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Wiederinbetriebnahme der Offshore-Ölförderung steht bevor

Der Betrieb von fünf stillgelegten Raffinerien könnte zeitnah wieder aufgenommen werden. Die Bewohner von Baton Rouge und New Orleans können sich über die Rückkehr von Strom freuen.

Die Energieunternehmen an der US-Golfküste erhielten am Samstag Auftrieb durch die Wiedereröffnung von Häfen und die Wiederinbetriebnahme von Ölraffinerien, die durch den Hurrikan Ida geschlossen wurden. Nach dem Ida am 5. September die Küste erreichte, raste der Tropensturm auf den Nordosten der USA zu und verursachte tödliche Überschwemmungen.

Royal Dutch Shell Plc, der größte Produzent an der US-Golfküste, prüft noch immer die Schäden an seiner Offshore-Plattform West Delta-143, die in Betrieb täglich etwa 200.000 Barrel Öl und Gas aus drei Offshore-Ölfeldern fördert. Die Arbeiten an einem Ersatz-Hubschrauberlandeplatz, der für die Überführung zur Küste benötigt wird, gehen weiter. Die Schäden an der ursprünglichen Anlage verhinderten eine Rückkehr der Offshore-Arbeiter zu den Plattformen. Die anderen großen Ölproduzenten sind von beschädigten Hubschrauberlandeplätzen ebenfalls betroffen.

Auch die Ölverarbeitungsanlage von Shell in Norco, Louisiana blieb durch den Sturm außer Betrieb. Die Raffinerie wurde beschädigt. Ihr Zustand sowie der der Chemiefabrik in Geismar (Louisiana) werden weiter geprüft, teilte das Unternehmen mit.

Unterstützung aus Washington D.C.

Das Weiße Haus hat in dieser Woche zugestimmt, den Raffinerien Exxon Mobil Corp und Placid Refining Company insgesamt 1,8 Millionen Barrel Rohöl aus der Strategischen Erdölreserve des Landes zur Verfügung zu stellen, um Benzin herzustellen.

Neun Raffinerien können durch die Winde von Ida und die Stromausfälle der Versorgungsunternehmen nicht operieren. Fünf davon, darunter die von Exxon, Placid und Marathon Petroleum, könnten innerhalb von zwei Wochen wieder in Betrieb genommen werden.

Etwa ein Fünftel der Offshore-Plattformen blieben unbesetzt. 93 Prozent der Öl- und 86 Prozent der Erdgasproduktion waren offline, wie am Samstag veröffentlichte Regierungsdaten zeigten. Einige Bohrlöcher im Golf von Mexiko, auf die etwa ein Fünftel der US-Produktion entfällt, könnten wochenlang geschlossen bleiben, so die Analysten.

Mississippi für Frachtbetrieb freigegeben

Der untere Mississippi und die Häfen von New Orleans wurden für den Verkehr und den Frachtbetrieb wieder geöffnet. Getreide-, Metall- und Energietransporte können wieder aufgenommen werden. Über 5.000 Tiefseeschiffe bringen Fracht in und aus den fünf großen Häfen. Die wirtschaftliche Bedeutung des Handels über den Mississippi ist für die Region enorm.

Der Offshore-Ölhafen von Louisiana (LOOP) setzte die Reparaturen und die Bewertung seiner Anlagen fort, wie er am Samstag mitteilte. LOOP ist der einzige Tiefwasser-Ölhafen der USA mit einer Entladeplattform, die täglich mehr als 1 Million Barrel Rohöl aufnehmen kann. Der Hafenterminal liegt 18 Meilen südlich von Grand Isle, Louisiana.

Strom kehrt nach Baton Rouge und New Orleans zurück

Der Energieversorger Entergy Corp. teilte am Samstag mit, dass die Stromversorgung von Baton Rouge bis Dienstag wiederhergestellt sein dürfte, gefolgt von New Orleans bis Mittwoch. Die Gebiete zwischen diesen beiden Orten könnten jedoch bis zum Monatsende ohne Strom sein. Mehr als 700.000 Haushalte und Unternehmen in Louisiana sind nach Angaben von PowerOutage.com weiterhin ohne Strom.

US-Wetterexperten warnten vor einer neuen tropischen Störung, die nächste Woche über den Golf von Mexiko nach Norden ziehen und Louisiana weitere Regenfälle bringen könnte. Das U.S. National Hurricane Center gab der Störung eine Chance von mindestens 30 Prozent, sich zu einem tropischen Tiefdruckgebiet zu entwickeln.

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