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Gesundheit in den USA – teuer, kompliziert, besser als gedacht?

Modernste Infrastruktur, hervorragende Ärzte und ein hoher Standard – wer es sich vermag, der ist in den USA aus gesundheitlicher Sicht bestens versorgt. Staatliche Krankenversicherung gibt es hingegen nur für Ältere, Kinder bzw. Patienten mit geringem Einkommen oder Behinderung. Nicht-US-Bürger sollten sich deshalb in den Staaten selbst um Gesundheit und Versicherungsschutz kümmern – und das wirft zu Beginn meist viele Fragen auf. Wir bringen Licht ins Dunkel!

Das US-Gesundheitssystem kurz & knapp

Als Erstes zu den Basics: In den Staaten ist die Krankenversicherung, im Gegensatz zu Europa, nicht verpflichtend. Anders als viele denken, sind die meisten US-Amerikaner aber trotzdem sehr wohl versichert. Oftmals kommt der Arbeitgeber für die Versicherung seiner Mitarbeiter (und deren Familie) auf und bezahlt einen großen Teil des Beitrags. 

Öffentliche Gesundheitsversorgung gibt es in Form von Medicare und Medicaid, diese sind allerdings nur für knapp 50% der Bevölkerung relevant – und nur für US-Bürger. Mit Obamacare bzw. dem Affordable Care Act (ACA) versuchte man, das staatliche Angebot auszuweiten und die Gesundheit erschwinglicher zu machen – aber auch davon können nicht alle profitieren. Stattdessen dominieren in den USA nach wie vor private Einrichtungen und Versicherungsträger. Deshalb ist das US-Gesundheitswesen zwar gut, aber auch teuer – Trend steigend.

Private Krankenversicherung – Pläne, Kosten & mehr

EPO, HMO, POS, PPO – hinter diesen Kürzeln verstecken sich weder politische Parteien noch irgendwelche Krankheiten, sondern private US-Krankenversicherungen, die sogenannten Managed Health Care-Pläne. Aus ihnen wählen Sie, wenn Sie sich selbst um Ihren Versicherungsschutz kümmern. Sie unterscheiden sich nicht nur bei den Prämien, sondern auch bei den Leistungen und Selbstbehalten. Um den richtigen zu finden und am Ende nicht mehr als nötig zu bezahlen, sollte man deshalb seine eigenen Bedürfnisse genau kennen.

Jeder dieser Pläne verfügt in der Regel über sein eigenes Netzwerk an Gesundheitseinrichtungen, Ärzten und Spezialisten. Nimmt man diese Partner für Behandlungen in Anspruch, steigt man normalerweise auch billiger aus. Während HMO und EPO Gesundheitsleistungen außerhalb dieses Netzwerks nur in Notfällen übernehmen, sind POS und PPO flexibler, dafür die Kosten aus eigener Tasche auch tendenziell höher. 

Wie viel Sie bei den unterschiedlichen, privaten US Health Care-Pläne bezahlen, variiert – nicht nur abhängig von Ihrem Alter, sondern auch vom jeweiligen Bundesstaat. Außerdem können Sie bei den einzelnen Plänen zwischen Bronze-, Silber-, Gold- und Platinum-Tarifen wählen.

Damit Sie trotz all der Unterschiede zwischen Europa und den USA den Durchblick behalten, haben wir die wichtigsten Begriffe für Sie zusammengefasst – denn selbst wenn man einen Versicherungsschutz in den Staaten hat, bedeutet das nicht, dass man nichts mehr aus eigener Tasche bezahlen muss.

Hier ein kurzer Guide mit den wichtigsten Begriffen der US-Krankenversicherungskosten:

  • Monatliche Prämie – dieser Beitrag wird jeden Monat bezahlt, egal ob man Leistungen in Anspruch nimmt oder nicht (mehr zu den US-Krankenversicherungsprämien)
  • Deductible – jener Selbstbehalt, den Sie selbst bezahlen, bevor Ihr Versicherungsschutz greift und die Versicherung Kosten übernimmt (mehr zum Selbstbehalt)
  • Coinsurance – Ihre Selbstbeteiligung nach Erfüllung des Selbstbehalts, legt fest welchen Prozentsatz Sie selbst für Leistungen bezahlen müssen (mehr zur Selbstbeteiligung)
  • Copay – eine fixe Gebühr, für die Sie selbst z.B. bei gewissen Medikamenten oder Arztbesuchen aufkommen müssen

Noch Fragen zu Gesundheit & Co.?

Wir haben dem Thema Gesundheitswesen und US-Krankenversicherung eine eigene Reihe an Artikeln gewidmet, in denen wir näher auf die einzelnen Themen eingehen – wenn Sie also noch tiefer in die Materie eintauchen wollen, lesen Sie hier weiter.

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