Drei Unternehmer, drei Wege nach Amerika. Jetzt geht es um deinen.
Firmengründung USA: der Leitfaden für dein echtes Geschäft in Amerika
Unsere Kanzlei ist seit 2008 in den USA aktiv. Ich selbst habe sechs Jahre dort gelebt und bin ständig „drüben“. Ein professioneller Weltenwanderer, sozusagen. „Boots on the Ground“-Know-how, sagt man in Amerika dazu. Das kannst du dir für dein US-Vorhaben zunutze machen.

Internet, Globalisierung und Mobilität machen es möglich: Der US-Markt liegt für europäische Unternehmer in Reichweite. Und ein zweites Standbein außerhalb der EU macht dein Unternehmen unabhängiger von den Krisen eines einzigen Kontinents. Umso wichtiger ist es, dass du dich bei der Expansion in die USA auf einen Partner verlassen kannst, der neben dem US-Steuerrecht auch im Geschäftsalltag in den USA versiert und erfahren ist.
Dieser Leitfaden geht alle Fragen der Gründung der Reihe nach durch: Rechtsform, Bundesstaat, Gründung und laufende Pflichten, Steuern, Gewinnentnahme, Konto, Holding und Visum. Zu jedem Thema findest du hier das Wichtigste in wenigen Absätzen und den Weg zur ausführlichen Seite.
1Erfahrungsberichte von Unternehmern

Du planst also, in den USA ein Unternehmen zu gründen.
Lass mich gleich tief in die Materie eintauchen und mit drei ganz unterschiedlichen USA-Erfahrungsberichten aus meiner Mandantschaft beginnen. Drei deutsche Unternehmer, die den Sprung in die USA erfolgreich geschafft haben. Drei konkrete Biographien, drei Lebenswege, die auf unterschiedliche Weise mit den USA verflochten sind.
Ich lade dich ein, die beim Lesen entstehenden Eindrücke und Assoziationen auf dich wirken zu lassen:
1.1Erfahrungsbericht 1: Hannes und die Traumfabrik
Hannes A. ist gebürtiger Sachse, lebte aber schon viele Jahre mit seiner Frau und den Kindern in London, als ich ihn kennenlernte. Dort betreibt er einen erfolgreichen Verleih von Filmausstattung, also zum Beispiel Filmkameras, Beleuchtung, Mikrofone. Seine Kunden sind internationale Filmstudios und Produktionsteams, die in England drehen.

Das Besondere: Herr A. verleiht nicht nur die Ausrüstung, er ist mit einigen seiner Spezialkameras auch selbst als Kameramann im Einsatz und nimmt an Filmproduktionen teil.
Seit Herr A. sein Ladengeschäft mit Lager in London eröffnete, war ihm klar, dass er eines Tages nach Los Angeles umziehen würde, um in Hollywood zu arbeiten. Er brauchte rund zehn Jahre, um den Betrieb in London zum Erfolg zu führen (alles mit eigenem Geld). Die ganze Zeit hatte er dabei nur ein Ziel im Kopf: Mit den ganz Großen arbeiten. Teil der Traumfabrik zu sein.
2014 konnte er endlich eine Tochtergesellschaft in den USA gründen und dann mit einem L1 Visum mit der ganzen Familie in die Staaten umsiedeln.
Herr A. arbeitet zwar in der Traumfabrik, ist aber kein Träumer: Der Laden in London läuft weiter und finanziert den Lebensunterhalt der Familie. Teile des Equipments, unter anderem die Spezialkameras, hat Herr A. nach Kalifornien mitgenommen und vermietet sie dort.
Er arbeitet auch bei einigen Indie-Filmen als Kameramann mit. Herr A. hat noch viel vor, aber einen wichtigen Schritt hat er schon gemacht.
1.2Erfahrungsbericht 2: Pendeln zwischen London und Miami
Ich lernte Herrn Udo F. im Jahre 2012 kennen. Er stammte ursprünglich aus Hamburg. An einem nebligen Novembermorgen betrat er die Räume unserer Kanzlei in London, um sich hinsichtlich des englischen Privatinsolvenzverfahrens von mir beraten zu lassen.

Herr F. sah müde aus und ich ging davon aus, dass er früh aufstehen musste, um den Flug von Hamburg nach London zu erreichen. Im weiteren Gesprächsverlauf stellte sich dann aber heraus, dass er an diesem Morgen aus Florida angereist war. Dort betrieb seine Familie drei Restaurants. Die Schulden, derer er sich in England entledigen wollte, stammten noch aus der Zeit in Deutschland und hatten mit der Tätigkeit in den USA nichts zu tun. Nun ging es darum, mit der Vergangenheit aufzuräumen. Tabula rasa sozusagen.
Den für die englische Verbraucherinsolvenz notwendigen Aufenthalt in England (ein Jahr) saß Herr F. locker ab. Selten habe ich bei einem Mandanten eine optimistischere und gelassenere Einstellung dem Leben und dem Verfahren gegenüber beobachten können.
Zwischendurch flog der Mandant immer wieder nach Florida zu seiner Familie oder seine erwachsenen Töchter besuchten ihn in London. Die gut laufenden Betriebe in den USA ermöglichten es seiner Ehefrau, als Sponsor für Herrn F. zu agieren und ihm den Englandaufenthalt zu finanzieren.
1.3Erfahrungsbericht 3: New York, New York
Ludger P. aus dem Sauerland handelt im großen Stil mit Photovoltaik-Modulen, die in Asien hergestellt werden. Es handelt sich um ein deutsches Unternehmen, vertrieben wird aber letztlich weltweit. Der Verkauf läuft über das Internet, Kunden sind in der Regel Endverbraucher und Installateure. Der Umsatz liegt im hohen zweistelligen Millionenbereich.

Als Herr P. den Schritt plante, wurden die Zuschüsse der öffentlichen Hand für erneuerbare Energien in Deutschland und anderen europäischen Ländern immer weiter gekürzt. Traumtarife für Ökostrom gab es für neue Anlagen nicht mehr.
Nicht so in den USA.
Dort stand das Thema damals noch am Anfang einer Entwicklung, die in Europa, vor allem in Deutschland, schon seit Jahrzehnten lief. Entsprechend gab es in den USA interessante Förderprogramme für große und kleine Photovoltaik-Anlagen.
Herr P. entschloss sich im Jahre 2013 für den Schritt in die USA. Er eröffnete in Upstate New York eine US-Niederlassung des deutschen Unternehmens. Dort arbeiten fünfzehn amerikanische Mitarbeiter, die sich um den Ausbau des Geschäftes in den Staaten kümmern.
Ohne Probleme hat Herr P. ein E2-Visum erhalten. Zwar ist nicht geplant, in die USA umzuziehen, aber längere Aufenthalte von drei bis vier Monaten am Stück sind während des Geschäftsaufbaus wichtig und für Herrn P. als Single auch familiär kein Problem. Herr P. hat in den Hamptons ein Anwesen gemietet und verbringt seine Zeit in Deutschland und New York.
2Deine Amerika-Geschichte
Was ist deine Geschichte? Wo stehst du im Leben? Was sind deine USA-Pläne? Findest du dich in einem unserer drei Erfahrungsberichte wieder? Sind die USA für dich Traumziel, Fluchtort oder doch ganz schlicht nur ein für dein Unternehmen interessanter Markt?

Ohne Zweifel setzt du dich mit dem Thema USA-Expansion auseinander und es ist wichtig für dich.
Egal, ob die USA ein Jugendtraum sind, ein sicheres zweites Standbein oder einfach nur eine große Erfolgschance für dich darstellen: Auf dieser Seite wirst du viele nützliche Informationen finden, die dir hoffentlich auf deinem Weg behilflich sind.
Diese Seite ist ganz auf Unternehmer wie dich zugeschnitten, die eine Geschäftstätigkeit in den USA aufnehmen wollen.
Mein Team und ich unterstützen dich dabei, dass deine Amerika-Geschichte ein Erfolg wird. Ich habe selbst sechs Jahre in den USA gelebt, bin laufend dort und habe viele Mandanten auf ihrem Weg in die USA begleitet.
Doch obwohl wir hier eine Menge Fakten für dich zusammengestellt haben, weil das Thema so umfangreich und spannend ist, ist es trotzdem wichtig zu wissen, dass Informationen eine Beratung nicht ersetzen. Wenn du dich ernsthaft mit dem Thema USA auseinandersetzt, schlage ich dir ein persönliches Beratungsgespräch vor, in dem wir dein Vorhaben intensiv diskutieren können.
3Prämissen
Beim Verfassen dieser Seite sind wir von den folgenden Annahmen ausgegangen. Wenn sie nicht auf dich zutreffen, ist es fraglich, ob unser Angebot das richtige für dich ist.

Unsere Annahmen sind diese:
- Du planst, ein US-Unternehmen zu gründen, um den amerikanischen Markt zu bedienen.
- Du rechnest mit einem Umsatz von wenigstens $250.000 pro Jahr.
- Du planst, spätestens 12 bis 18 Monate nach Gründung des Unternehmens einen Betrieb in den USA aufzubauen, mit eigenen Räumlichkeiten, Mitarbeitern und allem, was dazugehört.
- Optional planst du, in die USA umzuziehen. Visum und Green Card sind ein Thema für dich.
Wir distanzieren uns von Billiggründern. Diese Seite richtet sich ausdrücklich nicht an Personen, die ein Dienstleistungsangebot suchen, wie es diverse dubiose, häufig auch deutschsprachige US-Gründungsagenturen anbieten. Wenn du eine Briefkastenfirma in den USA benötigst, greife bitte auf das Angebot dieser Anbieter zurück. Wir distanzieren uns deutlich von solchen Konstruktionen und warnen dich an dieser Stelle eindringlich vor den Halbwahrheiten, die auf diesen Webseiten in großer Vielfalt zu finden sind.
4Hintergrund: Warum überhaupt ein Unternehmen in den USA gründen?
Man kann es drehen und wenden, wie man will: Die USA sind ein Schwergewicht der Weltwirtschaft, und der Dollar ist die Währung, in der die Welt handelt. Bis unsere Kinder in der Schule Chinesisch lernen und wir hauptsächlich chinesische Filme im Kino anschauen, wird es aller Wahrscheinlichkeit noch ein paar Jahrzehnte dauern.

Wie unsere Erfahrungsberichte zeigen, ist es für europäische Unternehmer interessant, den amerikanischen Markt von einem US-Standort aus zu bedienen. Dabei spielen in der Regel verschiedene Überlegungen eine Rolle:
- Die USA als zweites Standbein: Wer weit weg von den europäischen Krisenherden eine weitere Einkommensquelle aufbauen will, für den sind die USA mit ihrer Größe und Kaufkraft eine logische Option.
- Leben in den USA: Wer nicht ganz arm ist, für den bieten die USA sehr hohe Lebensqualität und viele Chancen. Nicht ohne Grund zieht es viele Topkräfte aus Wissenschaft, Medizin und Wirtschaft in die USA: Es gibt in diesen Bereichen dort schlicht viel mehr Möglichkeiten. Und was eignet sich besser als Grundlage für ein US-Visum oder die Green Card als ein US-Unternehmen?
- Expansionspläne: Wer bereits ein erfolgreiches Unternehmen in Europa betreibt, wird vielfach feststellen, dass es erheblich einfacher ist, in den US-Markt zu expandieren, als zum Beispiel drei europäische Märkte zu erobern. Wieso sich mit Italien, Spanien, Portugal, drei Sprachen und mindestens drei Kulturen auseinandersetzen, wenn in den USA ein einziger großer Wirtschaftsraum mit einer gemeinsamen Geschäftssprache wartet?
Das ist der Hintergrund, vor dem wir unser USA-Angebot positionieren.
Unsere Kanzlei ist seit 2008 auf dem amerikanischen Markt aktiv. Wir haben seitdem zahlreiche Mandanten bei der Gründung und Verwaltung von amerikanischen Gesellschaften unterstützt und verfügen über wertvolles Praxiswissen im amerikanischen Gesellschafts- und Steuerrecht. Unser lokales Netzwerk von US-Steuerberatern und Rechtsanwälten sorgt dafür, dass unseren Mandanten Top-Know-how zur Verfügung steht, wenn der Bedarf danach besteht.
Von der laufenden steuerlichen Betreuung deines US-Unternehmens bis zum Markteintritt: Unsere Kanzlei bietet dir professionelle Unterstützung bei jedem Anliegen. Ob eine eigene Gesellschaft oder eine Niederlassung deines Unternehmens der bessere Weg ist, vergleicht die Seite Niederlassung oder Tochtergesellschaft.
5LLC, Limited Partnership (LP) oder C-Corporation (Inc): was wirklich dahintersteckt
Die am häufigsten verwendeten Rechtsformen in den USA sind die Limited Liability Company (LLC) und die C-Corporation (im Deutschen häufig als „Inc.“ bezeichnet). Wir empfehlen unseren Mandanten auch die Limited Partnership (LP). Daneben gibt es eine Reihe anderer Rechtsformen (LLP, S-Corp und weitere), die für die meisten Mandanten nicht relevant sind. Eine S-Corporation etwa darf nach dem Gesetz keinen Aktionär haben, der als Ausländer nicht in den USA ansässig ist. Die LLC ohne Betriebsstätte in den USA ist das Thema unserer Schwesterseite nullsteuer.llc.
Alle hier genannten Eigenschaften der einzelnen Rechtsformen gelten unabhängig vom Bundesstaat, in dem die Gesellschaft betrieben wird.
5.1Gängige US-Rechtsformen im Überblick
Der Überblick stellt die drei Rechtsformen nebeneinander, mit denen unsere Mandanten in den USA arbeiten. Die LLC verbindet die beschränkte Haftung mit einer flexiblen Besteuerung: Ohne besondere Wahl behandelt die IRS eine LLC mit einem Gesellschafter als transparent und eine mit mehreren Gesellschaftern als Partnership; mit Formular 8832 kann sie sich wie eine Corporation besteuern lassen. Die C-Corporation ist die Aktiengesellschaft des amerikanischen Rechts und zahlt ihre Steuer selbst, im Bund 21 Prozent auf den Gewinn. Die LP gleicht in Funktion und Aufbau einer deutschen GmbH & Co. KG.
Welche passt, hängt von deinem Vorhaben ab und davon, wie die Gesellschaft in den USA und zu Hause besteuert wird. Der Überblick gilt für Gesellschaften, die in den USA tätig sind und dort Steuern zahlen.
5.2Was ist die beste US-Rechtsform für mich?
Der Vergleich geht die drei Rechtsformen aus Sicht eines Unternehmers durch, der in Deutschland, Österreich oder der Schweiz lebt. Die C-Corporation ist die bewährteste US-Rechtsform, und wir raten den meisten Mandanten zu ihr, besonders wenn ein Börsengang geplant ist oder Investoren es wünschen. Die gewerbliche LLC ist steuerlich attraktiv, für Mandanten mit Wohnsitz in Deutschland aber oft ungeeignet: Deutschland ordnet eine LLC nach einem Typenvergleich ein, und dabei kann sie als Kapitalgesellschaft eingestuft werden, gleich wie die USA sie behandeln. Die LP funktioniert wie eine KG und ist die Personengesellschaft für Mandanten in Deutschland.
5.3Schnellcheck: Was ist die beste US-Rechtsform für mich?
Der Schnellcheck ordnet typische Ausgangslagen einer Rechtsform zu. Er geht davon aus, dass alle US-Rechtsformen den gleichen Haftungsschutz bieten; es entscheidet die Steuer. Für das Startup mit geplantem Verkauf und für die Tochter eines europäischen Unternehmens passt die C-Corporation, für ein Leben in den USA die LLC, und wer steuertransparent sein will und in Deutschland lebt, landet bei der Limited Partnership. Hast du kein Geschäft in den USA, findest du die passende Antwort bei nullsteuer.llc.
Der Check ist bewusst stark vereinfacht und ersetzt keine Beratung. Im Zweifel raten wir zur C-Corporation, weil sie am wenigsten Fragen offenlässt.
5.4Astronomisch hohes Stammkapital bei einer C-Corp: Ist das wirklich wichtig?
Es soll einen deutschen „Rechtsanwalt“ in den USA geben, der amerikanische Gesellschaften (Corporations) mit astronomisch hohem Stammkapital ($100 Millionen) vertreibt und sie als das Nonplusultra anpreist.

Es ist natürlich vorteilhaft, dass in den USA das Stammkapital nicht eingezahlt werden muss. Also kann der Gründer hier in die Vollen gehen. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Das ist natürlich ein Marketingtrick und entbehrt jeder rationalen Grundlage. Wir Deutschen, Österreicher und Schweizer lassen uns gerne von einem hohen Stammkapital berauschen. Sehen wir im deutschen Handelsregister, dass eine Gesellschaft mit €250.000 Stammkapital ausgestattet ist, kriegen wir schon weiche Knie.
Wenn wir uns also schon von €250.000 Stammkapital beeindrucken lassen: Was erst löst dann ein Stammkapital in Höhe von $100 Millionen bei uns aus? Totale Ekstase?
In den USA ist das ganz anders. Es ist den Amerikanern schnurzegal, wie hoch das Stammkapital einer Gesellschaft ist. Diese Information wird nirgendwo veröffentlicht. Keine Bank interessiert sich dafür. Deine Geschäftspartner werden erstaunt sein, dass du diesen Punkt überhaupt erwähnst.
Ich kenne keinen amerikanischen Anwalt, der seinen Mandanten jemals bei der Gründung ein so hohes Stammkapital empfehlen würde.
LLC, Inc oder LP in Delaware, Florida, Kalifornien, New York, Texas oder Wyoming.
6Die LLC mit Betriebsstätte in den USA
Jede Gesellschaft, die wir gründen, hat eine Betriebsstätte in den USA: ein Büro, Mitarbeiter, ein Lager oder die Geschäftsleitung vor Ort. Für die LLC heißt das, dass sie in Amerika steuerlich ankommt. Die folgenden Seiten erklären, was daraus folgt, für die Steuer, für die Haftung und für die Pflichten Jahr für Jahr.
6.1US-LLC mit Betriebsstätte gründen
Diese Seite ist der Kern unseres LLC-Angebots. Sie erklärt, ab wann eine LLC in den USA einen trade or business betreibt: Dazu zählen schon persönliche Dienstleistungen, die in den USA erbracht werden, und erst recht ein Geschäft, das dort laufend Leistungen, Produkte oder Waren verkauft. Der Gewinn aus diesem Geschäft ist effectively connected income und wird nach Abzug der Kosten zu den regulären Sätzen besteuert. Das Doppelbesteuerungsabkommen mit Deutschland, Österreich oder der Schweiz kommt zum gleichen Ergebnis über die Betriebsstätte: Eine feste Geschäftseinrichtung wie ein Büro, eine Zweigniederlassung oder der Ort der Leitung erlaubt den USA, den Gewinn zu besteuern, der ihr zuzurechnen ist.
Gehört die LLC einer Person im Ausland, reicht sie Form 5472 mit einem Deckblatt nach Form 1120 ein, und der Eigentümer erklärt seinen Gewinn auf Form 1040-NR oder, als Gesellschaft, auf Form 1120-F. Eine LLC mit mehreren Gesellschaftern reicht Form 1065 ein und behält auf den Anteil ausländischer Gesellschafter Quellensteuer nach § 1446 ein. Zu Hause stellen Deutschland und die Schweiz den Gewinn, den die USA besteuern dürfen, nach dem Abkommen frei, unter Progressionsvorbehalt; Österreich rechnet die US-Steuer an. Wer keine Betriebsstätte in den USA hat und auch keine will, liest bei nullsteuer.llc weiter.
6.2Die LLC als Rechtsform im gesellschaftsrechtlichen Überblick
Der Überblick zeigt die LLC als das, was sie gesellschaftsrechtlich ist: eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung ohne vorgeschriebene Organe und ohne Stammkapital. Beteiligung, Geschäftsführung und Gewinnverteilung regelt der Gesellschaftsvertrag, das Operating Agreement, das bei keiner Behörde eingereicht wird. In Delaware nennt das Gründungsdokument nur Name, Registered Office und Registered Agent; Gesellschafter und Geschäftsführer müssen darin nicht stehen.
Die Gesellschafter haften nur mit ihrer Einlage, solange die Gesellschaft nicht wie eine persönliche Portokasse geführt wird. Für Mandanten mit Wohnsitz in Deutschland weist die Seite auf das Risiko hin, dass das Finanzamt die LLC als Kapitalgesellschaft einstuft, und auf die LP als bessere Wahl in diesem Fall.
6.3Einsatzbereiche der US-LLC
Wofür setzen Unternehmer die LLC ein? Der naheliegende Einsatz ist das Geschäft auf dem amerikanischen Markt, als eigene Gesellschaft oder als Teil deiner Firmengruppe. Lebst du als beherrschender Gesellschafter in einem Hochsteuerland, braucht die LLC Substanz in den USA: Räume, Personal und eine Leitung vor Ort. Die Seite zeigt außerdem, wie die LLC als Sponsor für ein Visum dient, wie sie US-Immobilien mit beschränkter Haftung hält und warum Unternehmer sie nutzen, um gegenüber Konkurrenten oder Kunden nicht selbst in Erscheinung zu treten.
6.4Haftungsschutz der US-LLC sichern
Die LLC schützt ihre Eigentümer vor der persönlichen Haftung für die Schulden des Unternehmens. Gläubiger können diesen Schutz aber durchstechen. Das Gesetz von Wyoming nennt die Punkte, auf die ein Gericht dabei schaut: Betrug, unzureichende Kapitalisierung, die Missachtung gesetzlich vorgeschriebener Formalitäten und die Vermischung von Gesellschafts- und Privatvermögen; außer Betrug genügt keiner davon allein. Vier Regeln halten den Schutz: ausreichendes Startkapital, keine Vermischung der Finanzen, korrekt im Namen der Gesellschaft unterschreiben und die Geschäfte dokumentieren.
Die Seite erklärt auch, wo der Schutz endet: bei persönlichen Bürgschaften und bei deinem eigenen Handeln. Und sie zeigt, warum ein versäumter Jahresbericht gefährlich ist, denn manche Staaten lösen eine LLC dann von Amts wegen auf.
6.5Anforderungen und Compliance der US-LLC
Die Regeln für die LLC sind in allen Bundesstaaten ähnlich, im Detail aber verschieden: bei Gründungsdauer, Gebühren, Jahresmeldung und jährlichen Abgaben. Die Seite stellt neun Bundesstaaten in einer Tabelle nebeneinander. Von Delaware, Texas, Florida, Wyoming und New York schreibt nur New York ein schriftliches Operating Agreement vor, binnen 90 Tagen nach der Gründung. Wir raten jedem Mandanten dazu.
Auf Bundesebene gilt: Eine LLC mit einem Gesellschafter aus dem Ausland meldet ihre Geschäfte mit ihm, schon die Einlage bei der Gründung, auf Form 5472; wer das versäumt, riskiert 25.000 Dollar Strafe. Eine LLC, die als Partnership eingestuft ist, zahlt selbst keine Steuer, reicht aber Form 1065 ein, bei Kalenderjahr bis zum 15. März.
7Die C-Corporation: Tochtergesellschaft, Inc und Umwandlung
Die C-Corporation ist die bewährteste US-Rechtsform, und wir empfehlen sie den meisten Mandanten. Sie zahlt ihre Steuer selbst, 21 Prozent im Bund, und ihre Aktionäre versteuern erst, was sie ausschüttet. Die Seiten dieses Abschnitts erklären die Rechtsform, ihren Einsatz, die Gründung in Delaware, die Pflichten und den Weg von der LLC zur Corporation.
7.1Die C-Corporation im gesellschaftsrechtlichen Überblick
Die C-Corporation ist eine Aktiengesellschaft und lässt sich in jedem Bundesstaat gründen. Eine Person kann alle Organe besetzen: In Delaware genügt ein Board aus einer natürlichen Person, und eine Person darf alle Ämter zugleich innehaben. Das Stammkapital ist frei wählbar und muss nicht eingezahlt werden. Die Aktionäre haften nur mit ihrer Einlage, und ihre Namen stehen nicht im Gründungsdokument.
Die Corporation zahlt 21 Prozent Körperschaftsteuer im Bund, dazu gegebenenfalls die Steuer ihres Bundesstaats. Ihre Erklärung, Form 1120, ist am 15. Tag des vierten Monats nach Ende des Steuerjahres fällig; mit Formular 7004 lässt sich die Frist verlängern, die Zahlung nicht.
7.2Einsatzbereiche der US-Corporation
Der naheliegende Einsatz ist die US-Corporation als Tochtergesellschaft deines europäischen Unternehmens für den amerikanischen Markt. Als Aktiengesellschaft eignet sie sich, um Kapital bei Investoren einzuwerben: Sie kann verschiedene Aktiengattungen mit eigenen Stimmrechten und Vorzügen ausgeben. Sie dient als Sponsor für ein Visum oder eine Greencard, als Holding über weiteren Gesellschaften und als Träger von Rechten an Marken und Software.
Die Seite erklärt auch, wann die Corporation interessant ist, weil du gegenüber Konkurrenten oder Kunden nicht in Erscheinung treten willst, und warum der Ort, an dem die Geschäfte geleitet werden, über die Steuerpflicht mitentscheidet: Die Gesellschaft braucht Substanz in den USA.
7.3Delaware Inc gründen: Gründeraktien, Vesting und 83(b)
Die Seite ist für Gründer geschrieben, die Investoren an Bord holen wollen. In Delaware entsteht die Inc mit dem Certificate of Incorporation; die Staatsgebühr beginnt bei $109 und richtet sich nach den Aktien. Gründeraktien mit Vesting sind Aktien mit Rückkaufsrecht. Wer in den USA steuerpflichtig ist, entscheidet binnen 30 Tagen nach der Ausgabe über die Wahl nach § 83(b), auf Formular 15620.
Ein eigener Teil gilt der Franchise Tax in Delaware, die zwei Rechenmethoden kennt. Nach der Zahl der genehmigten Aktien beginnt sie bei $175, nach der Assumed Par Value Capital Method bei $400, und es gilt die günstigere. Bei vielen genehmigten Aktien ist die zweite Methode oft um ein Vielfaches billiger. Jahresbericht ($50) und Franchise Tax sind jedes Jahr zum 1. März fällig.
7.4Anforderungen und Compliance der C-Corporation
Wie bei der LLC unterscheiden sich die Bundesstaaten bei Gründungsdauer, Gebühren, Jahresmeldung und jährlichen Abgaben, und die Seite stellt sie in einer Übersicht nebeneinander. Die Jahresmeldung ist keine Steuererklärung, sondern bestätigt dem Register die Daten der Gesellschaft. Kalifornien verlangt das Statement of Information von Corporations jedes Jahr, New York das Biennial Statement alle zwei Jahre.
Die Bylaws, die Satzung der Corporation, reichst du nirgends ein; sie werden von den Gründern oder dem ersten Board beschlossen. Wir raten trotzdem jedem Mandanten, sie schriftlich auszuarbeiten, zusammen mit den Protokollen und Beschlüssen des Boards. Schüttet die Corporation an Aktionäre im Ausland aus, behält sie auf die Dividende Quellensteuer ein, nach dem Gesetz 30 Prozent, gesenkt durch das Abkommen.
7.5LLC in C-Corp umwandeln
Gesellschaftsrecht und Steuerrecht sind zwei Ebenen: Eine LLC kann eine Corporation werden, oder sie bleibt LLC und wird nur steuerlich wie eine Corporation behandelt. Die Wahl auf Formular 8832 wirkt höchstens 75 Tage zurück und höchstens zwölf Monate in die Zukunft; danach ist ein erneuter Wechsel für 60 Monate gesperrt. In Delaware wird eine LLC nach 6 Del. C. § 18-216 und 8 Del. C. § 265 ohne Abwicklung zur Corporation und bleibt dieselbe Gesellschaft mit ihren Verträgen, ihrem Vermögen und ihren Schulden.
Für die Personengesellschaft behandelt die IRS die Umwandlung nach Rev. Rul. 2004-59 wie eine Einbringung aller Vermögenswerte in die Corporation gegen Aktien, die dann an die Gesellschafter verteilt werden. Eine Gesellschaft aus dem Ausland kann nach 8 Del. C. § 388 Delaware Corporation werden, wenn ihr Heimatrecht das zulässt. Das deutsche Umwandlungsgesetz kennt den grenzüberschreitenden Formwechsel aber nur in die Rechtsform eines anderen EU- oder EWR-Staats; für eine GmbH führt der Weg deshalb über den Delaware Flip oder die Sitzverlegung.
8Die Limited Partnership: die KG nach amerikanischem Recht
Die LP ist die Rechtsform für Unternehmer, die steuerlich transparent bleiben wollen und dabei in Deutschland wohnen. Sie entspricht der Kommanditgesellschaft, und mit einer LLC als Komplementärin ist sie aufgebaut wie eine GmbH & Co. KG.
8.1Die LP als Rechtsform im gesellschaftsrechtlichen Überblick
Der General Partner führt die Geschäfte und haftet voll, die Limited Partners haften nur mit ihrer Einlage. In Delaware nennt das Certificate of Limited Partnership den Namen, den Registered Agent und die General Partners; die Kommanditisten stehen nicht darin. Ein schriftliches Partnership Agreement empfehlen wir in jedem Bundesstaat, auch wo das Gesetz es nicht verlangt.
Steuerlich ist die LP transparent: Sie zahlt selbst keine Einkommensteuer, ihre Partner versteuern den Gewinn, ob er ausgeschüttet wird oder nicht. Die Seite erklärt die Belastung in den USA und die Quellensteuer, die die LP auf den Anteil ausländischer Partner einbehält.
8.2Einsatzbereiche der US-LP
Die LP ist eine vielseitige Rechtsform für das Geschäft auf dem amerikanischen Markt, mit natürlichen oder juristischen Personen als Gesellschaftern. Lebst du als beherrschender Gesellschafter in einem Hochsteuerland, braucht sie wie jede US-Gesellschaft Substanz in den USA: Räume, Personal und eine Leitung vor Ort. Die Seite zeigt, wie die LP als Sponsor für ein Visum dient, wie sie US-Immobilien hält und warum sie sich eignet, wenn du gegenüber Konkurrenten oder Kunden nicht in Erscheinung treten willst.
8.3Komplementär und Prokura für deine US-LP
Als Komplementärin schlagen wir eine LLC vor, sodass die LP aufgebaut ist wie eine GmbH & Co. KG und niemand persönlich unbeschränkt haftet. Im Register erscheint dann nur die Komplementärin. Als Kommanditist erhältst du über eine Power of Attorney die Befugnis, die Gesellschaft in allen Belangen zu vertreten, vergleichbar einer Prokura. Die Seite erklärt auch die Frage nach dem Firmennamen: Das Kürzel der Rechtsform bleibt LP, eine deutsche Bezeichnung kann auf Wunsch in den Namen.
8.4Anforderungen und Compliance der US-LP
Gründungsdauer und Gebühren der LP unterscheiden sich je Bundesstaat, und die Seite stellt sie in einer Tabelle nebeneinander. Eine Jahresmeldung verlangen manche Staaten, andere erheben stattdessen eine jährliche Steuer; Kalifornien zum Beispiel besteuert die LP ebenso wie die LLC. Beim Bund reicht die LP jedes Jahr Form 1065 ein, bei Kalenderjahr bis zum 15. März, und alle Partner geben in den USA eine eigene Steuererklärung ab.
Dazu kommen zwei Pflichten, die Gründer oft übersehen. Hat die LP ausländische Partner, behält sie auf deren Anteil am Gewinn aus dem US-Geschäft Quellensteuer ein und meldet das auf den Formularen 8804 und 8805. Und sie benennt einen Partnership Representative mit erheblicher Präsenz in den USA, der sie gegenüber der IRS vertritt; tut sie das nicht, darf die IRS ihn bestimmen.
9Gründung, Registered Agent und laufende Pflichten
Eine US-Gesellschaft ist schnell gegründet. Was danach kommt, entscheidet, ob sie in gutem Ansehen bei ihrem Bundesstaat bleibt: der Registered Agent, der Gesellschaftsvertrag, die jährlichen Gebühren, die Anmeldung in weiteren Staaten und am Ende die saubere Auflösung.
9.1Gründungsformalitäten und Ablauf der Gründung
Die Seite beschreibt, wie die Gründung bei uns abläuft. Du wählst Rechtsform und Bundesstaat, buchst das Produkt online und füllst danach unser Online-Formular aus, zusammen mit einem Identitätsnachweis. Wir arbeiten die Gründungsdokumente anwaltlich aus, reichen sie ein und stellen im Sitzstaat den Registered Agent. Nach der Gründung registrieren wir die Gesellschaft bei der IRS und kümmern uns um die Konten; Unterlagen, Steuernummer und Kontodaten bekommst du per E-Mail.
Wie schnell die Behörde arbeitet, hängt vom Bundesstaat ab. In Wyoming etwa ist eine online eingereichte LLC sofort wirksam, auf Papier dauert es bis zu 15 Werktage. Nach der Gründung beginnt die laufende Betreuung mit Buchhaltung, Lohnbuchhaltung und Jahresabschlüssen.
9.2Operating Agreement der US-LLC
Das Operating Agreement ist der Gesellschaftsvertrag der LLC. Delaware, Texas, Florida und Wyoming lassen ihn auch mündlich oder stillschweigend gelten; New York verlangt einen schriftlichen Vertrag binnen 90 Tagen nach der Gründung. Eingereicht wird er nirgends, er bleibt bei der Gesellschaft. Wo der Vertrag schweigt, gelten die Regeln des Bundesstaates: In Texas etwa hat dann jede Person eine gleiche Stimme, und niemand kann austreten oder ausgeschlossen werden.
Die Seite zeigt, was hineingehört, von Führung und Stimmrechten über Gewinnverteilung und Ausstieg bis zu den Steuerklauseln. Denn das Operating Agreement lesen auch andere: Eine Partnership braucht einen Partnership Representative, und Deutschland ordnet die LLC nach einem Typenvergleich ein, für den zählt, wie der Vertrag Geschäftsführung, Übertragbarkeit der Anteile, Gewinnverteilung und Kapital regelt.
9.3Registered Agent in den USA
Der Registered Agent nimmt Klagen, Behördenschreiben und Mitteilungen für deine Gesellschaft entgegen und leitet sie weiter; Texas nennt das seine einzigen Pflichten. Delaware, Florida, Texas, Wyoming und Kalifornien verlangen einen Agent mit physischer Adresse im Staat, ein Postfach genügt nicht. New York benennt stattdessen den Secretary of State als Empfänger für Zustellungen.
Wichtig für die Praxis: Das Registered Office ist keine Geschäftsadresse. Gründungsformulare, Jahresberichte und Banken fragen nach dem Hauptsitz oder einem physischen Standort der Gesellschaft. Fehlt der Agent, wird in Texas der Secretary of State Zustellungsempfänger, und der Staat kann die Gesellschaft nach Fristablauf beenden; Florida kann sie auflösen, Delaware das Certificate of Formation löschen.
9.4Kosten einer US-LLC pro Jahr
Die Seite rechnet durch, was die sechs wichtigsten Bundesstaaten jedes Jahr verlangen, und zeigt, welche Rechnung erst im zweiten Jahr kommt. Delaware verlangt $400 im Jahr, Florida $138,75 für den Jahresbericht, Wyoming mindestens $60 und Kalifornien $800, auch schon im ersten Jahr. Für ein erstes Steuerjahr, das 2027 bis 2029 beginnt, sind es in Kalifornien $400. New York verlangt $9 alle zwei Jahre, Texas bis 2,65 Millionen Dollar Umsatz keine Franchise Tax, aber jedes Jahr bis zum 15. Mai einen Bericht. Die Tabelle weiter unten fasst das zusammen.
Beim Bund kosten die Steuernummer und die Erklärungen keine Gebühr; teuer wird es erst, wer eine Pflicht versäumt, etwa Form 5472 mit 25.000 Dollar Strafe. Die laufenden Kosten sind vor allem Registered Agent, Buchhaltung und Steuererklärungen, und wer in einem zweiten Staat tätig wird, zahlt dort Registrierung und Jahresgebühren zusätzlich.
9.5Foreign Qualification: die Anmeldung in einem zweiten Bundesstaat
Eine LLC ist nur in ihrem Gründungsstaat zu Hause. Betreibt sie in einem anderen Bundesstaat Geschäfte, muss sie sich dort als Foreign LLC registrieren. Kein Staat definiert abschließend, was Geschäfte betreiben heißt. Die Gesetze nennen aber Tätigkeiten, die nicht genügen, etwa ein Bankkonto oder Verkäufe über unabhängige Händler; in Texas löst in der Regel schon ein Büro oder ein Mitarbeiter die Pflicht aus.
Die Staatsgebühr reicht von $70 in Kalifornien bis $750 in Texas, dazu kommen die laufenden Pflichten im zweiten Staat. Ohne Registrierung kann die LLC dort nicht selbst klagen, und es drohen Strafen und Nachzahlungen; ihre Verträge bleiben wirksam. Arbeitet deine LLC nur in einem anderen Staat, ist die Gründung direkt in diesem Staat oft der einfachere Weg.
9.6Das US-Transparenzregister
Der Corporate Transparency Act sollte Gesellschaften verpflichten, ihre wirtschaftlich Berechtigten an die Behörde FinCEN zu melden. Mit der Interimsregel vom 26. März 2025 und der finalen Regel vom 11. August 2026, in Kraft seit dem 14. August 2026, sind in den USA gegründete Gesellschaften von dieser Meldung befreit. Melden müssen nur noch bestimmte im Ausland gegründete Gesellschaften, die für Geschäfte in einem Bundesstaat registriert sind.
Die Seite erklärt, was das für deine US-Gesellschaft heißt, und was trotzdem bleibt: Deine Bank stellt bei der Kontoeröffnung fest, wem die Gesellschaft gehört, und New York verlangt seit dem 1. Januar 2026 eine eigene Meldung von LLCs, die im Ausland gegründet und in New York registriert sind.
9.7US-LLC auflösen
Eine LLC endet in drei Schritten: Auflösung durch Beschluss oder Ereignis, Abwicklung ihrer Geschäfte und Löschung beim Bundesstaat. In der Abwicklung werden zuerst die Gläubiger bedient oder abgesichert, auch für Ansprüche, die binnen zehn Jahren wahrscheinlich entstehen, und erst dann die Gesellschafter. In Delaware löscht das Certificate of Cancellation die LLC; vorher ist die volle Jahressteuer von $400 für das laufende Jahr zu zahlen.
Die IRS verlangt eine letzte Erklärung, je nach steuerlicher Einordnung der LLC. Die Steuernummer wird nicht gelöscht, sondern deaktiviert, sobald alle Erklärungen abgegeben und alle Steuern bezahlt sind. Wer in Deutschland steuerpflichtig ist, prüft die Meldung nach § 138 Abs. 2 AO; in Österreich und der Schweiz klärt das der Steuerberater. Den Abschluss übernehmen wir mit der Leistung Gesellschaft schließen.
10Besteuerung von Unternehmen und natürlichen Personen
Auf dieser Seite erhältst du einen Überblick zum US-Steuersystem und US-Steuerrecht
Im Grundsatz dürften dir viele Elemente und Abgabenarten in den USA von zu Hause ein Begriff sein. Tendenziell ist das US-Steuersystem einfacher und weniger komplex als das Steuersystem in beispielsweise Deutschland und Österreich.

Zu erwähnen ist an dieser Stelle die Ende 2017 beschlossene US-Steuerreform, der Tax Cuts and Jobs Act. Sie hat eine Reihe von handfesten Vorteilen gebracht, insbesondere für Selbständige und Unternehmen: Seit dieser Reform liegt die Körperschaftsteuer des Bundes bei 21 Prozent. Auf der verlinkten Seite gehen wir auf die wichtigsten Vorteile für internationale US-Unternehmer ein, die nicht in den USA ansässig und steuerpflichtig sind.
10.1EIN: die Steuernummer deiner Gesellschaft
Ohne Employer Identification Number gibt es kein Geschäftskonto, keine Lohnbuchhaltung und keine Steuererklärung. Die EIN kostet bei der IRS nichts, und die IRS warnt ausdrücklich vor Webseiten, die dafür Geld verlangen. Beantragen kannst du sie erst, wenn die Gesellschaft bei ihrem Bundesstaat gegründet ist. Online geht das nur mit einem Hauptsitz in den USA und einer Sozialversicherungsnummer oder ITIN des Verantwortlichen; ohne beides läuft der Antrag für internationale Antragsteller per Telefon, Fax oder Post.
Die Seite erklärt den Antrag Schritt für Schritt, auch wer als responsible party eingetragen wird. Gleich nach der Gründung kommt außerdem die Meldung BE-13 an das Bureau of Economic Analysis: Sie ist binnen 45 Tagen fällig, wenn eine Person aus dem Ausland mindestens 10 Prozent der Stimmrechte an einer neuen US-Gesellschaft hält. Den Antrag übernehmen wir mit der Leistung EIN beantragen.
10.2Besteuerung deiner US-Corporation
Eine US-Corporation zahlt 21 Prozent Körperschaftsteuer im Bund, dazu je nach Bundesstaat eine eigene Steuer. Die Spanne ist groß: Delaware besteuert Einkünfte aus Tätigkeit im Staat mit 8,7 Prozent, Florida eine Corporation mit 5,5 Prozent, Wyoming erhebt keine Körperschaftsteuer, und Texas verlangt statt einer Einkommensteuer die Franchise Tax auf die Marge, für die Berichte 2026 und 2027 erst ab 2,65 Millionen Dollar Umsatz.
Die Seite erklärt außerdem die Sales Tax, die die Bundesstaaten und Gemeinden auf Verkäufe an Endkunden erheben, warum sie keine Mehrwertsteuer ist, und die Beiträge für Social Security, Medicare und die Arbeitslosenversicherung, sobald du Mitarbeiter hast. Vier Rechenbeispiele zeigen die Belastung in typischen Konstellationen. Mehr zur Sales Tax steht auf der Seite Sales Tax in den USA.
10.3Besteuerung deiner US-LLC
Die gewerbliche LLC mit mehreren Gesellschaftern ist steuerlich eine Personengesellschaft: Sie zahlt selbst keine Einkommensteuer, ihre Gesellschafter versteuern den Gewinn in den USA, ob er ausgeschüttet wird oder nicht. Auf den Anteil ausländischer Gesellschafter am Gewinn aus dem US-Geschäft behält die LLC Quellensteuer nach § 1446 ein, für natürliche Personen zum höchsten Einkommensteuersatz; zu viel gezahlte Steuer kommt mit der Erklärung zurück.
Natürliche Personen können für Gewinne aus der LLC einen Abzug nach § 199A von bis zu 20 Prozent des Gewinns geltend machen, mit Einschränkungen bei höheren Einkommen. Dazu kommen je nach Bundesstaat Einkommensteuer oder eine Steuer auf den Umsatz, die Sales Tax und unter Umständen Sozialbeiträge. Die Seite erklärt auch, warum für Gesellschafter mit Wohnsitz in Deutschland oft die LP die bessere Wahl ist.
10.4Besteuerung deiner US-LP
Die LP ist steuertransparent: Die Partner versteuern den Gewinn in den USA und reichen dort eine Steuererklärung ein, die LP selbst gibt Form 1065 ab. Auf den Anteil ausländischer Partner behält sie Quellensteuer ein, die mit der Erklärung der Partner verrechnet wird. Der Abzug nach § 199A senkt die Belastung natürlicher Personen um bis zu 20 Prozent des Gewinns.
Zu Hause gilt das Abkommen: Deutschland nimmt Einkünfte, die die USA besteuern dürfen, von der deutschen Steuer aus und berücksichtigt sie nur für den Steuersatz; die Schweiz verfährt ebenso, Österreich rechnet die US-Steuer an. Die Seite zeigt die Rechnung an Beispielen.
11Gewinnentnahme aus einer US-Gesellschaft
Wer ein erfolgreiches Unternehmen in den USA aufgebaut hat, muss Wege kennen, wie er die dort angesammelten Gewinne aus der Gesellschaft entnehmen oder ausschütten kann. Darauf gehen wir im Folgenden näher ein, zuerst mit den Wegen, die für jede Rechtsform gelten, dann mit den Seiten für Corporation, LLC und LP.

11.1Auslandsgesellschaft stellt Rechnungen an US-Gesellschaft
Du gründest eine Auslandsgesellschaft in einem steuergünstigen Abkommensstaat der USA (zum Beispiel Malta oder Irland). Sie stellt Rechnungen an die US-Gesellschaft, zum Beispiel für:
- Tätigkeiten der Zentralverwaltung (Buchhaltung, Logistik, Management, Marketing, Webseiten-Entwicklung)
- Tätigkeiten von Spezialisten (du hast einen Software-Entwickler, den du zum Beispiel für $2.000 am Tag an die US-Gesellschaft „ausleihst“)
- Vermietung von Spezialmaschinen, Werkzeugen, Personal (der Kameramann in unserem Beispiel am Anfang hat die Kameras, die seiner britischen Gesellschaft gehören, an die US-Gesellschaft vermietet)
- Einkaufsgesellschaft (mit dem Ziel, einen Teil der Marge in der Auslandsgesellschaft zu erwirtschaften)
- Lizenzgebühren (wenn du über lizenzierbares geistiges Eigentum verfügst)
Jede dieser Rechnungen muss einem Fremdvergleich standhalten, also dem Preis entsprechen, den auch ein unabhängiger Dritter verlangen würde.
11.2Darlehen der Auslandsgesellschaft
Die Auslandsgesellschaft kann der US-Gesellschaft Darlehen geben, und die Zinsen können in der US-Gesellschaft als Kosten geltend gemacht werden. Auch hier gilt der Fremdvergleich: Der Zins muss zu dem passen, was ein unabhängiger Kreditgeber für ein vergleichbares Risiko verlangen würde.
11.3Betriebsausgaben und Investitionen
Die Absetzbarkeit von Reise- und Verpflegungskosten ist auch in den USA ein eher freudloses Thema. Bewirtungskosten können nach dem Gesetz nur zu 50 Prozent als Ausgaben geltend gemacht werden. Andere Betriebsausgaben werden eher großzügig behandelt.
Investitionsgüter lassen sich sofort abschreiben, also als Betriebsausgaben absetzen. Für begünstigte Wirtschaftsgüter gilt eine Sonderabschreibung von 100 Prozent (Bonus Depreciation), die der One Big Beautiful Bill Act von 2025 dauerhaft festgeschrieben hat; eingeführt wurde sie in dieser Höhe mit der US-Steuerreform 2017. Die Grenze des Sofortabzugs nach § 179 liegt für Steuerjahre, die 2026 beginnen, bei $2.560.000; der Abzug wird abgeschmolzen, soweit die Anschaffungen des Jahres $4.090.000 übersteigen (Rev. Proc. 2025-32).
11.4Darlehen an Geschäftsführer und Gesellschafter
Die US-Gesellschaft kann Darlehen an Geschäftsführer und Gesellschafter geben. Das ist in den USA nicht unüblich und in Ordnung, solange die Vereinbarung einem Drittvergleich standhält.
11.5Gehalt und betriebliche Altersvorsorge
Das ergibt nur Sinn, wenn du in den USA lebst. Profitiere von den günstigeren Einkommensteuersätzen und zahle dir als Geschäftsführer ein Gehalt aus. Gewinne, die in der betrieblichen Altersvorsorge angelegt werden, müssen bis zu einer gewissen Grenze nicht versteuert werden.
11.6Aktienoptionen
Nur, wenn du in den USA lebst: Gibst du Aktienoptionen an Mitarbeiter (und dich selbst) heraus, so werden spätere Erträge aus der ausgeübten Option für den Mitarbeiter unter Umständen steuergünstig behandelt. Der Ertrag wird dann als Kapitalertrag und nicht als Arbeitseinkommen besteuert. Auf die richtige Strukturierung kommt es an.
11.7Staatliche Subventionen
Abhängig von der Größe deines Engagements in den USA kannst du dir bereits im Vorfeld staatliche Förderung sichern. Sie wird oft vom Bundesstaat in Form von Steuervergünstigungen gewährt, aber auch in Form von Darlehensgarantien und Fördermitteln. Daneben gibt es etliche Programme auf Bundesebene. Mehr dazu auf der Seite Förderung für den Standort USA.
11.8Gewinne aus der US-Corporation entnehmen
Die US-Corporation schüttet ihren Gewinn nach Steuern als Dividende aus. Auf Dividenden an Aktionäre im Ausland erhebt die USA nach dem Gesetz 30 Prozent Quellensteuer, die das Abkommen senkt. Nach dem Abkommen mit Deutschland sind es höchstens 15 Prozent, für eine deutsche Muttergesellschaft mit mindestens 10 Prozent der Stimmrechte höchstens 5 Prozent, und bei mindestens 80 Prozent über zwölf Monate kann die Quellensteuer unter weiteren Voraussetzungen ganz entfallen. In Deutschland bleibt die Dividende bei der Muttergesellschaft ab 10 Prozent Beteiligung steuerfrei, 5 Prozent gelten als nicht abziehbare Ausgaben.
Die Seite zeigt außerdem, wie sich der auszuschüttende Gewinn über Rechnungen und Darlehen einer Auslandsgesellschaft, Betriebsausgaben und die Sofortabschreibung mindern lässt, und wann Gehalt, Darlehen an Gesellschafter, Altersvorsorge und Aktienoptionen sinnvoll sind.
11.9Gewinne aus der US-LLC entnehmen
Bei der LLC als Personengesellschaft gilt der Gewinn am Ende des Geschäftsjahres steuerlich als bei den Gesellschaftern angekommen, auch wenn er auf dem Firmenkonto bleibt. Die Gesellschafter melden ihren Anteil in ihrer US-Steuererklärung und verrechnen die Quellensteuer, die die LLC für sie abgeführt hat. Den Gewinn mindern auch hier Rechnungen und Darlehen einer Auslandsgesellschaft, Betriebsausgaben, Sofortabschreibung und Gehalt. Welche dieser Lösungen passt, klärst du vor der Gründung; unter Umständen ist die C-Corporation die bessere Rechtsform.
11.10Gewinne aus der US-LP entnehmen
Für die LP gilt dasselbe Prinzip: Der Gewinn wird bei den Partnern versteuert, ob er ausgeschüttet wird oder nicht, und die LP führt für ausländische Partner Quellensteuer an die IRS ab. Mit dem Abkommen fällt im Wohnsitzstaat meist keine weitere Steuer an, wenn die LP tatsächlich gewerblich in den USA tätig ist. Die Seite zeigt, welche weiteren Wege den Gewinn mindern, von Rechnungen einer Auslandsgesellschaft bis zur betrieblichen Altersvorsorge.
Die saubere Struktur zwischen Mutter und US-Tochter oder zwischen dir und deiner US-Gesellschaft, abgestimmt mit deinem Steuerberater.
12Mentalität und Arbeitsweise der amerikanischen Steuerbehörde IRS
Dieser Abschnitt beruht im Wesentlichen auf meiner persönlichen Erfahrung aus vielen Jahren Tätigkeit in den USA. Dort habe ich selbst mehrere Firmen geführt, etliche Gesellschaften für Mandanten gegründet und intensiven Kontakt zu US-Unternehmern gepflegt, die ich wiederum dabei unterstützt habe, in Europa Fuß zu fassen.

Er gibt einen guten Einblick in die Arbeitsweise der IRS, ist aber sicherlich nicht als empirische Abhandlung zu verstehen. Gewiss gibt es auch andere Erfahrungen. Da meine Situation aber mit der vieler Mandanten übereinstimmt (Europäer, die ein Unternehmen in den USA gründen), sind meine Eindrücke in diesem speziellen Kontext hoffentlich aussagekräftig.
Spätestens seitdem die amerikanische Steuerbehörde IRS mit drastischen Maßnahmen gegen Schweizer Banken vorging und letztlich dem berühmt-berüchtigten Schweizer Bankgeheimnis den Todesstoß versetzte, wissen wir: Mit den Jungs ist nicht zu spaßen.
Wer aus Deutschland kommt, ist ja auch vom deutschen Finanzamt einiges gewöhnt. Aber man hat den Eindruck, dass die Amerikaner noch eine Spur härter und rücksichtsloser vorgehen.
Nicht wenige Unternehmer fragen sich daher, ob sie durch eine geschäftliche Tätigkeit in den USA schon mit einem Bein im Knast stehen. Was passiert, wenn mir ein Fehler bei der Steuererklärung unterläuft, weil ich die US-Zusammenhänge noch nicht richtig verstehe? Was passiert, wenn ich falsch beraten werde? Was passiert, wenn ich Fristen nicht einhalte, weil mir gar nicht bewusst war, dass eine Erklärung zur besagten Frist fällig wird?
Fragen über Fragen. An dieser Stelle teile ich meine eigenen Erfahrungen mit dir und hoffe, dir damit ein realistisches Bild der IRS vermitteln zu können.
12.1Die Rahmenbedingungen

Es gibt in den USA keine Mehrwertsteuer, für die Unternehmen monatlich oder quartalsweise detaillierte Umsätze melden. Die jährlichen Steuererklärungen sind also das wichtigste Mittel der IRS, um an Einkommens- und Umsatzinformationen der Steuerzahler zu gelangen. Entsprechend viele Erklärungen landen dort jedes Jahr, und nur ein kleiner Teil davon wird im Detail geprüft, die meisten davon schriftlich.
Die IRS hat drei Jahre nach Einreichung der Erklärung Zeit, die Steuer festzusetzen, und sechs Jahre, wenn in der Erklärung Einkünfte fehlen, die mehr als 25 Prozent der erklärten Bruttoeinkünfte ausmachen. Bei einer betrügerischen Erklärung oder einer gar nicht eingereichten Erklärung gibt es keine zeitliche Grenze.
12.2Steuerehrlichkeit in Amerika
Meiner Erfahrung nach ist es um die Steuerehrlichkeit der Amerikaner nicht sehr gut bestellt. Schwarzarbeit ist ein Volkssport. Selbst „Staatsdiener“ wie Soldaten und Polizisten sind ungeniert dabei, wenn es ein paar Dollar extra zu machen gibt.

Dazu kommen Menschen ohne Aufenthaltsrecht, die ohnehin nur schwarz beschäftigt werden können. Vor allem in den Grenzstädten, aber auch in Metropolen wie New York finden sie gering bezahlte Arbeit in Restaurants, auf Farmen und in anderen Betrieben, wo manuelle Arbeit gefragt ist.
Doch das Problem beschränkt sich bei weitem nicht auf die „niederen“ Einkommensschichten. Ich kenne mindestens zwei Anwälte in den USA, die jahrelang Bareinnahmen nicht ordentlich angegeben hatten. Beide wurden von gekündigten Mitarbeitern angeschwärzt.
Generell ist es für sehr viele Amerikaner ganz normal, dass zur Aufbesserung des Einkommens ein Nebenjob ausgeübt wird. Dieses Phänomen ist über alle sozialen Schichten und Berufsgruppen hinweg zu beobachten: Lehrer, die Nachhilfeunterricht geben. Banker, die freiberuflich Hypotheken vermitteln. Polizisten, die bei privaten Events als Sicherheitskräfte arbeiten. Da kommen zum Teil ganz erquickliche Summen zusammen, manchmal mehr als im Hauptberuf, und vieles davon wird schwarz und in bar abgerechnet.
Wo immer ein Großunternehmen involviert ist, kann man allerdings davon ausgehen, dass alles mehr oder weniger korrekt abgewickelt wird. Wer über eine Plattform sein Haus vermietet oder als Fahrer arbeitet, hat keine Chance, dem Finanzamt zu entkommen. Hier gehen sogenannte 1099-Meldungen an die IRS, die einmal im Jahr erklären, wie viel an die selbständigen Mitarbeiter gezahlt wurde.
12.3Die IRS-Strategie: Shock and Awe
Die meisten Amerikaner sind hinsichtlich der IRS absolut unbekümmert und geben sich nicht mal besondere Mühe, nicht versteuertes Einkommen zu verstecken oder zu verheimlichen. Hier ist man absolut schmerzfrei.

Aufgrund der schieren Datenmenge ist es fast unmöglich, zumindest „kleine“ Steuersünder zu ertappen, insbesondere die, die sich clever anstellen. Deshalb greift die IRS bei ertappten Steuersündern richtig hart zu. „Shock and Awe“ ist die Devise. Hier soll ein Exempel statuiert werden, ein wirklich abschreckendes Beispiel. Besonders hart drangenommen werden daher auch gern Prominente, die fraglos eine exponierte Position haben. Hier gefällt sich die IRS sehr in der vermeintlichen Robin-Hood-Rolle.
Auch bei Aktionen wie der gegen die Schweizer Banken geht es, neben dem großen Ertrag, den solche Maßnahmen „erwirtschaften“, um Abschreckung. Es wird ein Null-Toleranz-Ansatz propagiert, um die Steuerzahler daheim im Zaum zu halten.
Trotz allem Säbelrasseln: Meine konkrete Erfahrung ist, dass die meisten Amerikaner und amerikanischen Unternehmen mit der IRS höchst selten oder nie in Berührung kommen. Man kann keinesfalls sagen, dass die Bevölkerung und die Unternehmen von der IRS laufend drangsaliert werden. Das kann selbst eine Mega-Zentralbehörde wie die IRS gar nicht leisten.
12.4Laufender Umgang mit der IRS als Unternehmer
Als Unternehmer mit Mitarbeitern hast du mit der IRS normalerweise quartalsweise zu tun, wenn du die Lohnsteueranmeldung auf Form 941 einreichst. Darin meldest du die einbehaltene Einkommensteuer sowie die Beiträge zu Social Security und Medicare für das abgelaufene Quartal. Die Abgaben selbst zahlst du je nach Höhe monatlich oder halbwöchentlich ein.

Es ist absolut wichtig, dass die Quartalsmeldung immer pünktlich eingereicht wird und dass die Zahlungen an die IRS fristgerecht ausgelöst werden. Man nimmt es mit Fristen sehr genau, und die IRS ist relativ auf Zack, wenn es um Kontopfändungen geht. Im Zweifel reichst du lieber fristgerecht eine Meldung ein, die du später berichtigst, als gar keine.
Gleiches gilt für die jährliche Steuererklärung und die unterjährigen Vorauszahlungen auf die Körperschaftsteuer, wenn du Gewinne erwartest. Die Frist für die Jahreserklärung lässt sich mit Formular 7004 verlängern, die Frist für die Zahlung nicht.
Wenn du diese Regeln beachtest, ist es wahrscheinlich, dass du viele Jahre überhaupt nichts von der IRS hörst und unter Umständen nie geprüft wirst, vor allem, wenn du selbst nicht in den USA lebst und die Gesellschaft als Corporation versteuerst.
Was die Aufmerksamkeit der IRS erregt und eine Kontaktaufnahme seitens der IRS wahrscheinlicher macht, ist alles, was von der Norm abweicht und ein „Geschmäckle“ hat. Darunter fallen zum Beispiel:
- Hohe Darlehen an die Geschäftsführung
- Verluste über mehrere Jahre
- Hohe Bar-Transaktionen
- Unverhältnismäßigkeit (Umsatz $100.000, Reisekosten $50.000. Oder: Umsatz $50.000, Spenden an wohltätige Zwecke $10.000)
- Immobilien-Verluste
Bestimmte Branchen stehen ebenfalls unter Generalverdacht, zum Beispiel Gebrauchtwagenhändler.
12.5Wenn du doch mal Kontakt mit der IRS hast
Solltest du aus irgendeinem Grund mit der IRS sprechen müssen, ist es meiner Erfahrung nach am besten, wenn du dir von vornherein klarmachst:

- Das Wissen des Sachbearbeiters ist extrem begrenzt.
- Der Sachbearbeiter war noch nie im Ausland und hat womöglich seinen Bundesstaat noch nie verlassen.
- Der Sachbearbeiter kennt seine Arbeitsabläufe aus dem Effeff. Er verwendet eine bestimmte Terminologie. Er hat ein bestimmtes Weltverständnis.
- Es hat keinen Sinn, dass du versuchst, dich außerhalb der Begriffs- und Gedankenwelt des Sachbearbeiters zu verständigen.
Führst du mit diesem Verständnis das Gespräch und passt dich in deinem Verhalten entsprechend daran an, wirst du erstaunt sein, wie schnell du zu einem einvernehmlichen Ergebnis kommst. Liegt ein schwerwiegenderes Problem vor, das du selbst nicht lösen kannst, ist das Einschalten eines spezialisierten Anwalts in der Regel überaus ratsam. Für Schreiben und Strafen der IRS gibt es unsere Leistung IRS-Schreiben und Strafen.
13Welcher Bundesstaat ist der beste Standort für mein Unternehmen?
Wer ein Unternehmen in den USA gründen will, stellt sich ziemlich schnell die Frage, in welchem US-Bundesstaat das Unternehmen seinen Sitz haben soll. Die Meinungen gehen dabei weit auseinander, und nicht selten spielen emotionale Faktoren eine wichtigere Rolle als Fakten.

Meine Meinung ist: Du solltest die Frage des besten Unternehmensstandortes komplett auf Basis praktischer und betriebswirtschaftlicher Überlegungen entscheiden. Es ergibt keinen Sinn, in Wyoming ein Unternehmen nur deswegen anzusiedeln, weil es dort keine Körperschaftsteuer auf Ebene des Bundesstaats gibt. Sicher, wenn du ein Rancher bist, ist Wyoming schon schön. Aber wenn es um gute Erreichbarkeit, Präsenz, Nähe zum Markt und die Rekrutierung von gutem Personal geht, haben solche Standorte einen klaren Nachteil.
Beginne damit, dir folgende Fragen zu stellen:
- Wo gefällt es mir am besten?
- Wo befinden sich meine Kunden?
- Nützt mir die Präsenz vieler anderer Player meiner Branche (Silicon Valley, Wall Street)?
- Wo finde ich Mitarbeiter?
- Welches Image will ich der Außenwelt mit meiner Standortwahl präsentieren?
- Wie gut ist der Standort erreichbar? Von Europa? Aus den USA?
- Stehen die Standortkosten (Mieten, Löhne) im Verhältnis zu meinen erwarteten Erträgen?
Ich behaupte, dass 90 Prozent aller Unternehmen durch die Beantwortung dieser einfachen Fragen die richtige Standortentscheidung treffen können. Die restlichen 10 Prozent sind meiner Erfahrung nach Sonderfälle: Großunternehmen mit Förderung, regulierte Branchen, das EB-5-Visum oder die Übernahme eines bestehenden Unternehmens. Die Seite zur Wahl des Sitzstaats geht auf sie ein und erklärt auch, warum Registersitz und Verwaltungssitz in verschiedenen Bundesstaaten liegen können.
13.1Der beste Bundesstaat für deine LLC
Für die LLC mit echtem Geschäft lautet die Antwort meist: der Staat, in dem du arbeitest. Gründest du woanders, meldest du die LLC dort zusätzlich an und zahlst zwei Staaten. Die Seite vergleicht Delaware, Wyoming, Florida, Texas, Kalifornien und New York bei Gründung und laufenden Kosten. Wyoming und Delaware sind günstig und diskret, Kalifornien mit $800 im Jahr und New York mit der Veröffentlichungspflicht teuer. Florida, Texas und Wyoming erheben keine Einkommensteuer des Staates auf natürliche Personen.
Delaware lohnt sich, wenn Investoren, mehrere Gesellschafter oder eine spätere Holding das Recht des Staates brauchen. In der Praxis entscheiden ein Visum, dein Wohnort und deine Kunden die Wahl meist vor jeder Gebührentabelle.
13.2Welcher Bundesstaat, welche Rechtsform?
Diese Seite verbindet die beiden Grundfragen der Gründung für gewerbliche US-Gesellschaften mit Betriebsstätte, deren Gewinne in den USA voll zu versteuern sind. Grundsätzlich empfehlen wir die C-Corporation, eine Personengesellschaft nur mit weiteren guten Gründen und dann eher die LP als die LLC. Bei der Steuer des Bundesstaats zeigt die Seite, welche Staaten je nach Rechtsform und Umsatz günstig sind, darunter Wyoming ohne Körperschaftsteuer und Texas mit der Franchise Tax, die erst über einer Umsatzschwelle anfällt. Für die meisten Unternehmen entscheiden aber die betrieblichen Fragen.
13.3Von uns empfohlene Sitzstaaten und Standorte
Wir unterstützen dich an jedem Ort in den USA. Auf Nachfrage empfehlen wir fünf Städte, jede mit eigenem Profil: Austin und San Francisco für Technologie, New York City für die Finanzwelt, Miami als Tor nach Lateinamerika und Wilmington in Delaware für den Registersitz. Die Seite stellt sie vor und erklärt, warum Standortnachteile wie hohe Steuern sich durch unternehmerischen Erfolg meist wettmachen lassen, umgekehrt aber selten. Wer nach Texas will, findet die Gründung dort unter Firmengründung in Texas.
14Delaware: der Registersitz der Konzerne
Kein Bundesstaat wird so oft genannt, wenn es um die Gründung geht. In Delaware sind mehr als 2,28 Millionen Gesellschaften eingetragen, darunter mehr als zwei Drittel der Fortune-500-Unternehmen. Was dahintersteckt und für wen sich Delaware lohnt, erklären fünf Seiten.
14.1Delaware LLC gründen für ein echtes US-Geschäft
Eine Delaware LLC entsteht mit dem Certificate of Formation bei der Division of Corporations; der Staat verlangt dafür $110, und das Dokument nennt nur Name, Registered Office und Registered Agent. Das LLC Agreement wird nicht eingereicht. Delaware gibt ihm größtmögliche Vertragsfreiheit, bis hin zur Einschränkung der Treuepflichten; nur die Pflicht zu Treu und Glauben bleibt. Jedes Jahr zahlt die LLC $400 Steuer zum 1. Juni des Folgejahres; einen Jahresbericht gibt es nicht, wohl aber Zuschläge und den Verlust des Good Standing bei Verspätung.
Die Seite erklärt auch die Kehrseite: Wer das Geschäft in Texas, Florida oder Kalifornien betreibt, meldet die Delaware LLC dort zusätzlich an und trägt die Pflichten beider Staaten. Eine Gläubigerin eines Gesellschafters kommt in Delaware nur über eine Pfändung seiner Gewinnansprüche an die LLC heran, auch bei nur einem Gesellschafter.
14.2Darum ist Delaware für Großkonzerne so attraktiv
Wie wurde der kleine Bundesstaat zum Registersitz der Großkonzerne? Die Seite erzählt die Geschichte des Wettlaufs der Bundesstaaten um die Gesellschaften und erklärt, was Konzerne nach Delaware zieht: ein ausgefeiltes Gesellschaftsrecht, eine Verwaltung, die auf Unternehmen zugeschnitten ist, und der Court of Chancery. Dieses Wirtschaftsgericht ist mehr als 225 Jahre alt, hat einen großen Teil des modernen US-Gesellschaftsrechts geschrieben, und Berufungen gehen direkt an den Supreme Court des Staates.
Sie erklärt auch, warum die Vorteile vor allem für große Konzerne gelten, und nur auf der Ebene der Bundesstaaten: An der Steuer des Bundes ändert eine Delaware-Gesellschaft nichts.
14.3Delaware für Dummies: das Steuerparadies, verständlich erklärt
Ist Delaware eine Steueroase? Die Seite räumt mit dem Mythos auf. Delaware besteuert Einkünfte aus Tätigkeit und Vermögen im Staat mit 8,7 Prozent Körperschaftsteuer. Befreit ist eine Corporation, deren Tätigkeit in Delaware sich auf das Halten und Verwalten von Beteiligungen, Forderungen, Patenten und Marken beschränkt. Im Bund fallen trotzdem 21 Prozent an.
Das Register in Delaware veröffentlicht weder Gesellschafter noch Geschäftsführung der LLC, damit steht Delaware aber nicht allein. Spätestens bei der Kontoeröffnung endet die Anonymität, denn die Bank stellt fest, wem die Gesellschaft gehört.
14.4Der Delaware Flip
Beim Delaware Flip kommt eine neue Delaware-Holding über die ausländische Gesellschaft, häufig im Zusammenhang mit einer Finanzierungsrunde durch Risikokapitalgeber. Die Gründe: der große Markt für Risikokapital in den USA, ein möglicher Börsengang an einer US-Börse, ein späterer Verkauf an US-Investoren und Investoren, die die Mechanik einer Delaware Corporation kennen.
Technisch läuft der Flip meist über einen Aktientausch: Die Gesellschafter halten danach die Delaware Corporation, die ausländische Gesellschaft wird ihre hundertprozentige Tochter, und Optionen werden gegen Optionen der neuen Mutter getauscht. Steuerlich ist der Flip komplex, Ziel ist ein steuerneutraler Umbau. Die Seite erklärt auch die Nachteile, und warum der Flip umso einfacher ist, je früher du ihn prüfst.
14.5Delaware: The First State
Das Porträt zeigt Delaware als Ort, nicht nur als Adresse im Register: seine Lage in der Region Mittelatlantik, seine Wirtschaft mit dem Schwerpunkt Chemie und die Steuern für Unternehmen und Privatpersonen. Wer überlegt, in Delaware nicht nur zu gründen, sondern auch zu arbeiten, bekommt hier den Überblick über den Staat selbst. Die Gründung dort beschreibt die Seite Firmengründung in Delaware.
15Wyoming, Texas, Florida, New York und Kalifornien
Fünf weitere Bundesstaaten fragen unsere Mandanten am häufigsten an. Jeder hat eigene Formulare, Fristen und Gebühren, und jeder hat eine Eigenheit, die Gründer überrascht. Die Tabelle am Ende dieses Abschnitts stellt die sechs Staaten nebeneinander.
15.1Wyoming LLC gründen
Wyoming hat die LLC 1977 als erster Staat gesetzlich geregelt. Die Reihenfolge der Gründung ist fest: Name prüfen, Registered Agent mit Anschrift in Wyoming bestellen, Articles of Organization einreichen, Operating Agreement schließen, dann die EIN beantragen. Online ist die LLC sofort wirksam, die Staatsgebühr beträgt $100. Wyoming erhebt keine Einkommensteuer, weder auf Gesellschaften noch auf natürliche Personen, und keine Franchise Tax.
Jedes Jahr zum Ersten des Gründungsmonats sind Jahresbericht und License Tax fällig, mindestens $60. Wer 60 Tage danach nichts eingereicht hat, dessen LLC wird von Amts wegen aufgelöst. Und wo das Geschäft tatsächlich läuft, etwa mit Büro oder Mitarbeitern in Texas, meldet sich die LLC zusätzlich als ausländische Gesellschaft an.
15.2Texas LLC gründen
Eine Texas LLC entsteht mit dem Certificate of Formation (Form 205) beim Secretary of State; die Gebühr beträgt $300. Der Name muss sich von bestehenden Namen unterscheiden und „Limited Liability Company“, „Limited Company“ oder eine Abkürzung davon enthalten. Pflicht ist ein Registered Agent mit Straßenadresse in Texas; die LLC kann nicht ihr eigener Agent sein.
Die LLC unterliegt der Franchise Tax. Bis 2,65 Millionen Dollar Umsatz fällt für die Berichte 2026 und 2027 keine an, der Public Information Report ist trotzdem jedes Jahr bis zum 15. Mai fällig. Texas erhebt nach seiner Verfassung keine Einkommensteuer auf natürliche Personen, auch nicht auf deren Anteil an Personengesellschaften. Wer verkauft, registriert sich für die Sales Tax: 6,25 Prozent für den Staat, dazu bis zu 2 Prozent für die Gemeinden.
15.3Florida LLC gründen und betreiben
Eine Florida LLC entsteht mit den Articles of Organization bei der Division of Corporations; der Staat verlangt $125 einschließlich der Benennung des Registered Agent. Jedes Jahr zwischen 1. Januar und 1. Mai geht online der Jahresbericht für $138,75 an den Staat; danach kommen $400 Zuschlag dazu, ohne Möglichkeit des Erlasses. Florida kennt keine Einkommensteuer für natürliche Personen; Körperschaftsteuer zahlt nur die LLC, die als Corporation besteuert wird.
Wer in Florida verkauft und Mitarbeiter beschäftigt, registriert sich vor dem Start für die Sales Tax (6 Prozent für den Staat, dazu ein Zuschlag des County) und die Reemployment Tax und holt die Local Business Tax Receipts von County und Gemeinde. Seit dem 1. Juli 2026 kann eine Florida LLC Protected Series bilden. Bei der LLC mit nur einem Gesellschafter erlaubt das Gesetz unter Umständen die Versteigerung des Anteils durch Gläubiger.
15.4New York LLC gründen
Die New York LLC entsteht mit den Articles of Organization beim Department of State, Staatsgebühr $200. Dann kommt eine Pflicht, die kein anderer Staat kennt: Binnen 120 Tagen muss die Gründung sechs Wochen lang in zwei Zeitungen ihres County erscheinen, einer täglichen und einer wöchentlichen, und die LLC reicht das Certificate of Publication ein, Gebühr $50. Verstreicht die Frist, ruht ihr Recht, in New York Geschäfte zu betreiben; Verträge bleiben wirksam, und der nachgeholte Nachweis hebt die Sperre auf.
Ein schriftliches Operating Agreement ist binnen 90 Tagen nach der Gründung Pflicht, das Biennial Statement alle zwei Jahre für $9. Hat die LLC Einkünfte aus New York, zahlt sie jedes Jahr die Filing Fee beim Finanzamt des Staates, von $25 bis $4.500.
15.5California LLC: die Kosten
Eine kalifornische LLC kostet bei der Gründung $70 und binnen 90 Tagen $20 für das Statement of Information, das danach alle zwei Jahre wiederkommt. Die Annual Tax von $800 ist für jedes Steuerjahr fällig, auch für das erste, erstmals am 15. Tag des vierten Monats nach der Einreichung; beginnt das erste Steuerjahr 2027 bis 2029, sind es im ersten Jahr $400. Ab $250.000 Einnahmen aus Kalifornien kommt die LLC Fee dazu, gestaffelt bis $11.790.
Die Annual Tax zahlt auch eine LLC aus Delaware oder einem anderen Staat, sobald sie in Kalifornien tätig ist oder dort registriert ist. Sie läuft weiter, bis die LLC beim Secretary of State gelöscht ist; wer binnen zwölf Monaten nach der Gründung mit der Kurzform löscht, zahlt für das erste Jahr nichts.
| Bundesstaat | Gründung (Staatsgebühr) | Jedes Jahr | Fällig |
|---|---|---|---|
| Delaware | $110 | Steuer von $400, kein Jahresbericht | 1. Juni des Folgejahres |
| Wyoming | $100 | Jahresbericht mit License Tax, mindestens $60 | Erster Tag des Gründungsmonats |
| Texas | $300 | Public Information Report; Franchise Tax erst über 2,65 Millionen Dollar Umsatz (Berichte 2026 und 2027) | 15. Mai |
| Florida | $125 | Jahresbericht $138,75 | 1. Januar bis 1. Mai |
| New York | $200, dazu die Veröffentlichung und $50 für den Nachweis | Biennial Statement $9 alle zwei Jahre | im Gründungsmonat |
| Kalifornien | $70, dazu $20 für das Statement of Information | Annual Tax $800, auch im ersten Jahr; Statement of Information alle zwei Jahre | 15. Tag des vierten Monats |
Quelle: Delaware Division of Corporations (Gebührenordnung, Alternative Entity Tax Instructions); Wyoming Secretary of State (Business Fees, FAQ); Texas Secretary of State (Form 205) und Texas Comptroller (Franchise Tax); Florida Statutes § 605.0213 und Division of Corporations; New York Department of State; California Secretary of State und Franchise Tax Board. Abgerufen am 24. Oktober 2026.
16Holding: wer über deinen US-Gesellschaften steht
Sobald es mehr als eine Gesellschaft gibt, stellt sich die Frage, wer oben steht. Eine Holding hält und verwaltet die Anteile, das Geschäft machen die Töchter. Ob sie in den USA oder im Ausland sitzt, entscheidet über Steuer, Erbfall und Vertraulichkeit.
16.1Delaware Holding für Unternehmer und Familien
Eine Delaware Holding hält die Anteile deiner US-Gesellschaften; das Geschäft machen die Töchter in dem Staat, in dem sie arbeiten. Für eine gemeinsame Steuererklärung der Gruppe braucht es eine US-Corporation an der Spitze mit mindestens 80 Prozent der Stimmen und des Werts jeder Tochter; deine GmbH kann diese Rolle nicht übernehmen, weil ausländische Gesellschaften nicht Teil der Gruppe sein können. In Delaware zahlt die Holding-Corporation den Jahresbericht für $50 und die Franchise Tax ab $175; Körperschaftsteuer des Staates entfällt, wenn sie dort nur Beteiligungen hält und verwaltet.
Halten Familienmitglieder ohne US-Wohnsitz die Aktien der Holding direkt, gelten diese für die US-Nachlasssteuer als US-Vermögen; eine Erklärung ist schon ab $60.000 US-Vermögen fällig, und die Abkommen mit Deutschland, Österreich und der Schweiz können helfen. Form 5472 und die Meldung BE-13 gehören zu jeder Holding in ausländischer Hand. Die Gründung übernehmen wir mit der Leistung Holding in Delaware.
16.2Internationale Holding-Gesellschaften
Diese Seite weitet den Blick über die USA hinaus. Sie unterscheidet die US-Holding, die internationale Holding über der US-Gesellschaft, etwa im Vereinigten Königreich oder in Malta, und die Holding für geistiges Eigentum. Eine Holding verdient an Dividenden und Beteiligungsverkäufen, dazu an Darlehen, Verwaltungsleistungen und Lizenzen für ihre Töchter. Die Gewinne der Töchter werden vor der Ausschüttung in deren Sitzstaat versteuert; zur Minimierung von Betriebsgewinnen dient eine Holding nicht.
Die Seite erklärt, wann eine internationale Holding als Mutter der US-Gesellschaft das Thema der US-Nachlasssteuer löst, und was die Regeln von OECD und EU gegen Gewinnverlagerung für Holdings bedeuten, die geistiges Eigentum halten.
17Was du über das US-Bankenwesen wissen musst
Es gibt in den USA die großen US-Banken und dann unzählige regionale Institute, ähnlich den Sparkassen, die jedoch in Privatbesitz sind. Dazu kommen Fintech-Anbieter, die Konten über Partnerbanken führen.

Die amerikanischen Banken sind unkompliziert, aber oft archaisch. Schecks spielen im Alltag eine größere Rolle als bei uns, und die Banking-Apps erlauben es, einen Scheck zu fotografieren und so einzureichen. Grundsätzlich haben die Banken eine stark auf die USA konzentrierte Optik. Alles, was über den eigenen Tellerrand hinausgeht, ist kompliziert, und manche kleine Bank ist für Überweisungen aus dem Ausland schlecht eingerichtet.
17.1Was die Bank bei der Kontoeröffnung sehen will
Eine Kontoeröffnung für deine US-Gesellschaft ist auch für Nicht-Amerikaner möglich. Die Bank muss nach den Regeln des Finanzministeriums für die Gesellschaft eine physische Adresse festhalten, den Hauptsitz, ein Büro oder einen anderen Standort, und die wirtschaftlich Berechtigten feststellen: alle, die mindestens 25 Prozent halten, und eine Person, die die Gesellschaft kontrolliert. Dazu kommen Gründungsdokumente, die EIN und ein Ausweis.
Unsere Gründungspakete umfassen das Konto. Standardmäßig eröffnen wir für deine US-Gesellschaft ein USD-Geschäftskonto über Mercury. Mercury ist ein Fintech-Unternehmen und selbst keine Bank; die Konten führen Partnerbanken, deren Einlagen bei der FDIC versichert sind, mindestens bis 250.000 Dollar je Einleger, Eigentumskategorie und Bank. Ein Wohnsitz in den USA ist dafür nicht nötig, wohl aber eine in den USA gegründete Gesellschaft mit bestehendem oder geplantem Geschäft dort. Mehr dazu unter Bankkonto für die US-LLC, US-LLC und Mercury und auf der Seite Kontoeröffnung USA.
17.2Darlehen und Kreditlinie
Wenn deine amerikanische Gesellschaft gut läuft und Umsätze erwirtschaftet, ist eine Kreditlinie (Kontokorrent) realistisch. Die Kreditlinie bekommt deine Gesellschaft, nicht du persönlich, und in den USA leben musst du dafür nicht. Einige Banken sind aber skeptisch, wenn du nicht in den USA lebst und deswegen keine Kredithistorie in den USA hast.
Drei Faktoren entscheiden: der Credit Score der Gesellschaft, die Umsätze auf ihrem Konto und weiche Faktoren wie Geschäftsmodell und Substanz in den USA. Der Score der Gesellschaft beginnt mit der D-U-N-S-Nummer, einer kostenlosen neunstelligen Kennung von Dun & Bradstreet, und wächst mit Verträgen, die du pünktlich auf Rechnung bezahlst. Kredite mit Garantie der Small Business Administration scheiden dagegen aus, sobald die Gesellschaft ganz oder teilweise Ausländern gehört. Wie du die Kreditwürdigkeit deiner Gesellschaft aufbaust, steht unter Business Credit in den USA.
17.3US-PayPal-Konto
Ein US-Geschäftskonto bei PayPal ist eine Option für deine neu gegründete US-Gesellschaft, als Zusatz zum Geschäftskonto. Damit nimmst du Online-Zahlungen von Kunden an und überweist an andere Empfänger. Ausschüttungen der Gewinne laufen weiter über das normale US-Firmenkonto der Gesellschaft. Die Seite erklärt, was du für den Account brauchst und wie er mit dem Firmenkonto zusammenspielt.
17.4Automatischer Informationsaustausch
Viele Mandanten fragen, ob ihr Finanzamt zu Hause von einem Konto der US-Gesellschaft erfährt. Wie der automatische Informationsaustausch nach dem Common Reporting Standard der OECD funktioniert und welchen eigenen Weg die USA mit FATCA gehen, erklären die Seite USA, CRS und FATCA und, in der Tiefe, wohnsitzausland.com. Für uns gilt ohnehin: Deine US-Gesellschaft ist bei uns eine Gesellschaft mit Geschäft in den USA, die dort und zu Hause korrekt erklärt wird.
Dein eigener Zugang zum amerikanischen Finanzsystem, auch ohne SSN.
18Polizeistaat USA: Fiktion oder Wirklichkeit?
Ich habe während meiner Zeit in den USA viele Polizisten kennengelernt, ebenso wie Richter, Staatsanwälte und alle möglichen Sachbearbeiter und Beamte der Justiz in mehreren Staaten (Stichwort: Zu-schnell-fahren!). Meine Erfahrungen sind eigentlich nur gut. Ich bin immer mit Freundlichkeit, Höflichkeit und Respekt behandelt worden.

Gleichzeitig sperren die USA im Verhältnis zur Bevölkerung mehr Menschen ein als fast jedes andere Land der Welt, nach dem World Prison Brief 542 je 100.000 Einwohner (Ende 2023), und die „Law and Order“-Politik genießt breiten Rückhalt in der Bevölkerung. Wer sich nicht an die Regeln hält, der soll eingesperrt werden.
18.1Law and Order

Ihren Ursprung hat diese Mentalität auch in der „Zero-Tolerance“-Politik, mit der Bürgermeister Rudy Giuliani in den Neunzigern die Kriminalität in New York bekämpfte. Zur anderen Seite des Bildes gehören die Berichte über Polizeigewalt, die immer wieder durch die Medien gehen.
18.2Das Problem der sozialen Ungleichheit
Unter diesen Zuständen leidet im Wesentlichen die sozial schwache Bevölkerung. Die Mittelschicht kommt kaum negativ mit der Polizei in Berührung, außer, wie in meinem Fall, durch Verkehrsdelikte wie zu schnelles Fahren. Man hat ein durch und durch positives Bild der Polizei und freut sich, wenn Präsenz gezeigt wird.

Aus meiner Sicht haben die Missstände und der schnelle Griff zur Waffe zwei Ursachen:
- Schlechte Ausbildung. Der Polizist weiß nicht, wie er eine kritische Situation entschärfen kann, und greift zur Waffe.
- Militär-Hintergrund: Viele Veteranen werden nach dem aktiven Dienst Polizisten. Alte Gewohnheiten sterben nicht, und es fällt schwer, sich vom Schlachtfeld zur Kleinstadt umzugewöhnen.
18.3Konsequenzen für den europäischen Unternehmer
Als europäischer Unternehmer hat man kaum etwas von der amerikanischen Polizei zu befürchten und kann im Gegenteil mit einer zuvorkommenden Behandlung rechnen. Die USA sind ein Riesenland. Wer in Hamburg wohnt, den tangiert Polizeigewalt in Sizilien allenfalls peripher.

Wer sich allerdings beim Drogenkonsum erwischen lässt oder auch schon mit Alkohol am Steuer, der ist in jedem Fall erst mal dran, muss womöglich eine Nacht ins Gefängnis und hat ein richtiges Verfahren am Hals, egal, zu welcher sozialen Schicht er gehört.
Und da hilft nur eins: den besten Anwalt besorgen, den man sich leisten kann. Denn anders als in unseren Breiten hängt in den USA fast alles von einem guten Anwalt ab. Gute Anwälte sind teuer, und so profitieren vor allem die vom US-Rechtssystem, die es sich leisten können.
18.4Strafzettel nicht bezahlen
Ich bin übrigens gegen alle Strafzettel immer per Anwalt vorgegangen, anstatt das Bußgeld einfach zu bezahlen. Ich habe in vier von fünf Fällen gewonnen, wurde „freigesprochen“ und musste die Strafzettel am Ende nicht bezahlen. Wie kann das sein?

Nun, wenn ein Ticket wirklich angefochten und nicht einfach bezahlt wird, muss die Polizeibehörde eine Akte zusammenstellen und den Polizisten als Zeugen in eine Gerichtsverhandlung senden. Das wird mit relativ wenig Motivation angegangen, außer es handelt sich um eine wichtige Sache. Die Konsequenz ist oft, dass der Strafzettel fallen gelassen wird.
19Existiert die „Verklagungskultur“ in den USA wirklich?
Jeder Unternehmer, der in den USA einen Betrieb eröffnet, fragt sich: Muss ich damit rechnen, laufend von unzufriedenen Kunden und Mitarbeitern verklagt zu werden?

Jeder kennt die Geschichten von absurden Schadenersatzklagen aus Amerika, von denen man in den Medien hört, etwa um heißen Kaffee aus dem Schnellrestaurant.
19.1Wer verklagt wen warum?
Wenn es ums „Verklagen“ geht, so kann damit dreierlei gemeint sein:
- Nichterfüllung und Vertragsbruch: Ein Kunde bestellt zum Beispiel eine Dienstleistung bei dir (sagen wir die Montage einer Küche), und du lieferst nach Meinung des Kunden nicht fristgerecht oder nur einen Teil der vereinbarten Leistung. Der Kunde geht wegen Nichterfüllung gegen dich vor und will sein ganzes Geld oder einen Teil davon zurück. Selbst wenn der Kunde einen Anwalt einschaltet, kommt es hier meiner Erfahrung nach fast immer zu einer Einigung, und die Sache landet nie vor Gericht.
- Schadenersatz (Sachschaden): Kurz nach der Montage der eben angesprochenen Küche kommt es zu einem Rohrbruch und Wasserschaden in der Wohnung des Kunden. Der Kunde macht dich verantwortlich und erwartet Schadenersatz.
- Schadenersatz (Personenschäden): Der Kunde rutscht in der überfluteten Küche aus, bricht sich ein Bein und verklagt dich auf Schadenersatz.
Meiner Erfahrung nach sind Klagen wegen Nichterfüllung und Vertragsbruch sowie Schadenersatzklagen bei Sachschäden ungefähr genauso häufig zu erwarten wie etwa in Deutschland auch, also nicht gerade an der Tagesordnung.
Gute Arbeit, klare Vereinbarungen, schriftliche Verträge und gute Kommunikation sind hier besonders hilfreich. Und wenn wirklich mal etwas schiefgeht, hilft eine Haftpflichtversicherung in vielen Fällen weiter. Wie immer ist ein guter Anwalt Gold wert, wenn es wirklich kracht. Wer Produkte in den USA verkauft, liest außerdem die Seite Produkthaftung.
19.2Ambulance Chaser und Pizzabote
Hinsichtlich Personenschäden gibt es in den USA definitiv eine Verklagungskultur. Anwälte für Personenschäden werden verächtlich „Ambulance Chasers“ genannt. Sie arbeiten für ihre Mandanten auf Erfolgsbasis und kassieren dafür einen hohen Anteil am ausbezahlten Schmerzensgeld.

Ein konkretes Beispiel aus der Praxis: Ein Mandant betreibt ein Pizza-Restaurant. Sein Pizzabote fällt mit dem eigenen Mofa um und hat ein paar Schrammen. Der Pizzabote verklagt den Mandanten mit dem Hinweis auf zu viele Pizzen in der Isolierbox. Diese hätten ihn sein Gleichgewicht verlieren lassen.
Der junge Mann beauftragt einen „Ambulance Chaser“, und der fordert vom Mandanten $20.000 Schadenersatz. Am Ende kommt es zum Vergleich, und man einigt sich auf $800 Schmerzensgeld. Der Mandant bezahlt zähneknirschend, weil die $800 weniger sind als das Honorar, das er am Ende seinem eigenen Anwalt bezahlen müsste.
19.3Realitätscheck
Aber: Es ist keinesfalls so, dass bei kleinen und mittelständischen Unternehmen täglich Schadenersatzklagen ins Haus flattern. Was wir in den Medien hören, sind extreme Ausnahmefälle. Ich kenne mehr Anwälte, die Klagen wegen Personenschäden strikt ablehnen, weil es sich nicht lohnt, als ich Unternehmer kenne, die erfolgreich auf Schadenersatz verklagt wurden.
Die Politik ist sich des Problems bewusst, und manche Bundesstaaten schränken Schadenersatzklagen für bestimmte Branchen gesetzlich ein. Ein gutes Beispiel dafür ist Texas: Bei Klagen wegen ärztlicher Behandlungsfehler ist das Schmerzensgeld gegen Ärzte auf $250.000 je Kläger begrenzt. Wie gut Arbeitgeber gegen Klagen ihrer Mitarbeiter geschützt sind, zeigt die Seite Schutz gegen Arbeitnehmerklagen.
20Der Weg zur Greencard oder zum US-Visum
Auf dieser Seite erfährst du mehr zu den Visa-Optionen für Unternehmer
In den USA zu leben, wenigstens für ein paar Jahre: Das ist für viele Unternehmer ein Wunsch. Daran ändern auch die oftmals wenig schmeichelhaften Berichte über die USA in unseren Medien wenig. Und Hand aufs Herz: Die USA haben viel zu bieten, gerade wenn man nicht ganz mittellos ist. Besonders für Unternehmer bieten die USA große wirtschaftliche Chancen, die sich so in Europa viel schwerer realisieren lassen.

Egal, ob du aus unternehmerischen oder ganz persönlichen Gründen (Abenteuer?) an einem Leben in den USA interessiert bist: Der Umzug muss gut geplant sein und birgt besondere Herausforderungen in sich. Und an allererster Stelle steht dabei das Visum, das es dir ermöglicht, in den USA zu leben. Mach dich auf einen langen und oft komplizierten Verwaltungsprozess gefasst.
Aber die gute Nachricht ist diese: Ein Unternehmen in den USA zu betreiben, ist der einfachste Weg, eine Green Card oder ein Visum zu erhalten, das dir erlaubt, in den USA zu leben. Als Grundsatz solltest du verstehen, dass du Steuereinnahmen und Jobs für Amerikaner schaffen musst, um als Unternehmer ein Visum in den USA zu erhalten. Das ist die Erwartungshaltung, die man an dich hat. Steht hinter deiner US-Gesellschaft ein substanzielles Unternehmen im Ausland, führt der Weg meist über das L-1 Visum, sonst über das E-2 Investorenvisum.
Mehr zu den Visa-Optionen für Unternehmer und zum Krankenversicherungsschutz in den USA. Den Überblick über alle Gründungsleistungen der Kanzlei findest du unter Gründung; wie andere Unternehmer ihren Weg ins Ausland gestaltet haben, hörst du im Podcast unserer Netzwerk-Seite Perspektive Ausland.
- Drei Erfahrungsberichte zeigen, warum Unternehmer in die USA gehen: für den Markt, als zweites Standbein und für ein Leben in Amerika.
- Der Leitfaden richtet sich an Unternehmer, die den US-Markt bedienen, mit wenigstens 250.000 Dollar Umsatz im Jahr rechnen und binnen 12 bis 18 Monaten einen Betrieb mit Räumen und Mitarbeitern aufbauen. Briefkastenfirmen sind nicht unser Thema.
- LLC, C-Corporation und Limited Partnership sind die Rechtsformen, die zählen. Jede Gesellschaft, die wir gründen, hat eine Betriebsstätte in den USA, und zu jeder gehören Registered Agent, Jahrespflichten und Erklärungen bei der IRS.
- Gewinne kommen über Rechnungen einer Auslandsgesellschaft, Darlehen, Gehalt, betriebliche Altersvorsorge und Aktienoptionen aus der US-Gesellschaft; Investitionsgüter lassen sich sofort abschreiben.
- Den Standort wählst du nach praktischen Gründen; Delaware, Wyoming, Texas, Florida, New York und Kalifornien unterscheiden sich bei Gebühren und Pflichten. Dazu kommen Holding, Konto, Erfahrungen mit IRS, Polizei und Klagekultur und der Weg zum Visum über das eigene Unternehmen.
Häufige Fragen
Für wen ist dieser Leitfaden gedacht?
Für Unternehmer, die ein US-Unternehmen gründen wollen, um den amerikanischen Markt zu bedienen, mit wenigstens 250.000 Dollar Umsatz im Jahr rechnen und spätestens 12 bis 18 Monate nach der Gründung einen Betrieb mit eigenen Räumen und Mitarbeitern in den USA aufbauen. Wer eine Briefkastenfirma sucht, ist hier falsch.
Welche Rechtsformen kommen für ein Unternehmen in den USA in Frage?
Am häufigsten sind die Limited Liability Company (LLC) und die C-Corporation, dazu empfehlen wir die Limited Partnership (LP). LLP oder S-Corp sind für die meisten Mandanten nicht relevant. Die Eigenschaften der Rechtsformen gelten unabhängig vom Bundesstaat.
Braucht eine US-Corporation ein hohes Stammkapital?
Nein. Das Stammkapital muss in den USA nicht eingezahlt werden, es wird nirgends veröffentlicht, und keine Bank interessiert sich dafür. Ein Stammkapital von 100 Millionen Dollar ist ein Marketingtrick.
Wie kommen Gewinne aus der US-Gesellschaft heraus?
Zum Beispiel über Rechnungen einer Auslandsgesellschaft für Verwaltung, Spezialisten, Vermietung, Einkauf oder Lizenzen, über Darlehen der Auslandsgesellschaft und, wenn du in den USA lebst, über Gehalt, betriebliche Altersvorsorge und Aktienoptionen.
Welcher Bundesstaat ist der beste Standort?
Der, für den praktische und betriebswirtschaftliche Gründe sprechen: wo deine Kunden sind, wo du Mitarbeiter findest, wie gut der Ort erreichbar ist und ob die Kosten zu den erwarteten Erträgen passen. Eine fehlende Körperschaftsteuer im Bundesstaat allein ist kein Grund. Arbeitet deine Gesellschaft in einem anderen Staat als dem Gründungsstaat, meldet sie sich dort zusätzlich an.
Hilft ein Unternehmen in den USA beim Visum?
Ein Unternehmen in den USA zu betreiben ist der einfachste Weg zu einem Visum oder einer Greencard, mit der du dort leben kannst. Erwartet wird, dass du Steuereinnahmen und Arbeitsplätze für Amerikaner schaffst. Über das Visum selbst entscheiden die US-Behörden.
So helfen wir dir
- US-FirmengründungLLC, Inc oder LP in Delaware, Florida, Kalifornien, New York, Texas oder Wyoming.
- Markteintritt USATochtergesellschaft, Personal, Steuern: dein Start im US-Markt.
- Corporation gründenDie US-Corporation (Inc) für Wachstum, Investoren und Visum.
- LLC gründenDie US-LLC mit Betriebsstätte, schlüsselfertig in sechs Bundesstaaten.
- Limited Partnership gründenDie US-LP für Strukturen mit Komplementär und Kommanditisten.
- SteuerkonzeptDie saubere Struktur zwischen Mutter und US-Tochter oder zwischen dir und deiner US-Gesellschaft, abgestimmt mit deinem Steuerberater.
- Kontoeröffnung USADein eigener Zugang zum amerikanischen Finanzsystem, auch ohne SSN.
- Holding in DelawareDie Holding über deinen US-Gesellschaften, mit einer gemeinsamen Steuererklärung.
- Visa-Fahrplan zur GründungGründung und Visum in einem Plan, damit die Gesellschaft das Visum trägt.
- Beratung zur FirmengründungRechtsform, Bundesstaat und Steuerfolgen, bevor du dich festlegst.
Investoren-Erlebnisreise Texas
Du kannst deine US-Gesellschaft online gründen. Oder du kommst für fünf Tage nach Austin und erlebst vor Ort, wie dein Plan Realität wird. Bei der Investoren-Erlebnisreise Texas ist die schlüsselfertige Firmengründung im Wert von $3.500 bereits im Ticket enthalten, dazu ein Jahr New Horizons Club.
- Schlüsselfertige US-Firmengründung im Wert von $3.500
- 1 Jahr New Horizons Club im Wert von $1.299
- Fünf Tage Programm auf Deutsch, Begleitperson kostenlos
Alle Leitfäden zu diesem Thema
Delaware für Dummies 2026: Steuerparadies USA endlich verständlich Weiterlesen →
Darum ist Delaware bei US-Großkonzernen als Registersitz so beliebt Weiterlesen →
Delaware Flip: warum Startups eine US-Holding über die GmbH setzen Weiterlesen →
So gründest du ein gemeinnütziges Unternehmen („Nonprofit“) in den USA Weiterlesen →
Haftungsschutz der US LLC sichern & Risiken vermeiden Weiterlesen →
Gängige US-Rechtsformen im Überblick Weiterlesen →
Unternehmensgründung USA: welcher Bundesstaat ist der beste Sitz? Weiterlesen →
Das US-Transparenzregister Weiterlesen →
Von uns empfohlene Sitzstaaten & Standorte Weiterlesen →
Firmengründung USA: Welcher Bundesstaat? Welche Rechtsform? Weiterlesen →
Gründungsformalitäten & Ablauf der Gründung deines US-Unternehmens Weiterlesen →
Schnellcheck: Was ist die beste US-Rechtsform für mich? Weiterlesen →
Delaware: The First State Weiterlesen →
Gesellschaftsrechtliche Anforderungen & Compliance bei der US LLC Weiterlesen →
Compliance in den USA: Pflichten der C-Corporation je Bundesstaat Weiterlesen →
Gesellschaftsrechtliche Anforderungen & Compliance bei der US LP Weiterlesen →
Bester Bundesstaat für deine LLC: meist der, in dem du arbeitest Weiterlesen →
California LLC Kosten: $70 Gründung, $800 schon im ersten Jahr Weiterlesen →
Delaware Holding für Unternehmer und Familien: wer oben steht Weiterlesen →
Delaware LLC gründen: vom Certificate of Formation bis $400 im Jahr Weiterlesen →
Florida LLC gründen und betreiben: vom Jahresbericht bis zur Sales Tax Weiterlesen →
Foreign Qualification: wenn deine LLC in einem zweiten Staat arbeitet Weiterlesen →
Gründung und Betreuung von internationalen Holding Gesellschaften Weiterlesen →
Delaware Inc gründen: Gründeraktien, Vesting und die 83(b)-Frist Weiterlesen →
US-LLC auflösen: erst abwickeln, dann löschen Weiterlesen →
LLC in C-Corp umwandeln: drei Wege und was die Steuer sieht Weiterlesen →
New York LLC: sechs Wochen in zwei Zeitungen und die 120-Tage-Frist Weiterlesen →
Registered Agent in den USA: wer die Klage für deine Firma annimmt Weiterlesen →
Operating Agreement der US-LLC: der Vertrag, den jeder liest Weiterlesen →
Texas LLC gründen: vom Namen beim Secretary of State bis zum 15. Mai Weiterlesen →
Besteuerung deiner US-Corporation Weiterlesen →
Mögliche Einsatzbereiche für eine US-Corporation Weiterlesen →
Entnahme bzw. Vereinnahmung von Gewinnen aus der US-Corporation Weiterlesen →
Die US C-Corporation als Rechtsform: Gründung, Organe, Haftung Weiterlesen →
Kredit in den USA beantragen: die Line of Credit für deine Firma Weiterlesen →
Mögliche Einsatzbereiche für deine US Limited Liability Company (LLC) Weiterlesen →
Besteuerung deiner US-LLC Weiterlesen →
Entnahme bzw. Vereinnahmung von Gewinnen aus deiner US-LLC Weiterlesen →
Kosten einer US-LLC pro Jahr: was sechs Bundesstaaten verlangen Weiterlesen →
US-LLC mit Betriebsstätte gründen: was die Steuer dann verlangt Weiterlesen →
Besteuerung deiner US-Limited Partnership (LP) Weiterlesen →
Die US-LLC als Rechtsform: was eine LLC ist und wie sie funktioniert Weiterlesen →
Mögliche Einsatzbereiche für deine US Limited Partnership (LP) Weiterlesen →
Entnahme bzw. Vereinnahmung von Gewinnen aus deiner US LP Weiterlesen →
Komplementärin und Prokura für deine US Limited Partnership (LP) Weiterlesen →
Die US Limited Partnership (LP) als Rechtsform im Überblick Weiterlesen →
US-PayPal-Konto Weiterlesen →
Was ist 2026 die beste US-Rechtsform für mich? Weiterlesen →
Wyoming LLC gründen: Schritt für Schritt vom Antrag bis zur EIN Weiterlesen → Mehr zum Thema US-Firmengründung
Alle Beiträge →
Delaware für Dummies 2026: Steuerparadies USA endlich verständlich Weiterlesen →
Darum ist Delaware bei US-Großkonzernen als Registersitz so beliebt Weiterlesen →
Delaware Flip: warum Startups eine US-Holding über die GmbH setzen Weiterlesen →
Haftungsschutz der US LLC sichern & Risiken vermeiden Weiterlesen →
Gängige US-Rechtsformen im Überblick Weiterlesen →
Unternehmensgründung USA: welcher Bundesstaat ist der beste Sitz? Weiterlesen →