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Größter Stellenzuwachs in den USA seit zehn Monaten

Die Lockerungen der Corona-Maßnahmen zeigen eine sehr positive Wirkung auf die Wirtschaft. Sie entwickelt sich weiterhin dynamisch und alleine im Juni wurde 850.000 neue Stellen geschaffen. Experten gehen davon aus, dass der sich der Mangel im Arbeitskräfteangebot ab Herbst deutlich reduzieren wird.

Der vielbeachtete Beschäftigungsbericht des Arbeitsministeriums vom 2. Juli zeigt, die US-Unternehmen haben im Juni die meisten Arbeitnehmer in den letzten zehn Monaten eingestellt, die Löhne erhöht und Anreize geboten, um Millionen von arbeitslosen Amerikanern zu locken.

Die Beschleunigung bei den Einstellungen verdeutlicht die starke Dynamik der Wirtschaft. Die Impfungen gegen COVID-19 haben eine Wiederbelebung ermöglicht. Präsident Joe Biden spricht von historischen Entwicklungen, um aus der größten Krise der vergangenen 100 Jahre zu gelangen. Die Gründe sieht er in dem Impfortschritt und dem greifen des amerikanischen Rettungsplans.

Die Umfrage unter den Betrieben weist aus, dass im vergangenen Monat außerhalb der Landwirtschaft 850.000 Stellen geschaffen wurden. Damit sind die tatschlichen Ergebnisse besser, als die befragten Ökonomen prognostiziert hatten. Sie gingen von einem Zuwachs von 700.000 Arbeitsplätzen aus. Es gibt einen Rekord von 9,3 Millionen offenen Stellen. Die Beschäftigung liegt etwa 6,8 Millionen Stellen unter ihrem Höchststand im Februar 2020.

Freizeit- und Gastgewerbe schafft meiste Arbeitsplätze

Über 150 Millionen Menschen haben den vollständigen Impfschutz, was zur Aufhebung der pandemiebedingten Einschränkungen für Unternehmen und Maskenmandate geführt hat. Das Freizeit- und Gastgewerbe reagiert darauf mit einem Stellenwachstum von über 340.000. Das sind 40 Prozent aller neuen Stellen.

Die Beschäftigung im öffentlichen Dienst stieg um knapp 190.000 Stellen. Antrieb erhielt er durch das staatliche und kommunale Bildungswesen, welches durch weniger Entlassungen am Ende des Schuljahres im Vergleich zum Vorjahr gestärkt wurde.

Das verarbeitende Gewerbe verzeichnete einen Zuwachs von 15.000 Arbeitsplätzen, wobei die Beschäftigung in den Kraftfahrzeugmontagewerken um 12.300 zurückging. Eine weltweite Halbleiterknappheit zwang einige Automobilhersteller, die Produktion zu reduzieren. Auch andere verarbeitende Industrien haben mit Engpässen bei Rohstoffen und Arbeitskräften zu kämpfen.

Zahl der Arbeitnehmer im Baugewerbe sinkt weiter

Im Baugewerbe schrumpfte die Zahl der Beschäftigten den dritten Monat in Folge. Projekte gibt es reichlich, doch ein Mangel an Arbeitskräften und teure Rohmaterialen vereiteln die Umsetzung.

Pandemiebedingte Pensionierungen und berufliche Veränderungen gab es ebenso. Ökonomen erwarten im Allgemeinen, dass sich der Engpass beim Arbeitskräfteangebot im Herbst entspannen wird. Als Gründe werden die Schulöffnungen und das Auslaufen der staatlich finanzierten Arbeitslosenunterstützung genannt.

Steigender Stundenlohn, abnehmende Arbeitsstunden

Der durchschnittliche Stundenlohn stieg im Juni um 0,3 Prozent. Das Wachstum im Mai betrug 0,4 Prozent. Der Lohnanstieg im Jahresvergleich erhöht sich auf 3,6 Prozent.

Laut der Jobsuchmaschine Indeed wurden vom 11. bis zum 18. Juni 2021 in 4,1 Prozent der Stellenausschreibungen Einstellungsanreize geboten. Das ist mehr als doppelt so viel wie in der Woche bis zum 1. Juli 2020 (1,8 Prozent). Die Anreize, Unterschriftsprämien oder einmalige Barzahlungen bei der Einstellung, reichten von 100 bis hin zu 30.000 US-Dollar.

Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit sank leicht von 34,8 auf 34,7 Stunden. Experten prognostizieren, dass es bis ins Jahr 2022 dauern wird, bis das Beschäftigungsniveau das Level vor der Pandemie erreicht.

Von Teilzeit in Vollzeit

Die Arbeitslosenquote stieg von 5,8 Prozent im Mai leicht auf 5,9 Prozent. Die Arbeitslosenquote wurde weiterhin durch Personen gedrückt, die sich selbst als "erwerbstätig, aber abwesend von der Arbeit" falsch klassifizierten. Ohne diese Fehleinstufung hätte die Arbeitslosenquote im Juni bei 6,1 Prozent gelegen.

Die Zahl der Menschen, die aus wirtschaftlichen Gründen in Teilzeit arbeiten, reduzierte sich um 644.000. Infolgedessen sank der Prozentsatz von Personen, die arbeiten wollen, aber die Suche aufgegeben haben, sowie Personen, die in Teilzeit arbeiten, weil sie keine Vollzeitstelle finden, auf ein 15-Monats-Tief von 9,8 Prozent gegenüber 10,2 Prozent im Mai.

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