiesen. Viele beobachteten eine höhere Preisbereitschaft bei den Kunden, was dazu beigetragen, die Inflation anzuheizen, die sich ihrem 30-Jahres-Hoch nähert. Wirtschaftsexperten und die Entscheidungsträger der Federal Reserve erwarten, dass die Inflation im nächsten Jahr abkühlt. Die Daten vom Donnerstag stützen diese Annahme, da das Tempo der Steigerung bereits abnimmt.

Positiver Blick nach vorn

In einem separaten Wirtschaftsbericht wurden für die am 23. Oktober beendete Woche 281.000 Anträge auf Arbeitslosenunterstützung gemeldet, was einen neuen Tiefstand in der Pandemiezeit und ein besseres Ergebnis als die Prognose bedeutet. Die Zahl der fortbestehenden Anträge sank um 237.000 auf 2,24 Millionen und die Zahl der Leistungsempfänger aus allen Programmen fiel um beinahe eine halbe Million Menschen auf 2,83 Millionen.

Trotz der Schwäche im dritten Quartal erwarten die Ökonomen, dass sich die USA im vierten Quartal erholen und das Wachstum bis ins Jahr 2022 fortsetzen werden. Ein weiterer wichtiger Faktor für die aktuellen Zahlen war der sommerliche Anstieg der Covid-Delta-Variante, eine Situation, die sich in weiten Teilen des Landes beruhigt hat. Die Verbrauchertätigkeit scheint sich belebt zu haben und könnte zu einem Wachstumsschub im Spätjahr führen.

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